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Suleyman: Microsofts MAI-Base-2 schlägt das Basismodell hinter GPT-5.6 Sol

Microsoft-AI-Chef sagt, das neue Basismodell brauche nur ein Viertel der Rechenleistung von OpenAI. Belege für den OpenAI-Vergleich legt Microsoft nicht vor.

· Veröffentlicht: 16.10.2026 ·2 Min Lesezeit
Suleyman: Microsofts MAI-Base-2 schlägt das Basismodell hinter GPT-5.6 SolMit KI erstellt
Inhalt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Microsoft schloss das Pre-Training von MAI-Base-2 laut eigenen Angaben am 15.10.2026 ab.
  • MAI-Base-2 ist ein Mixture-of-Experts-Modell mit 2,8 Billionen Gesamt- und 80 Milliarden aktiven Parametern.
  • Das Modell wurde auf 16.000 GB200-GPUs über 38 Tage trainiert.
  • Es ist ein Basismodell im Post-Training; Veröffentlichungstermin und API-Preis sind nicht genannt.
  • Microsoft schätzt die Recheneffizienz 4,2- bis 12,3-mal höher als bei DeepSeek-V4-Pro-Base ein (Eigenangabe).

Suleyman: Microsofts Basismodell schlägt das hinter GPT-5.6 Sol – mit einem Viertel der Rechenleistung

Mustafa Suleyman, Chef von Microsoft AI, hat laut Business Insider in einer internen Betriebsversammlung am Donnerstag gesagt, das neue Basismodell MAI-Base-2 sei stärker als das Modell, das GPT-5.6 Sol antreibt. „Wir haben jetzt ein stärkeres vortrainiertes Basismodell als das Modell, das derzeit GPT 5.6 Sol antreibt“, sagte er. „Und tatsächlich haben wir ein Viertel der Rechenleistung verwendet, die OpenAI zum Training seines Modells einsetzte.“ Das Zitat steht im Kern gleichlautend in mehreren Fassungen des Berichts.

Nach Suleymans Worten hat Microsoft das Modell privat gegen OpenAI-Modelle getestet, darunter das intern „Spud“ genannte, das GPT-5.6 antreibt. Bei Tests, die messen, wie gut eine KI Muster in Informationen erfasst und vorhersagt, habe Microsofts Modell besser abgeschnitten. Die Vergleiche stützen sich auf technische Informationen, über die Microsoft zu OpenAIs Modellen verfügt. Außerdem sagte Suleyman, MAI-Base-2 brauche „z. B. 12-mal weniger“ Rechenleistung als DeepSeek, ohne ein Modell zu nennen. Mehrere Medien haben die Aussage übernommen, darunter Hyper.ai und Startup Fortune, das TechCrunch als Quelle angibt.

Was Microsoft zu MAI-Base-2 selbst veröffentlicht hat – und was für den OpenAI-Vergleich fehlt

Microsoft hat nach eigenen Angaben am 15. Oktober 2026 das Pre-Training von MAI-Base-2 abgeschlossen. Es ist ein Mixture-of-Experts-Modell mit 2,8 Billionen Gesamtparametern; pro Token sind davon 80 Milliarden aktiv. Trainiert wurde auf 16.000 GB200-GPUs über 38 Tage, bei 21 Prozent durchschnittlicher Auslastung und 89 Prozent Goodput.

Die öffentlichen Vergleiche beziehen sich auf Open-Weight-Modelle. Laut den Lab Notes übertrifft MAI-Base-2 jedes getestete Open-Weight-Modell auf zurückgehaltenen Evaluierungen. Das eigene Rezept schätzt Microsoft als 4,2- bis 12,3-mal recheneffizienter ein als DeepSeek-V4-Pro-Base. Das sind Eigenzahlen ohne unabhängige Replikation.

Für den Vergleich mit OpenAI nennt Microsoft öffentlich weder Benchmarks noch eine Methode. Auch die Quelle für die Schätzung von OpenAIs Trainingsaufwand bleibt offen. OpenAI nennt für GPT-5.6 Sol bislang nur Zahlen zum fertigen, nachtrainierten Modell, etwa 53,6 Punkte bei Agents’ Last Exam, nicht aber zum Basismodell oder zum Trainingsaufwand. Suleymans Aussage ist damit weder bestätigt noch widerlegt.

Noch kein Produkt: Post-Training läuft, Microsoft und OpenAI äußern sich nicht

MAI-Base-2 ist ein Basismodell, kein Produkt. Es befindet sich im Post-Training. Microsoft nennt weder Veröffentlichungstermin noch API-Preis und legt keine Agent-Benchmarks vor. Nach Unternehmensangaben wurde das Modell mit organischen Daten ohne Distillation aus anderen Modellen trainiert. Deshalb könne es die Gewichte über Foundry an vertrauenswürdige Partner lizenzieren.

Microsoft lehnte eine Stellungnahme zu Suleymans Aussagen ab. OpenAI reagierte am Donnerstag nicht auf die Anfrage. Business Insider verweist auf den Hintergrund: Microsoft hält an OpenAI eine Beteiligung, die vermutlich über 100 Milliarden US-Dollar wert ist, und verkauft dessen Modelle an Azure-Kunden. Das Verhältnis sei seit etwa einem Jahr schwieriger geworden. Microsoft stelle sich breiter auf, auch mit eigenen Modellen. GPT-5.6 ist bei OpenAI bislang nur in einer begrenzten Vorschau verfügbar.

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Andreas Rüdiger
Herausgeber & Redaktionsleitung · KI-Modelle, Technik & Business

Andreas Rüdiger ist Gründer der Agentur INREMA und verantwortet KI Spotlight redaktionell. Sein Schwerpunkt liegt auf KI-Modellen, Recheninfrastruktur, technischen Entwicklungen und der wirtschaftlichen Einordnung. Er sorgt dafür, dass komplexe KI-Themen verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden. Mehr zu ihm auf inrema.de und andiger.de.

Quellen

  1. hyper.ai ↗

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