OpenAI rollt GPT-Live-1.1 und Quip für ChatGPT Voice aus
Laut Hersteller bringt das Update 13 neue Stimmen und bessere Qualität in Deutsch und weiteren Sprachen. Messwerte fehlen bislang, und der API-Zugang steht noch aus.
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◆ Fakten auf einen Blick
- ChatGPT Voice nutzt je nach Tarif GPT-Live-1.1 oder GPT-Live-1.1 Quip.
- Quip ist die kleinere Version des Modells.
- Das Update wird seit dem 15. Oktober ausgerollt.
- GPT-Live-1.1 bringt 13 neue Stimmen und verbesserte Sprachen wie Deutsch.
- API-Zugang zu GPT-Live-1.1 ist noch nicht verfügbar („coming soon“).
GPT-Live-1.1 und Quip treiben ab sofort ChatGPT Voice an
Seit dem 15. Oktober verteilt OpenAI GPT-Live-1.1 sowie die kleinere Variante GPT-Live-1.1 Quip an die Live-Option in ChatGPT Voice. Live kann zugleich zuhören und sprechen. Dadurch sollen Sprecherwechsel und Unterbrechungen natürlicher wirken. Laut Ankündigung gilt das Update auch für Codex und „dots“.
Bei der Reichweite gehen die Quellen auseinander. Im OpenAI-Forum heißt es, das Update werde „heute für alle Nutzer“ ausgerollt. Die Hilfeseite dagegen schreibt, Live werde „je nach Tarif“ von GPT-Live-1.1 oder von Quip betrieben. Laut The Rundown hängt außerdem die Stimmenauswahl von Konto und Region ab. Wahrscheinlich bezieht sich „alle Nutzer“ auf die Zielgruppe des Rollouts. Modellvariante und Stimmen unterscheiden sich dagegen. Offen bleibt, welcher Tarif welche Variante erhält, und ob Deutschland und die EU gleichzeitig bedient werden.
13 neue Stimmen, angeblich bessere Akzente, aber keine Messwerte
OpenAI nennt 13 neue Stimmen für GPT-Live-1.1. Die Leistung in Französisch, Deutsch, Hindi, mexikanischem Spanisch, Koreanisch, Japanisch und weiteren Sprachen sei „considerably better“. Die Akzente sollen natürlicher klingen. Während einer Suche fallen die gesprochenen Hinweise abwechslungsreicher aus, statt immer wieder „checking…“ zu sagen. Die Delegation an ein Backend-Modell gelinge natürlicher, und die Steuerbarkeit sei verbessert. Laut OpenAI sollen kontinuierliche Verbesserungen an Sprachmodellen künftig „the norm“ sein.
Belegt ist davon bislang wenig. Laut The Rundown nennt die Veröffentlichung weder einen gemessenen Geschwindigkeitsgewinn noch einen Genauigkeitswert. Unabhängige Sprachtests, etwa Hörvergleiche zwischen 1.0 und 1.1, gibt es bisher nicht. Ob sich die Verbesserungen im Deutschen im Alltag bemerkbar machen, lässt sich deshalb noch nicht beurteilen.
Nicht alles davon ist neu. Unterbrechungen und Suche beherrschte Live schon vorher. Plugins kamen am 23. September hinzu. Video und Bildschirmfreigabe unterstützt Live laut Hilfeseite weiterhin nicht.
API-Zugang zu 1.1 steht aus, gpt-live-1 bleibt ansprechbar
Entwickler müssen warten. Den API-Zugang zu GPT-Live-1.1 kündigt OpenAI als „coming soon“ an. Auf die Frage eines Nutzers im Forum, ob die Version noch nicht in der API verfügbar sei, hat OpenAI das bestätigt. Zu Preisen von 1.1 oder zu einem Termin enthält das Material keine Angaben.
Bis dahin bleibt der Vorgänger über die ID „gpt-live-1“ ansprechbar, wie die Entwicklerdokumentation zeigt. Dabei handelt es sich um ein Full-Duplex-Sprachmodell, das Reasoning und Tool-Nutzung an einen Backend-Agenten delegieren kann.
Laut Forumsbeitrag gibt es außerdem eine native Integration der Decisions API in GPT-Live. Live ruft Decisions in diesem Fall direkt auf und umgeht so die App des Entwicklers. Bei der Custom-Delegation benachrichtigt Live dagegen die App, die anschließend Decisions aufruft.


