OpenAI senkt Ziel der Finanzierungsrunde auf 20 Milliarden Dollar
Laut Medienberichten sind rund 11 Milliarden gesichert, ein VAE-Konsortium um MGX soll größter Geldgeber sein
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◆ Fakten auf einen Blick
- OpenAI senkte das Ziel seiner Finanzierungsrunde laut FT von 30 auf etwa 20 Mrd. Dollar.
- Laut FT sank die Bewertung von 1,4 auf 1,25 Billionen Dollar.
- Investoren hatten eine Frist bis zum 30. Oktober zur Zusage erhalten.
- Laut WSJ hat OpenAI bisher rund 11 Mrd. Dollar gesichert.
- Ein Konsortium aus den Vereinigten Arabischen Emiraten mit dem Staatsfonds MGX soll größter Teilnehmer sein.
OpenAI senkt Rundenziel auf 20 Milliarden Dollar, 11 Milliarden sind gesichert
OpenAI hat das Ziel seiner neuen Finanzierungsrunde laut einem Medienbericht um 10 Milliarden auf rund 20 Milliarden Dollar gesenkt. Die Financial Times (FT) meldete das am Freitag, 30. Oktober, unter Berufung auf Personen mit Kenntnis der Angelegenheit. Einige Investoren hätten ihre Zusagen gekürzt, nachdem KI-Aktien nachgegeben hatten. Ursprünglich hatte OpenAI 30 Milliarden Dollar angestrebt.
Ein Folgebericht des Wall Street Journal (WSJ) nennt rund 11 Milliarden Dollar als bisher gesichert. Außerdem beschreibt er die Reaktion einiger großer Investoren als „lauwarm". Das Ergebnis läge demnach bei weniger als der Hälfte des ursprünglichen Ziels.
OpenAI hat sich zu den Berichten nicht geäußert. Anfragen von Reuters und TechCrunch blieben zunächst unbeantwortet. Eine Bestätigung oder ein Dementi liegt damit nicht vor. Alle Fachmedienberichte gehen auf FT oder WSJ zurück. Eine unabhängige Zweitquelle gibt es nicht.
Konsortium aus den Emiraten um MGX soll größter Geldgeber sein, First Close wohl unter 20 Milliarden
Laut FT hatte OpenAI den Investoren eine Frist bis zum 30. Oktober gesetzt, um sich festzulegen. Der erste Abschluss (First Close) dürfte unter 20 Milliarden Dollar liegen. Grund sind die verringerten Zuteilungen einiger Investoren.
Größter Teilnehmer soll ein Konsortium aus den Vereinigten Arabischen Emiraten sein, darunter der Staatsfonds MGX. Im Rahmen des Geschäfts erhielte OpenAI die Option, neu gebaute Rechenkapazität in der Region zu leasen. Als weitere Teilnehmer nennt die FT Founders Fund, Coatue, Sequoia Capital und Andreessen Horowitz.
Vermögende Privatpersonen sollen später über ein Retail-Angebot einsteigen. Laut TechCrunch könnte das die Summe auf das 20-Milliarden-Ziel heben. Eine andere Wiedergabe der FT-Aussage spricht lediglich davon, dass es die Summe näher an das Ziel bringe. Ob die 20 Milliarden tatsächlich erreicht werden, ist nirgends belegt.
Bewertung von 1,25 Billionen Dollar ist nicht neu, Börsengang 2027 und Anthropic erhöhen den Druck
Die gesenkte Zielsumme gilt laut FT bei einer Bewertung von 1,25 Billionen Dollar. Zuvor waren 30 Milliarden bei 1,4 Billionen Dollar im Gespräch. Die Absenkung der Bewertung ist nicht neu, sie wurde bereits in der Vorwoche berichtet. Neu sind die geringere Zielsumme, der Stand von rund 11 Milliarden und die Rolle der VAE-Investoren.
Ein Reuters-Bericht, den TNW wiedergibt, nennt einen Börsengang im Jahr 2027. OpenAI wolle die Runde demnach vor einem Börsengang von Anthropic abschließen, weil beide Unternehmen ähnliche Investoren ansprechen. Anthropic hat seine IPO-Unterlagen am Montag öffentlich gemacht.
Zum Hintergrund: SoftBank zahlte laut eigener Mitteilung am 1. Oktober die dritte und letzte 10-Milliarden-Tranche seiner 30-Milliarden-Zusage. Insgesamt hat SoftBank damit 64,6 Milliarden Dollar investiert und hält rund 13 Prozent an OpenAI. Ob das mit der aktuellen Runde zusammenhängt, ist im vorliegenden Material nicht geklärt. Aussagen zu Folgen für Kunden, Partner oder Preise enthalten die Berichte nicht.



