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Madry kehrt laut Berichten zu OpenAI zurück

Der frühere Preparedness-Chef will mit Chefwissenschaftler Pachocki an KI-Sicherheit arbeiten – während der Umbau der Sicherheitsteams umstritten bleibt

· Veröffentlicht: 23.10.2026 ·2 Min Lesezeit
Madry kehrt laut Berichten zu OpenAI zurückMit KI erstellt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Aleksander Madry, früherer Leiter des Preparedness-Teams, kehrt laut Berichten zu OpenAI zurück.
  • Die Rückkehr erfolgt rund fünf Monate nach seinem Abgang im Mai 2026.
  • Laut Meldung vom 19. Oktober 2026 kündigte Madry die Rückkehr in einem X-Post an.
  • Madry soll mit Chefwissenschaftler Jakub Pachocki Fragen zu Tempo und Folgen des KI-Fortschritts bearbeiten.
  • Die Angaben stammen aus Sekundärberichten, die offizielle OpenAI-Ankündigung liegt nicht vor.

Madry kehrt fünf Monate nach seinem Abgang zurück

Aleksander Madry kehrt nach rund fünf Monaten zu OpenAI zurück. Die Angaben stützen sich auf Berichte über einen X-Post Madrys (Meldung vom 19. Oktober 2026). Demnach soll er gemeinsam mit Chefwissenschaftler Jakub Pachocki an KI-Sicherheit und -Schutz arbeiten.

Pachocki schrieb auf X, er habe Madry zurückgebeten. Madry solle Fragen zu Tempo und Folgen des KI-Fortschritts bearbeiten und klären, wie diese Fragen OpenAIs Strategie beeinflussen sollten. Sam Altman begrüßte die Entscheidung öffentlich. Er verwies auf die großen Sicherheitsherausforderungen auf dem Weg zur Superintelligenz.

Madry leitete zuvor das Preparedness-Team, das katastrophale Risiken von Spitzenmodellen verfolgen und bewerten sollte. Laut einem früheren CNBC-Bericht wurde er aus dieser Aufgabe gelöst und auf KI-Reasoning umgesetzt. Im Mai 2026 verließ Madry das Unternehmen. Nach eigener Darstellung wollte er an der Schnittstelle von KI und Wirtschaft etwas aufbauen.

Die Rückkehr beschreibt er nun anders: Der Abgang habe sich am Ende „eher wie ein Sabbatical" angefühlt. Die damalige Begründung und diese Lesart passen nur bedingt zusammen. Beide stammen von Madry selbst. Zur Rückkehr sagt er, die KI sei in ein anderes Fortschrittsregime eingetreten. Dort müsse der Umgang mit Sicherheitsrisiken zur zentralen Priorität werden.

Einordnung: Alle Angaben stammen aus Sekundärberichten über X-Posts von Madry, Pachocki und Altman. Eine offizielle OpenAI-Ankündigung liegt nicht vor. Nicht belegt sind außerdem ein formeller Titel, eine Berichtslinie und die konkrete Zuständigkeit. Unklar ist, ob Madry für Preparedness, Agentenüberwachung oder Cyberabwehr verantwortlich sein wird.

Rückkehr trifft auf umstrittenen Umbau der Sicherheitsteams

Die Rückkehr fällt in eine Phase, in der sich die Darstellungen zur Sicherheitsorganisation von OpenAI widersprechen. Die Financial Times berichtete, das Preparedness-Team sei Ende Juli 2026 aufgelöst worden. Die Aufgaben seien nach Themen wie Bio und Cyber auf bestehende Teams verteilt worden. Laut TNW hat die FT den Bericht nicht zurückgezogen.

Ein OpenAI-Sprecher widerspricht gegenüber TNW und SOFX. Das Team sei nicht aufgelöst worden. Starke Forschungsleiter für Cybersicherheit, Bio/Chemie und KI-Selbstverbesserung berichteten an Saachi Jain, Head of Safety. Unstrittig ist laut TNW, dass die Verantwortung für Bereiche wie Bio und Cyber bei Senior-Mitarbeitenden bestehender Teams liegt. Strittig ist die Bewertung: Auflösung oder Fortbestand mit neuer Berichtslinie.

Dylan Scandinaro kam im Februar von Anthropic und leitete zuletzt Preparedness. Nach Berichten konzentriert er sich nun auf rekursiv selbstverbessernde KI. Ein Wired-Bericht nennt zudem Mia Glaese als VP of Research and Safety. Jain, Interim Head of Safety Systems, berichtet an Glaese.

Offen bleibt, wie sich Madrys Rolle zu Jain, Glaese und Scandinaro verhält. Ebenso offen ist, ob die Rückkehr organisatorisch Substanz hat oder vor allem ein Signal setzt.

A
Andreas Rüdiger
Herausgeber & Redaktionsleitung · KI-Modelle, Technik & Business

Andreas Rüdiger ist Gründer der Agentur INREMA und verantwortet KI Spotlight redaktionell. Sein Schwerpunkt liegt auf KI-Modellen, Recheninfrastruktur, technischen Entwicklungen und der wirtschaftlichen Einordnung. Er sorgt dafür, dass komplexe KI-Themen verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden. Mehr zu ihm auf inrema.de und andiger.de.

Quellen

  1. openai.com ↗

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