OpenAI und Anthropic werben bei Abgeordneten für Kartellschutz bei KI-Sicherheitskooperation
Laut Semafor nennen beide Labore das Thema in ihren Lobbyformularen für das dritte Quartal. Meta meldet für denselben Zeitraum 5,88 Millionen Dollar. Eine Spitzenposition unter Big Tech belegt das Material nicht.
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◆ Fakten auf einen Blick
- OpenAI und Anthropic lobbyierten im dritten Quartal bei Abgeordneten zum Informationsaustausch zwischen KI-Unternehmen.
- Anthropic nennt als Lobbyschwerpunkt den Collaboration on Adversarial Threats and Security Risks Act.
- Meta meldete für das dritte Quartal rund 5.880.000 USD Lobbyausgaben.
- Die FTC untersucht führende KI-Labore, darunter OpenAI und Anthropic, sowie die Organisation METR.
- Die FTC-Untersuchung ist eine Verbraucher- bzw. Sicherheitsuntersuchung, kein Kartellverfahren gegen Meta.
OpenAI und Anthropic werben bei Abgeordneten für Kartellschutz bei Sicherheitskooperation
OpenAI und Anthropic haben im dritten Quartal dieses Jahres bei Abgeordneten dafür geworben, dass KI-Unternehmen Informationen austauschen können, ohne gegen das Kartellrecht zu verstoßen. Semafor berichtet unter Berufung auf Bundes-Lobbyformulare, die das Medium ausgewertet hat.
Anthropic nennt in seinem Formular die Collaboration on Adversarial Threats and Security Risks Act. Der Gesetzentwurf würde Laboren erlauben, sich bei Sicherheitsrisiken untereinander abzustimmen. Laut früherer Semafor-Berichterstattung könnte er als Teil des verpflichtenden Verteidigungsgesetzes Gesetz werden. Beschlossen ist er bislang nicht. OpenAI formuliert allgemeiner. Als Gesprächsthema in Washington führt das Unternehmen „AI-security collaboration and information-sharing, including proposed antitrust protections“ auf.
Ob die Unternehmen die besprochenen Vorschläge befürworten oder ablehnen, geht aus den Formularen nicht hervor. Diese Angabe enthalten Lobbyformulare nicht.
Regierungsvertreter kritisieren Kartellausnahme für Tempodrosselung, FTC prüft die Labore
Hintergrund ist die Debatte über eine koordinierte Verlangsamung der KI-Entwicklung, die KI-Manager im vergangenen Monat angeregt hatten. Laut Semafor kritisierten Beamte der Trump-Regierung Forderungen nach einer Kartellausnahme dafür. Die Unternehmen könnten selbst entscheiden, langsamer zu machen, auch ohne staatlichen Segen. OpenAI-Global-Affairs-Chef Chris Lehane hielt eine Ausnahme speziell für das Modelltempo für unnötig.
Parallel untersucht die US-Handelsbehörde FTC laut Semafor OpenAI, Anthropic und die Nonprofit-Organisation METR zu möglichen Gefahren der Technologie. Ein FTC-Vertreter bestätigte die Untersuchung. Civil Investigative Demands, die Vorladungen ähneln, sollen in den kommenden Wochen verschickt werden. Es handelt sich um eine Verbraucher- bzw. Sicherheitsuntersuchung, kein Kartellverfahren.
Meta meldet 5,88 Millionen Dollar Lobbyausgaben für Q3 – Rangfolge unter Big Tech unbelegt
Meta hat für das dritte Quartal 2026 laut Quiver Quantitative rund 5,88 Millionen US-Dollar Lobbyausgaben gemeldet. Die Themen reichen von Cybersicherheit und Plattformintegrität über Kinder- und Jugendschutz und Datenschutz bis zu Handel und Wettbewerb.
Ein weiteres Filing über 90.000 Dollar nennt eine einheitliche föderale KI-Politik, den Vorrang vor Landesgesetzen, Betrug und Scams sowie Energie für Rechenzentren.
Ob Meta mehr ausgibt als andere Big-Tech-Konzerne, lässt sich nicht prüfen. Zahlen zu Alphabet, Amazon, Apple, Microsoft und Nvidia liegen im Material nicht vor. Metas Spitzenposition ist daher nicht belegt. Separat meldet Semafor in einer Schlagzeile, Meta wolle nicht stimmberechtigte Aktien ausgeben.



