Live ChatGPT verweigert Tool-Calls für app-only MCP-Tools

Meta einigt sich auf 18-Milliarden-Vergleich mit US-Staaten

Klausel befreit Konzern dauerhaft von COPPA-Klagen wegen Kinderdaten-Nutzung für Age-Assurance-Modell

· Veröffentlicht: 27.08.2026 ·2 Min Lesezeit
Meta einigt sich auf 18-Milliarden-Vergleich mit US-StaatenMit KI erstellt
Inhalt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Meta hat einem Vergleich mit US-Bundesstaaten zugestimmt, der eine Zahlung von bis zu 18 Milliarden US-Dollar vorsieht.
  • Davon gehen etwa 17 Milliarden US-Dollar an die 29 klagenden Staaten, der Rest an andere Staaten und Territorien.
  • Der Vergleich beendet eine Klage von 29 US-Bundesstaaten, die Meta vorwarfen, seine Plattformen süchtig machend zu gestalten und Kinder zu schädigen.
  • Meta muss als Teil des Vergleichs Änderungen einführen, darunter tägliche Zeitlimits für Teenager und nächtliche Sperren.
  • Die Generalstaatsanwälte der Staaten haben zugestimmt, Meta nicht unter COPPA oder ähnlichen staatlichen Gesetzen wegen der Speicherung und Nutzung von Kinderdaten zu verklagen, sofern dies dem Training und Testen des Age-Assurance-Modells dient.
  • Die Zustimmung gilt 'fully, finally, and forever' für vergangene, gegenwärtige und zukünftige COPPA-Ansprüche im Zusammenhang mit Metas Nutzung von Kinderdaten.

Meta einigt sich auf 18-Milliarden-Vergleich mit US-Staaten

Meta hat am Mittwoch einem Vergleich mit US-Bundesstaaten zugestimmt, der eine Zahlung von bis zu 18 Milliarden US-Dollar vorsieht. Damit endet eine Klage von 29 US-Bundesstaaten, die dem Konzern vorwarfen, Facebook und Instagram bewusst süchtig machend gestaltet und Kinder geschädigt zu haben. Der Vergleich enthält eine bislang wenig beachtete Klausel: Die Generalstaatsanwälte verzichten darauf, Meta unter dem Children's Online Privacy Protection Act (COPPA) oder ähnlichen Gesetzen wegen der Speicherung und Nutzung von Kinderdaten zu verklagen, sofern dies dem Training und Testen eines Age-Assurance-Modells dient. Meta muss innerhalb eines Jahres ein Modell entwickeln, trainieren und testen, das Nutzer unter 13 Jahren erkennt. Meta bestreitet jegliches Fehlverhalten. Die Zahlung ist die bislang größte des Konzerns in einem Kindersicherheitsverfahren und soll über zehn Jahre in jährlichen Raten erfolgen. Meta gibt an, dass 30 Prozent der Summe nur freigegeben werden, wenn YouTube und TikTok ähnliche Maßnahmen umsetzen.

Klausel gewährt dauerhafte Immunität für Kinderdaten-Nutzung

Die Klausel gewährt Meta eine dauerhafte Immunität: Die Generalstaatsanwälte haben zugestimmt, Meta „fully, finally, and forever“ nicht wegen vergangener, gegenwärtiger oder zukünftiger COPPA-Ansprüche zu verklagen, die mit der Nutzung von Kinderdaten für das Training und Testen des Age-Assurance-Modells zusammenhängen. COPPA, der Children's Online Privacy Protection Act, verlangt üblicherweise, dass Websites und Apps die Erhebung und Speicherung persönlicher Daten von Kindern begrenzen. Die Freistellung ist auf diesen begrenzten Zweck beschränkt und enthält Schutzvorkehrungen. Meta muss innerhalb eines Jahres nach Wirksamwerden des Vergleichs ein Modell entwickeln, trainieren und testen, das Nutzer unter 13 Jahren erkennt. Die Zustimmung gilt für alle vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Ansprüche und ist nicht auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt.

Vergleich umfasst Auflagen und Zahlungen an 48 Staaten

Von der Gesamtsumme gehen etwa 17 Milliarden US-Dollar an die 29 klagenden Staaten, der Rest an weitere Staaten und Territorien. Meta muss unter anderem tägliche Zeitlimits für Teenager und nächtliche Sperren einführen. Das Unternehmen bestreitet jegliches Fehlverhalten. Richterin Yvonne Gonzalez Rogers hat den Vergleich genehmigt. Er umfasst 48 US-Bundesstaaten, den District of Columbia und drei Territorien; New Mexico ist nicht Teil des Vergleichs. Die Einigung kam während der zweiten Woche eines Prozesses zustande, in dem vier Staaten bis zu 1,4 Billionen US-Dollar Schadenersatz forderten.

M
Manuel Peter
Redaktion · KI-Regulierung & Recht

Manuel Peter verfolgt für KI Spotlight die rechtlichen und regulatorischen Entwicklungen rund um künstliche Intelligenz: den EU AI Act, Datenschutz, Haftungsfragen und Governance. Er ordnet ein, was neue Vorgaben konkret bedeuten – ersetzt aber keine individuelle Rechtsberatung.

Ähnliche Artikel