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Replit macht ChatGPT zum Standard, Anthropic-Modelle bleiben wählbar

Der CEO hatte das Ende der Zusammenarbeit mit Anthropic verkündet und stellte danach klar: Kunden können Claude weiter wählen. Ein Insider widerspricht, ein Leistungsvorsprung ist nicht belegt.

· Veröffentlicht: 20.10.2026 ·2 Min Lesezeit
Replit macht ChatGPT zum Standard, Anthropic-Modelle bleiben wählbarMit KI erstellt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Masad sagte auf der TechCrunch-Disrupt-Bühne, Replit arbeite nicht mehr mit Anthropic.
  • Als Gründe nannte Masad Kosten, Partnerschaft und Leistung.
  • Nach dem Auftritt bleiben Anthropic-Modelle für Kunden nutzbar; ChatGPT wird Standard.
  • Replit hatte im August eine Partnerschaft mit OpenAI angekündigt.
  • In den von runtimewire zitierten Unterlagen fehlen veröffentlichte Benchmark-Ergebnisse.

Replit macht ChatGPT zum Standard, Anthropic-Modelle bleiben wählbar

Update zu unserer früheren Meldung: Replit-CEO Amjad Masad hat seine frühere Aussage eingeschränkt. Auf der Bühne von TechCrunch Disrupt hatte er gesagt, die Coding-Plattform arbeite nicht mehr mit Anthropic zusammen. Danach stellte Masad klar: Kunden können Anthropic-Modelle weiterhin auswählen. Der Standard ist nun jedoch ChatGPT von OpenAI.

Als Gründe nannte Masad Kosten, Partnerschaft und Leistung. „I think ChatGPT is better now“, sagte er. Die Entscheidung stütze sich auf alle drei Punkte: „we just felt like they were a better partner for now“.

TechCrunch folgert, der Schritt könne Replits Ausgaben bei Anthropic deutlich senken. Die meisten Kunden blieben beim voreingestellten Modell, statt selbst eines zu wählen. Das ist eine Einschätzung des Mediums, keine Angabe von Replit.

Replit hatte im August eine Partnerschaft mit OpenAI angekündigt. Einen Hinweis darauf, dass die Zusammenarbeit mit Anthropic enden könnte, gab es damals nicht. Zuvor lief die Plattform auf Claude-Modellen von Anthropic. Zum Datum des Auftritts widersprechen sich die Quellen. TechCrunch nennt Donnerstag, andere Berichte nennen den 16. oder den 17. Oktober.

Leistungsvorsprung von OpenAI bleibt Herstellerangabe, Streit um das Ende der Partnerschaft ungeklärt

Masad behauptet, die Modelle „Sol“ und „Astra“ schnitten beim Bau von Vibe-Coding-Anwendungen von Grund auf „consistently“ besser ab. Das ist eine Herstellerangabe. Er verwies auf einen internen und einen öffentlichen Benchmark. Nach den zitierten Unterlagen hat Replit die Ergebnisse jedoch nicht veröffentlicht. Testaufbau, Modellversionen und Vergleichsbedingungen sind unklar.

Ein anonymer Insider widerspricht und sagt, die Partnerschaft mit Anthropic bestehe fort. Das ist unbestätigt. Replits technischer Bericht vom 29. September beschreibt Produktionstests mit Claude Fable 5 im August und mit Claude Fable 5.1 neben GPT-6 Astra im September. Im Juni startete zudem eine Replit-Integration innerhalb von Claude. Diese belegt Anthropic-Modelle im Agent-Umfeld. Über die aktuellen Vertragsbedingungen sagt sie nichts.

Der Widerspruch beruht vermutlich auf einem unterschiedlichen Begriffsverständnis. Masads „nicht mehr zusammenarbeiten“ könnte sich auf den Wechsel des Standardmodells beziehen, nicht auf ein Ende jeder Verfügbarkeit. Das ist Interpretation, kein belegter Vertragsstatus. Replit hat nicht klargestellt, ob die Beziehung formell endet oder umgebaut wird.

Für Nutzer gilt nach derzeitigem Stand: Die Modelle bleiben wählbar, der Standard wechselt. Auswirkungen auf Qualität oder Preis sind nicht belegt. Abweichende Zahlen und Zuschreibungen aus einer chinesischsprachigen Einzelquelle sind hier nicht berücksichtigt. Sie treten ohne Beleg auf und widersprechen den übrigen Berichten.

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Andreas Rüdiger
Herausgeber & Redaktionsleitung · KI-Modelle, Technik & Business

Andreas Rüdiger ist Gründer der Agentur INREMA und verantwortet KI Spotlight redaktionell. Sein Schwerpunkt liegt auf KI-Modellen, Recheninfrastruktur, technischen Entwicklungen und der wirtschaftlichen Einordnung. Er sorgt dafür, dass komplexe KI-Themen verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden. Mehr zu ihm auf inrema.de und andiger.de.

Quellen

  1. hyper.ai ↗

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