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Laut Umfrage nutzen 53 Prozent KI-Baukästen, Webdesign-Ausschreibungen sinken um 59 Prozent

Eine Bluehost-Umfrage und Freelancer.com-Daten, wie Zweitberichte sie wiedergeben, fallen zeitlich zusammen. Ein Kausalnachweis fehlt, die Originalquellen liegen nicht vor.

· Veröffentlicht: 20.10.2026 ·2 Min Lesezeit
Laut Umfrage nutzen 53 Prozent KI-Baukästen, Webdesign-Ausschreibungen sinken um 59 ProzentMit KI erstellt
◆ Fakten auf einen Blick
  • 53 % der befragten US-Unternehmer nutzen KI-Website-Baukästen statt professioneller Entwickler.
  • 85 % der KI-Nutzer sagen, ihre Website wäre ohne die Technologie anders gebaut worden.
  • Durchschnittlich 850 US-Dollar und rund 32 Arbeitsstunden gespart.
  • Zufriedenheit: 72 % völlig zufrieden, 97 % mindestens mäßig zufrieden.
  • Nur 9 % veröffentlichen KI-Ergebnisse unverändert.

Laut einer Umfrage, die Bluehost in Auftrag gegeben hat, nutzen 53 Prozent der befragten US-Unternehmer (201 Personen) KI-Website-Baukästen. Sie greifen damit nicht auf professionelle Entwickler zurück. Parallel sind die Webdesign-Ausschreibungen laut historischen Freelancer.com-Daten zwischen dem zweiten Quartal 2024 und dem dritten Quartal 2026 um 59 Prozent gesunken. Der Bericht meldet auch Rückgänge in verwandten Kategorien: PHP um 59 Prozent, WordPress um 58 Prozent, HTML-Programmierung um 55 Prozent.

Die Zweitberichte stellen beide Zahlen nebeneinander. Von einem zeitlichen Zusammentreffen ist die Rede, ein Beleg für einen ursächlichen Zusammenhang fehlt. Beide Angaben stammen aus Sekundärquellen. Weder die Bluehost-Studie noch die Originaldaten von Freelancer.com liegen vor.

Nach dieser Darstellung träfe es vor allem Freelancer und kleine Agenturen, die Routinearbeiten anbieten: statische Seiten, WordPress-Projekte, HTML- und PHP-Arbeiten.

Was die Umfrage sonst berichtet

Die folgenden Zahlen sind Herstellerangaben aus der Bluehost-Umfrage, so wie die Zweitberichte sie wiedergeben. Demnach sagen 85 Prozent der KI-Nutzer, ihre Website wäre ohne die Technologie anders gebaut worden. Im Durchschnitt hätten sie gegenüber einem Auftrag an Entwickler oder Agenturen 850 US-Dollar und rund 32 Arbeitsstunden gespart.

72 Prozent der Befragten geben an, völlig zufrieden zu sein. 97 Prozent zeigen sich zumindest mäßig zufrieden. Nur 9 Prozent veröffentlichen KI-Ergebnisse unverändert. Für Hosting und Domain-Einrichtung halten 21 Prozent KI für eine geeignete Aufgabe.

Warum die Zahlen keinen Zusammenhang belegen

Den Auftrag für die Umfrage hat ein Hosting-Anbieter erteilt. Mit 201 Befragten ist die Stichprobe klein und auf die USA begrenzt. Fragebogen, Methodik, Befragungszeitraum und die Definition von „nutzen statt Entwickler“ sind nicht einsehbar. Das gilt ebenso für die Originaldaten von Freelancer.com. Alle Zahlen stammen aus Zweitberichten.

Die Berichte sprechen von zeitlichem Zusammentreffen, nicht von Ursache. Ausschreibungen können aus anderen Gründen zurückgehen. Das Material sagt dazu nichts.

WebProNews zufolge müssten sich Freelancer auf komplexere Aufgaben wie Integration und Prüfung verlagern. Ob das geschieht, ist nicht belegt.

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Andreas Rüdiger
Herausgeber & Redaktionsleitung · KI-Modelle, Technik & Business

Andreas Rüdiger ist Gründer der Agentur INREMA und verantwortet KI Spotlight redaktionell. Sein Schwerpunkt liegt auf KI-Modellen, Recheninfrastruktur, technischen Entwicklungen und der wirtschaftlichen Einordnung. Er sorgt dafür, dass komplexe KI-Themen verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden. Mehr zu ihm auf inrema.de und andiger.de.

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