Mehrere Störungen bei ChatGPT und Codex im September 2026 – ein Nutzer meldet weiterhin Probleme
OpenAI markierte alle Vorfälle als behoben, doch ein Forenbericht deutet auf anhaltende Einschränkungen hin.
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◆ Fakten auf einen Blick
- Am 3. September 2026 meldete OpenAI 'Elevated errors across ChatGPT and Codex' mit 19 degradierten Komponenten (15 ChatGPT, 4 Codex).
- Im September 2026 gab es weitere Vorfälle: am 1. September 'Elevated errors in ChatGPT conversations for Free and Go plans' und 'ChatGPT Work seeing elevated errors and latency', am 2. September 'Elevated errors creating new accounts', am 3. September 'ChatGPT Work Mode High Error Rates' und am 4. September 'Users in APAC region may face increased error in ChatGPT, Work, image generation, file upload, Voice, and Codex Cloud'.
- OpenAI markierte die Vorfälle im September 2026 als behoben.
- Ein Nutzer berichtet im OpenAI-Forum, dass die Probleme seit 31. August/1. September 2026 andauern, auch nachdem der öffentliche Ausfall als behoben markiert wurde.
Mehrere Störungen bei ChatGPT und Codex im September 2026 – ein Nutzer meldet weiterhin Probleme
Am 3. September 2026 meldete OpenAI auf seiner offiziellen Statusseite den Vorfall „Elevated errors across ChatGPT and Codex“. Laut dem Incident-Eintrag waren 19 Komponenten von degradierter Leistung betroffen: 15 aus der ChatGPT-Gruppe – darunter Conversations, Login, ChatGPT Work, Codex in ChatGPT Desktop, Search, File uploads, Voice mode, GPTs, Image Generation, Deep Research, Agent, ChatGPT Atlas, Sites und Connectors/Apps – sowie 4 aus der Codex-Gruppe: Codex Web, Codex API, die Codex-Kommandozeile und die Codex-VS-Code-Erweiterung. Die Störung begann am 3. September um 23:58 Uhr und wurde am 4. September um 01:55 Uhr als behoben markiert. Weitere Vorfälle folgten am 1., 2. und 4. September. OpenAI markierte alle als behoben. Ein Nutzer berichtet jedoch im OpenAI-Forum, dass seine Probleme seit dem 31. August oder 1. September andauern – auch nachdem der öffentliche Ausfall als behoben galt. Dieser Widerspruch wirft Fragen zur Wirksamkeit der Behebungen auf.
Die einzelnen Vorfälle: von Fehlern in Conversations bis zu APAC-weiten Einschränkungen
Die September-Vorfälle zeigen ein Muster unterschiedlicher Fehlerquellen. Am 1. September traten zwei getrennte Störungen auf: „Elevated errors in ChatGPT conversations for Free and Go plans“ begann um 09:38 Uhr und dauerte 22 Minuten; „ChatGPT Work seeing elevated errors and latency“ begann um 00:04 Uhr und dauerte 5 Stunden 24 Minuten. Die erste Störung betraf gezielt die Conversations-Komponente für Nutzer der Free- und Go-Abos. Die zweite Störung betraf ChatGPT Work mit erhöhten Fehlern und Latenz. Am 2. September folgte „Elevated errors creating new accounts“ mit einer Dauer von 32 Minuten. Am 3. September gab es neben dem großen Vorfall mit 19 degradierten Komponenten auch „ChatGPT Work Mode High Error Rates“, der um 00:04 Uhr begann und 6 Minuten dauerte, aber als „major“ eingestuft wurde. Am 4. September meldete OpenAI: „Users in APAC region may face increased error in ChatGPT, Work, image generation, file upload, Voice, and Codex Cloud“. Diese Störung begann um 16:00 Uhr UTC (04:00 PM) und dauerte 1 Stunde 57 Minuten. Die betroffenen Komponenten umfassten Bildgenerierung, Dateiupload, Sprachmodus und Codex Cloud. Die Vorfälle betrafen unterschiedliche Nutzergruppen: Gratis- und Go-Abonnenten, Work-Nutzer, Neukunden und Anwender in der APAC-Region. Die Ursachen wurden von OpenAI nicht detailliert veröffentlicht; die Statusmeldungen beschränken sich auf „Investigating“ und „Resolved“ ohne Root-Cause-Analyse.
Offiziell behoben, aber Nutzer berichtet von anhaltenden Störungen
OpenAI markierte alle September-Vorfälle als behoben. Die Statusmeldungen lauteten jeweils: „All impacted services have now fully recovered“ oder „The issue causing elevated errors across ChatGPT and Codex has been resolved.“ Ein Nutzer schreibt jedoch im OpenAI-Forum, seine Probleme bestünden seit dem 31. August oder 1. September fort, auch nachdem der öffentliche Ausfall als behoben markiert wurde. Er beschreibt ein verändertes Verhalten von GPT-5.6: Komplexe Anfragen würden extrem schnell beantwortet, tieferes Reasoning übersprungen und Details häufiger ignoriert. Der Nutzer gibt an, den OpenAI-Support kontaktiert zu haben; der Support habe bestätigt, dass es während des gemeldeten Zeitraums einen Plattformausfall gab, und erklärte, dieser sei behoben. Dennoch bestünden die Probleme weiter. Der Nutzerbericht legt nahe, dass es sich um ein separates Problem handeln könnte – etwa ein Verhaltensproblem von GPT-5.6, das nicht als Ausfall auf der Statusseite erscheint, oder eine nicht für alle Nutzer wirksame Behebung. Diese Interpretationen sind jedoch nicht durch unabhängige Quellen bestätigt. Der Widerspruch zwischen offizieller Behebung und Nutzerbericht bleibt bestehen, da OpenAI keine detaillierte Root-Cause-Analyse veröffentlicht hat und der Nutzerbericht nicht unabhängig verifiziert ist.
Wiederkehrende Ausfälle: ChatGPT im Vergleich zu früheren Störungen und die Folgen für Unternehmen
Die September-Vorfälle reihen sich in eine Serie früherer Störungen ein. Bereits im August 2026 gab es gleichzeitige Störungen bei ChatGPT, Claude und Grok, deren Ursache unklar blieb (siehe interner Link: „Gleichzeitige Störungen bei ChatGPT, Claude und Grok – Ursache unklar“). Anders als damals betreffen die aktuellen Vorfälle spezifisch ChatGPT und Codex, nicht andere Anbieter. Für Unternehmen, die ChatGPT Enterprise nutzen, können solche Ausfälle operative Beeinträchtigungen bedeuten. Ein Beispiel: Die Kanzlei Gilbert + Tobin setzt ChatGPT Enterprise ein und berichtet, dass Aufgaben, die zuvor vier Stunden dauerten, nun in 20 Minuten erledigt werden (siehe interner Link: „Gilbert + Tobin setzt ChatGPT Enterprise ein: 20 Minuten statt vier Stunden“). Fällt der Dienst aus, entfällt diese Zeitersparnis – Mitarbeiter müssen auf manuelle Prozesse zurückgreifen, was zu Verzögerungen bei Recherche, Dokumentenerstellung oder Code-Reviews führen kann. Die September-Vorfälle betrafen zudem Codex, das für Coding-Aufgaben genutzt wird; eine Störung in der Codex-API oder der VS-Code-Erweiterung kann Entwicklungsprozesse blockieren. Der Nutzerbericht geht über die offiziell als behoben markierten Vorfälle hinaus und deutet auf mögliche Restprobleme hin, die nicht von der Statusseite erfasst werden. Dies unterstreicht die Notwendigkeit für Unternehmen, eigene Monitoring- und Fallback-Strategien zu entwickeln, anstatt sich allein auf die Herstellerangaben zu verlassen.



