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Tech-Milliardäre weiten KI-Lobbying massiv aus

Andreessen Horowitz und andere Tech-Milliardäre üben über Lobbying, Super-PACs und direkte Kontakte Einfluss auf KI-Regulierungen in den USA und der EU aus; der Artikel von golem.de berichtet darüber, wobei a16z als zentraler Akteur hervortritt.

· Veröffentlicht: 17.09.2026 ·1 Min Lesezeit
Tech-Milliardäre weiten KI-Lobbying massiv ausMit KI erstellt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Andreessen Horowitz hat im laufenden Jahr 1,49 Mio. USD für Bundes-Lobbying ausgegeben, nach 1,8 Mio. USD 2024 und 950.000 USD 2023.
  • a16z gibt damit mehr für Lobbying aus als der Branchenverband NVCA (1,40 Mio. USD) und deutlich mehr als Sequoia Capital (120.000 USD) und General Catalyst (500.000 USD).
  • Ein neuer Super-PAC 'Leading the Future' wird von Marc Andreessen, Ben Horowitz, Greg Brockman u.a. mit 50 Mio. USD unterstützt und plant Ausgaben bis zu 125 Mio. USD für KI-freundliche Kandidaten.
  • Der Super-PAC setzt auf Wahlkampfhilfe, die KI nicht erwähnt, sondern Themen wie Wirtschaft und Einwanderung anspricht.
  • Das EU-KI-Gesetz (AI Act) wurde vor über einem Jahr verabschiedet; die Regeln für General-Purpose-AI-Modelle treten im August in Kraft.
  • EU-Abgeordnete, die das AI Act mitgestaltet haben, warnen in einem Brief an Henna Virkkunen, dass der dritte Entwurf des Code of Practice verbindliche Pflichten als 'freiwillig' darstellt.

a16z überholt Branchenverband bei Lobbying-Ausgaben

Andreessen Horowitz hat im laufenden Jahr 1,49 Millionen US-Dollar für Bundes-Lobbying ausgegeben und liegt damit knapp vor dem Branchenverband NVCA mit 1,40 Millionen Dollar. Sequoia Capital meldet 120.000 Dollar, General Catalyst 500.000 Dollar. Zusätzlich unterstützen Marc Andreessen, Ben Horowitz und Greg Brockman den neuen Super-PAC „Leading the Future“ mit 50 Millionen Dollar Startkapital; geplant sind bis zu 125 Millionen Dollar für KI-freundliche Kandidaten. Die Kampagnen erwähnen KI bewusst nicht, sondern setzen auf Themen wie Wirtschaft und Einwanderung – eine Strategie, die sich 2024 bei Krypto-Befürwortern bewährt hat: Man spricht über das, was Wähler bewegt, nicht über die Industrie und ihre Kontroversen.

EU-Abgeordnete warnen vor US-Lobbying gegen AI Act

Angesichts des Drucks aus den USA warnen EU-Abgeordnete in einem Brief an Kommissarin Henna Virkkunen, dass der dritte Entwurf des Code of Practice verbindliche Pflichten als „freiwillig“ darstellt. Sie sehen darin eine gefährliche Verwässerung, weil die Tests von KI-Modellen auf Risiken wie Diskriminierung und Desinformation dann nicht mehr verpflichtend wären; dies könnte nach Ansicht der Abgeordneten die Manipulation von Wahlen und Störungen der EU-Wirtschaft zur Folge haben. Laut Corporate Europe Observatory haben Big-Tech-Lobbyisten, insbesondere Google und Microsoft, die EU-Regulierung von General Purpose AI beeinflusst.

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Manuel Peter
Redaktion · KI-Regulierung & Recht

Manuel Peter verfolgt für KI Spotlight die rechtlichen und regulatorischen Entwicklungen rund um künstliche Intelligenz: den EU AI Act, Datenschutz, Haftungsfragen und Governance. Er ordnet ein, was neue Vorgaben konkret bedeuten – ersetzt aber keine individuelle Rechtsberatung.

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