Kirchheim übernimmt Führungsrolle am Lamarr Institute
Expertin für KI-basierte autonome Systeme und Planung wird Vorstandsmitglied
Mit KI erstellt◆ Fakten auf einen Blick
- Alice Kirchheim übernimmt eine Führungsrolle am Lamarr Institute.
- Sie bringt Expertise in KI-basierten autonomen Systemen und KI-unterstützter Planung ein.
- Seit 2024 leitet sie das Fraunhofer IML und hat den Lehrstuhl für Förder- und Lagerwesen an der TU Dortmund.
- Am Lamarr Institute ist sie bereits Area Chair für den Forschungsbereich Planning & Logistics.
- Das Lamarr Institute ist ein KI-Kompetenzzentrum mit Standorten Dortmund, Bonn und Sankt Augustin, getragen von TU Dortmund, Universität Bonn, Fraunhofer IAIS und Fraunhofer IML.
- Es wird dauerhaft vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) und dem Land NRW gefördert.
Kirchheim übernimmt Führungsrolle am Lamarr Institute
Alice Kirchheim übernimmt eine Führungsrolle am Lamarr Institute for Machine Learning and Artificial Intelligence. Wie das Institut mitteilt, wird die Professorin in den Vorstand berufen. Sie bringt Expertise in KI-basierten autonomen Systemen und KI-unterstützter Planung ein. Diese Expertise gründet auf ihrer akademischen Laufbahn, die Informatik-Ingenieurwesen, technische Logistik und industrielle Praxis verbindet: Sie promovierte über Verfahren zur automatischen Erkennung sackförmiger Stückgüter für die Entladung, arbeitete als Intralogistik-Beraterin und bei Unternehmen wie STILL und Dematic und forschte an kognitiven Logistiksystemen in EU-Projekten. Kirchheims Forschung befasst sich damit, wie künstliche Intelligenz die Planung und Steuerung komplexer Intralogistiksysteme unterstützen kann. Lager, Produktionsumgebungen und Lieferketten sind anspruchsvolle Umgebungen, in denen KI-Methoden ihre Zuverlässigkeit, Ressourceneffizienz und Anpassungsfähigkeit unter Beweis stellen müssen. Am Lamarr Institute ist Kirchheim bereits Area Chair für den Forschungsbereich Planning & Logistics. In ihrer neuen Rolle wird sie nach Angaben des Instituts gemeinsam mit Jakob Rehof, Christian Bauckhage und Stefan Wrobel die Verbindung zwischen wissenschaftlicher Forschung und Anforderungen der industriellen Praxis stärken. Kirchheim betont, dass am Lamarr Institute neue KI-Methoden eng mit den Anforderungen komplexer Logistiksysteme verknüpft werden können und dieser Austausch wissenschaftlich fundierte Forschungsfragen und Lösungen hervorbringt, die unter realen Bedingungen getestet werden können.
Kirchheims Doppelrolle an Fraunhofer IML und TU Dortmund sowie das Lamarr Institute als dauerhaft gefördertes KI-Zentrum
Kirchheim leitet seit dem 1. April 2024 das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML und hat den Lehrstuhl für Förder- und Lagerwesen an der TU Dortmund inne, als Nachfolgerin von Michael ten Hompel. Am Lamarr Institute verantwortet sie bereits als Area Chair den Forschungsbereich Planning & Logistics. Ihre Forschung untersucht, wie KI-gestützte Planung und Steuerung komplexer Intralogistiksysteme gelingt. Das Lamarr Institute ist ein KI-Kompetenzzentrum mit Standorten in Dortmund, Bonn und Sankt Augustin. Getragen wird es von der TU Dortmund, der Universität Bonn, dem Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS und dem Fraunhofer IML. Es erforscht und entwickelt leistungsfähige, vertrauenswürdige und ressourceneffiziente Künstliche Intelligenz. Die Forschung des Instituts basiert auf dem Paradigma der „Triangular AI“, bei der KI nicht nur aus Daten lernt, sondern zusätzlich Expertenwissen und Kontextinformationen einbezieht. Konkrete Anwendungsfelder sind die digitale Transformation der industriellen Produktion, Umwelt- und Klimaschutz sowie Medizin. Das Institut wird dauerhaft vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) und dem Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Die institutionelle Förderung folgte auf eine erfolgreiche Evaluierung durch ein internationales Expertengremium; zuvor war das Zentrum als Kompetenzzentrum Machine Learning Rhein-Ruhr (ML2R) befristet gefördert worden. Diese dauerhafte Förderung und die Bündelung universitärer und außeruniversitärer Forschung schaffen eine verlässliche Grundlage für langfristige KI-Forschung und stärken die Region als Standort für Wissenschaft und Technologietransfer, indem sie Fachkräfte anzieht und Unternehmen den Zugang zu neuesten KI-Erkenntnissen ermöglicht.



