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Google Cloud nimmt GPT-6-Modelle und Codex in den Model Garden auf

Die Modelle gibt es zunächst nur im nicht öffentlichen Preview. Die Exklusivität von Azure endete schon im April.

· Veröffentlicht: 22.10.2026 ·3 Min Lesezeit
Google Cloud nimmt GPT-6-Modelle und Codex in den Model Garden aufMit KI erstellt
Inhalt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Google Cloud und OpenAI kündigten am 21. Oktober 2026 OpenAI-Modelle im Google-Cloud-Model-Garden an.
  • Die drei Modelle sind GPT-6 Astra, GPT-6.1 Sol und GPT-6 Luna.
  • Die Modelle werden über den Google Cloud Marketplace erworben und auf der einheitlichen Google-Cloud-Rechnung abgerechnet.
  • Ein nicht öffentlicher Preview für einige Unternehmenskunden läuft bereits; allgemeine Verfügbarkeit ist für die nächsten Wochen genannt.
  • Zero Data Retention und Confidential Compute sind noch nicht verfügbar, sondern angekündigt.

Google Cloud nimmt GPT-6 Astra, Sol und Luna in den Model Garden auf

Google Cloud und OpenAI haben am 21. Oktober 2026 angekündigt, dass die Modelle GPT-6 Astra, GPT-6.1 Sol und GPT-6 Luna sowie Codex-Workflows über den Model Garden von Google Cloud nutzbar werden. Beide Unternehmen haben dazu eigene Beiträge veröffentlicht.

Die Einordnung der Modelle stammt von Google Cloud, nicht aus einem unabhängigen Vergleich. Demnach eignet sich Astra für anspruchsvolle Aufgaben wie Programmierung, Computer Use, Fachaufgaben und Wissenschaft. Sol soll Astra-Niveau zu niedrigeren Kosten liefern. Luna beschreibt der Anbieter als schnelles, günstiges Modell für Alltagsaufgaben im großen Maßstab. Unabhängige Benchmarks, Latenzmessungen oder Preise für den Bezug über Google Cloud nennt die Ankündigung nach den vorliegenden Berichten nicht. Welches Modell für welchen Zweck das beste oder günstigste ist, lässt sich daraus nicht ableiten.

Abrechnung über den Marketplace, Preview für Unternehmenskunden, offene Datenschutzfunktionen

Die Modelle werden über den Google Cloud Marketplace bezogen. Die Nutzung erscheint auf der einheitlichen Google-Cloud-Rechnung und lässt sich auf bestehende Cloud-Commitments sowie auf die Flexible Savings Plans anrechnen. Einen separaten Vertrag mit einem weiteren Anbieter brauchen Kunden deshalb nicht.

Bislang gibt es nur ein nicht öffentliches Preview für einige Unternehmenskunden. OpenAI nennt für die nächsten Wochen die allgemeine Verfügbarkeit. Die Aufnahme in Googles Entwicklungsumgebung Antigravity ist für später geplant, Details dazu fehlen. Preview-Kunden können die Modelle per API nutzen und die lokale Codex CLI oder Codex Desktop mit der Google-Plattform verbinden. Die Inferenz läuft dann auf Google Cloud.

Bei den Datenzusagen stützt sich die Meldung auf Angaben von Google Cloud. Prompts, Kontext und Ausgaben bleiben demnach in den festgelegten Datengrenzen und fließen nicht ins Training von Basismodellen. Die Modelle laufen auf dedizierter Google-Cloud-Infrastruktur; hinzu kommen Zugriffskontrolle, Audit-Logs, Identitätsverwaltung und VPC Service Controls. Zero Data Retention und Confidential Compute sind dagegen nur angekündigt und noch nicht verfügbar. Für Kunden mit strengen Compliance-Vorgaben wiegt das schwer, denn die Zusagen lassen sich damit nur teilweise nutzen.

Google Cloud bezeichnet sich außerdem als einzigen Hyperscaler, der drei führende Closed-Source-Sprachmodelle und mehr als 200 weitere Modelle auf einer Plattform anbietet. Das ist eine Herstellerangabe. Prüfen ließe sie sich nur durch einen Vergleich der Kataloge von AWS Bedrock, Azure Foundry und Model Garden.

Azure hat die Exklusivität schon im April verloren, Google ist nicht der erste Hyperscaler neben Azure

Die Darstellung, erst die Google-Ankündigung beende die Hyperscaler-Exklusivität, ist überholt. Am 27. April 2026 änderten Microsoft und OpenAI ihre Partnerschaft. Microsofts exklusives Recht, OpenAI-Modelle zu hosten und weiterzuverkaufen, entfiel, insbesondere beim zustandslosen API-Zugang. Microsofts Lizenz wurde nicht exklusiv und läuft bis 2032. Ab dem 28. April waren OpenAI-Modelle bei AWS Bedrock in begrenzter Vorschau verfügbar. Amazon hatte laut den Quellen im Februar 2026 50 Milliarden US-Dollar in OpenAI investiert.

Google Cloud ist damit nicht der erste Hyperscaler neben Azure. Ein Microsoft-Beitrag betont dagegen, die Konditionen blieben unverändert. Sein Datum geht aus dem Material nicht hervor; er scheint älter zu sein.

Ein Archivartikel behandelt dasselbe Ereignis. Da nur sein Titel vorlag, ließ er sich nicht abgleichen.

A
Andreas Rüdiger
Herausgeber & Redaktionsleitung · KI-Modelle, Technik & Business

Andreas Rüdiger ist Gründer der Agentur INREMA und verantwortet KI Spotlight redaktionell. Sein Schwerpunkt liegt auf KI-Modellen, Recheninfrastruktur, technischen Entwicklungen und der wirtschaftlichen Einordnung. Er sorgt dafür, dass komplexe KI-Themen verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden. Mehr zu ihm auf inrema.de und andiger.de.

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