Rambus meldet Rekordumsatz von 218,3 Millionen Dollar und stellt für das vierte Quartal 227 bis 233 Millionen in Aussicht
Der Chip- und IP-Anbieter übertrifft die eigene Prognose, der Produktumsatz erreicht einen Rekord; Aktienrückkäufe von 135,4 Millionen Dollar übersteigen den operativen Cashflow
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◆ Fakten auf einen Blick
- Der Gesamtumsatz im Q3 2026 betrug 218,3 Mio. USD, ein Rekord.
- Der Umsatz stieg um 22 % zum Vorjahr und lag über der Guidance-Spanne.
- Produktumsatz 114,3 Mio. USD, Lizenzgebühren 77,0 Mio. USD, sonstiger Umsatz 27,0 Mio. USD.
- Der Produktumsatz stieg um 15 % zum Vorquartal und 22 % zum Vorjahresquartal.
- Das Non-GAAP-EPS lag bei 0,84 USD, das GAAP-EPS bei 0,69 USD, beides über Guidance.
Rambus liegt über der eigenen Prognose: 218,3 Millionen Dollar Umsatz
Der Chip- und IP-Anbieter Rambus hat für das dritte Quartal 2026 (bis 30. September) einen Rekordumsatz von 218,3 Millionen US-Dollar gemeldet. Das entspricht einem Plus von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Die eigene Prognose hatte 210 bis 216 Millionen Dollar vorgesehen, das Ergebnis liegt darüber. Veröffentlicht hat das Unternehmen die Zahlen am 26. Oktober 2026.
Das Produktgeschäft trug am meisten bei, mit 114,3 Millionen Dollar. Auch hier handelt es sich um einen Rekord: plus 15 Prozent gegenüber dem Vorquartal, plus 22 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Lizenzgebühren brachten 77,0 Millionen Dollar, Vertrags- und sonstige Umsätze 27,0 Millionen Dollar. Das Wachstum stammt also vor allem aus dem Verkauf eigener Chips und weniger aus Lizenzen.
DDR5-Taktchips im Fokus, KI-Nachfrage als Treiber
Laut Bericht zog vor allem der DDR5-Registered-Clock-Driver (RCD) das Wachstum an. Diese Chips sitzen auf Server-Speichermodulen. Das Management führt die gestiegene Nachfrage auf KI-Training und KI-Inferenz im Rechenzentrum zurück, die DDR5-Schnittstellenchips und Silizium-IP stärker gefragt machen. Dabei handelt es sich um die Sicht des Unternehmens. Eine unabhängige Bestätigung liegt im vorliegenden Material nicht vor.
Rambus hat außerdem neue Produkte angekündigt, darunter einen PMIC (Power-Management-Chip) für LPDDR6 SOCAMM2. Das Unternehmen nennt ihn „branchenführend“. Auch sich selbst beschreibt Rambus als Anbieter „branchenführender“ Chips und IP. Belegt ist das damit nicht; die Einschätzung stammt vom Hersteller. Am 14. September 2026 kündigte Rambus seinen CryptoManager Root of Trust nach der Caliptra-Spezifikation an, eine Sicherheitslösung für Rechenzentren. Am 21. Oktober 2026 folgte eine strategische Vereinbarung mit ChipAgents. Ziel ist, das Chipdesign mit agentischer KI zu beschleunigen.
Gewinn je Aktie, Rekord-Cashflow, 135 Millionen Dollar für Rückkäufe
Der Gewinn je verwässerter Aktie lag nach GAAP bei 0,69 Dollar, nach Non-GAAP bei 0,84 Dollar. Beide Werte übertreffen die Prognosespanne des Unternehmens. Der Non-GAAP-Wert liegt laut Bericht 35 Prozent über dem Vorjahr. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erreichte mit 102,5 Millionen Dollar einen Rekord.
Im Quartal kaufte Rambus eigene Aktien für 135,4 Millionen Dollar zurück, mehr als der operative Cashflow. Zudem schloss das Unternehmen ein beschleunigtes Rückkaufprogramm über 100 Millionen Dollar ab. Nachbörslich legte die Aktie laut Bericht um mehr als 5 Prozent zu.
Prognose Q4: 227 bis 233 Millionen Dollar bei angespannter Lieferkette
Für das vierte Quartal stellt Rambus einen Umsatz von 227 bis 233 Millionen Dollar in Aussicht. Die Spanne liegt über dem Ergebnis des dritten Quartals und über dessen Prognose. Ob sie auch über der früheren Q4-Guidance oder dem Analystenkonsens liegt, lässt sich dem vorliegenden Material nicht entnehmen.
Im Earnings Call sprach das Management von einer angespannten Lieferkette. Rambus habe nach eigenen Angaben das Lager aufgestockt, um dies abzufedern. Zur Einordnung: Der Jahresumsatz 2025 lag bei 707,63 Millionen Dollar, 27,13 Prozent über den 556,62 Millionen Dollar des Vorjahres.



