OpenAI weist Apples Vorwürfe zurück: Apples eigene Sicherheitspraktiken seien schuld
OpenAI kontert Apples Klage: Apple verhindere Übergaben und sei selbst verantwortlich; Apple wirft ehemaligen Mitarbeitern Geheimnisdiebstahl vor.
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◆ Fakten auf einen Blick
- Apple hat am 10. Juli 2026 Klage gegen OpenAI, Chang Liu, Tang Yew Tan, OpenAI Foundation, OpenAI Group PBC und io Products eingereicht.
- Die Klage wurde beim U.S. District Court for the Northern District of California, San Jose Division, unter dem Aktenzeichen 5:26-cv-07078 eingereicht.
- Die Klage umfasst Vorwürfe des Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen und Vertragsbruch.
- Apple beschuldigt Chang Liu, vertrauliche Apple-Dokumente, darunter einen Schaltplan, heruntergeladen und bei OpenAI verwendet zu haben.
- Apple beschuldigt Tang Tan, interne Projektcodenamen verwendet zu haben, um Bewerber zu befragen, und ehemalige Apple-Mitarbeiter angeleitet zu haben, Sicherheitsverfahren zu umgehen.
- OpenAI hat einen Antrag auf Abweisung der Klage gestellt und sich gegen beschleunigte Discovery und eine einstweilige Verfügung gewehrt.
OpenAI: Apples eigene Sicherheitspraktiken sind schuld
OpenAI weist Apples Vorwürfe des Geheimnisdiebstahls zurück und macht Apple selbst für die Probleme verantwortlich. Noch immer geht es darum, ob Apples Klage vor einem Gericht in Kalifornien überhaupt zugelassen werden soll. In einer Erwiderung der OpenAI-Anwälte aus dieser Woche, über die Reuters berichtet, heißt es, der Disput sei „ein Schlamassel, das Apple selbst zu verantworten hat“; Apple gebe „nun allen anderen die Schuld“. Die Anwälte begründen dies mit Apples eigenen Sicherheitspraktiken beim Ausscheiden von Mitarbeitern: Apple begleite kündigende Mitarbeiter sofort aus dem Gebäude, ohne ihnen Gelegenheit zu geben, Firmengeräte zurückzugeben oder interne Dateien an die Firma zu übertragen. Auch für eine Übergabe der Verantwortlichkeiten bleibe keine Zeit. Der verklagte Ingenieur Chang Liu habe nach seinem Abgang nur deshalb auf Apple-Dokumente zugegriffen, um ehemaligen Kollegen zu helfen, die Fragen gehabt und Dateien gesucht hätten; Apple-Mitarbeiter hätten ihn nach seiner Kündigung mehrfach kontaktiert und um Hilfe gebeten. Der Hardware-Manager Tang Yew Tan habe alle Apple-Prototypen zurückgegeben und nur nicht geheime Materialien behalten. OpenAI bestreitet den Diebstahl und sieht die Verantwortung bei Apple.
Klage wegen Geheimnisdiebstahls: Vorwürfe gegen Liu und Tan
Apple hat am 10. Juli 2026 beim U.S. District Court for the Northern District of California Klage eingereicht (Aktenzeichen 5:26-cv-07078). Die Klage umfasst Vorwürfe des Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen und Vertragsbruch. Konkret wirft Apple dem ehemaligen Ingenieur Chang Liu vor, einen vertraulichen Apple-Schaltplan heruntergeladen und bei seiner Arbeit bei OpenAI verwendet zu haben. Liu soll einen seltenen Authentifizierungsfehler ausgenutzt haben, um Wochen nach seinem Wechsel auf Apples Netzwerkspeicher zuzugreifen und Dutzende vertrauliche Dateien herunterzuladen, darunter eine Präsentation zur Herstellung und zum Test von Hauptplatinen. Dem Hardware-Manager Tang Yew Tan wird vorgeworfen, interne Projektcodenamen genutzt zu haben, um Bewerber zu befragen, und ehemalige Apple-Mitarbeiter angeleitet zu haben, Sicherheitsverfahren zu umgehen; zudem soll er Bewerber gebeten haben, Apple-Hardwarekomponenten zu Vorstellungsgesprächen mitzubringen. Apple beantragt eine einstweilige Verfügung und wirft OpenAI vor, aktiv Beweise zu vernichten; OpenAI hat einen Antrag auf Abweisung gestellt und widerspricht Apples Antrag auf beschleunigte Discovery.
OpenAIs Hardware-Pläne: 400 Ex-Apple-Mitarbeiter und io-Products-Übernahme
OpenAI beschäftigt nach Apples Angaben mehr als 400 ehemalige Apple-Mitarbeiter und hat das von Jony Ive gegründete Hardware-Startup io Products für 6,5 Milliarden Dollar übernommen. Die Übernahme erfolgte im vergangenen Jahr. OpenAI betont (Herstellerangabe), es baue „etwas völlig Neues und Anderes als alles bei Apple“ und habe kein Interesse an Apples vertraulichem Material.

