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Nvidia, Anthropic und OpenAI melden Rekordausgaben für Lobbying

Alle drei Unternehmen erreichen im dritten Quartal 2026 ihre bisher höchste Quartalssumme. Es handelt sich um Firmenrekorde, keine Branchenrekorde, und die Meldungen belegen keine Positionen.

· Veröffentlicht: 23.10.2026 ·2 Min Lesezeit
Nvidia, Anthropic und OpenAI melden Rekordausgaben für LobbyingMit KI erstellt
Inhalt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Nvidia gab im Q3 2026 ca. 2,2 Mio. $ für Bundeslobbying aus, Rekordwert des Unternehmens.
  • Anthropic (ca. 2,1 Mio. $) und OpenAI (ca. 1,5 Mio. $) setzten ebenfalls eigene Höchstwerte.
  • Die drei Unternehmen gaben zusammen 5,8 Mio. $ für Lobbying aus.
  • Nvidia überschritt erstmals die Marke von 2 Mio. $ pro Quartal.
  • OpenAI nannte Urheberrecht und Cybersicherheitsbewertungen von Frontier-Modellen.

Nvidia, Anthropic und OpenAI melden im Q3 Rekordausgaben für Lobbying

Nvidia, Anthropic und OpenAI haben im dritten Quartal 2026 in den USA so viel für Lobbying ausgegeben wie nie zuvor in einem Quartal. Für Juli bis September nennen Berichte 2,2 Millionen Dollar für Nvidia, rund 2,1 Millionen für Anthropic und etwa 1,5 Millionen für OpenAI. Die Summe beträgt damit rund 5,8 Millionen Dollar. Die Addition der Einzelwerte bestätigt sie.

Die Quellenlage ist dünn. Weder die Bundesmeldungen selbst noch die ursprüngliche Analyse von Verge lagen vor. Die Angaben stammen aus Sekundärberichten, die sich auf die Verge-Auswertung beziehungsweise auf die Bundesmeldungen stützen.

Die Berichte ordnen die Werte ein. Nvidia hat demnach erstmals in einem Quartal die Marke von 2 Millionen Dollar überschritten. Anthropics Wert entspricht etwa dem Doppelten seines höchsten Quartalswerts aus dem Jahr 2025. OpenAI hatte die 500.000-Dollar-Marke erst Ende 2024 überschritten, die 1-Million-Dollar-Marke erst in diesem Jahr.

Exportkontrollen, Kinderschutz, Urheberrecht und Strompreise auf den Themenlisten

Anthropic nannte laut den Berichten KI-Bestimmungen im Kids Online Safety Act, Exportkontrollen im AI Overwatch Act, Donald Trumps Executive Order zur Umbenennung von KI in „Superintelligence“ sowie den Ratepayer Protection Act. Dieser sieht vor, die Stromkosten von Rechenzentren bei deren Entwicklern zu belassen. Hinzu kommt der Collaboration on Adversarial Threats and Security Risks Act.

OpenAI führte Urheberrecht, Cybersicherheitsbewertungen von Frontier-Modellen, Mechanismen der KI-Sicherheitsaufsicht und kartellrechtlichen Schutz für Informationsaustausch auf. Kontaktiert wurden der Kongress, das Weiße Haus, die Small Business Administration sowie die Ministerien für Handel und Äußeres.

Nvidia nannte 6G-Netze, verantwortungsvolles KI-Design, Wettbewerbspolitik, Quantencomputing und Exportkontrollen.

Laut Semafor, das die Bundesmeldungen eingesehen hat, lobbyierten Anthropic und OpenAI beide zu kartellrechtlich abgesichertem Informationsaustausch zwischen KI-Firmen. Nach früherer Semafor-Berichterstattung könnte der Collaboration on Adversarial Threats and Security Risks Act Teil des Verteidigungshaushaltsgesetzes werden.

Firmenrekorde, aber Google und Meta geben weiter mehr aus

Es handelt sich um Rekorde einzelner Unternehmen, nicht der Branche. Laut der Digg-Zusammenfassung des Verge-Artikels gibt Google regelmäßig mehr als 3 Millionen Dollar pro Quartal aus. Nach Angaben von AI Weekly führte Meta die Big-Tech-Konzerne mit 5,9 Millionen Dollar im Quartal an.

Die Themenlisten lassen sich nur mit Vorsicht lesen. Lobbying-Meldungen geben nicht an, ob ein Unternehmen ein Vorhaben unterstützt oder ablehnt. AI Weekly schreibt, Anthropic habe den Collaboration Act „specifically backed“. Belegt ist durch die Meldung jedoch nur, dass Anthropic ihn als Thema nannte.

Abweichende Zahlen liefert Gadgetreview. Dort ist von 7,5 Millionen Dollar die Rede, 22 Prozent mehr als im Vorquartal und rund 60 Prozent mehr als im Vorjahresquartal, laut einer Analyse von POGO. Das passt nicht zu den Einzelwerten, die 5,8 Millionen ergeben. Das POGO-Original war nicht abrufbar, die Prozentwerte gelten daher nicht als gesichert.

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Manuel Peter
Redaktion · KI-Regulierung & Recht

Manuel Peter verfolgt für KI Spotlight die rechtlichen und regulatorischen Entwicklungen rund um künstliche Intelligenz: den EU AI Act, Datenschutz, Haftungsfragen und Governance. Er ordnet ein, was neue Vorgaben konkret bedeuten – ersetzt aber keine individuelle Rechtsberatung.

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