Forenbeitrag regt eigenes OpenAI-Produkt für Konversationswerbung an
Der Vorschlag stammt von einem Nutzer, nicht von OpenAI. ChatGPT Ads läuft bereits in der Beta. Die Trennung von Anzeigen und Antworten ist bislang eine Herstellerzusage.
Mit KI erstelltInhalt
◆ Fakten auf einen Blick
- ChatGPT Ads befindet sich in der Beta und in einer frühen Skalierungsphase.
- Nach einem fokussierten Pilot von Februar bis April erweitert OpenAI den Zugang per Self-Serve-Onboarding.
- Der Ads Manager Beta unterstützt Kampagnenerstellung, Abrechnung, Zugriffsverwaltung und Reporting sowie Conversion-Messung und CPC-Gebote.
- OpenAI bietet Werbetreibenden ein Measurement Pixel (JavaScript), eine Conversions API und eine Advertiser API an.
- Auf ads.openai.com läuft ein Einführungsangebot: 500 € Werbeguthaben bei 500 € Ausgaben, bis 31. Dezember.
Forenbeitrag regt eigenes OpenAI-Produkt für Konversationswerbung an
Im OpenAI-Community-Forum fragt ein Nutzer, ob Konversationswerbung ein eigenes Produkt bekommen sollte. Sein Gedankenspiel: ein kommerzieller Entdeckungsassistent, den Menschen gezielt aufsuchen, um Produkte und Dienste zu vergleichen. Gesponserte Ergebnisse wären darin klar gekennzeichnet. Der Beitrag gibt die Meinung eines Nutzers wieder, keine Ankündigung von OpenAI. Eine Reaktion des Unternehmens oder Pläne in diese Richtung sind im Material nicht belegt.
Der Autor stellt Werbung in ChatGPT nicht grundsätzlich infrage. Er fragt, ob sie in dieselben Gespräche gehört, in denen Menschen nachdenken, lernen und entscheiden. Ein gekennzeichnetes Sponsoring neben einer Antwort verändere den Charakter dieses Raums, argumentiert er.
ChatGPT Ads läuft nach dem Pilot bereits in der Beta
Den Hintergrund liefert OpenAI selbst: Werbung in ChatGPT ist bereits im Betrieb. Laut Hilfeseite befindet sich ChatGPT Ads in der Beta und in einer frühen Skalierungsphase. Auf einen fokussierten Pilot von Februar bis April folgt die Ausweitung über Self-Serve-Onboarding im Ads Manager Beta.
Der Ads Manager unterstützt derzeit Kampagnenerstellung, Abrechnung, Zugriffsverwaltung und Reporting. Hinzu kommen Conversion-Messung und Gebote nach Kosten pro Klick (CPC). Während der Beta, so OpenAI, können sich Auslieferungssysteme, Inventar, Anzeigenformate und Optimierungsmöglichkeiten ändern. Auslieferung und Ausgaben könnten daher schwanken.
Für die technische Anbindung nennt OpenAI drei Schnittstellen: ein JavaScript-basiertes Measurement Pixel, eine Conversions API für Ereignisse aus dem Backend und eine Advertiser API. Über die Advertiser API lassen sich Anzeigen programmatisch anlegen und Leistungsdaten abfragen.
Auf ads.openai.com wirbt das Unternehmen mit einem Einführungsangebot: 500 € Werbeguthaben bei 500 € Ausgaben, bis 31. Dezember. Die Preise in Euro deuten auf Angebote für Euro-Märkte hin. Eine Länderliste enthält das vorliegende Material nicht.
Trennung von Anzeigen und Antworten bleibt eine Herstellerzusage
OpenAI beschreibt Anzeigen auf der Werbeseite als klar gekennzeichnet und von den Antworten getrennt. Der Text ist im Material abgeschnitten. Die weitergehende Aussage, Anzeigen könnten Antworten nicht beeinflussen, gibt nur der Forenbeitrag wieder. Es handelt sich um Herstellerangaben, die nicht unabhängig belegt sind.
Dasselbe gilt für die Behauptung, Werbung werde dank reichhaltigerer Kontextinformationen der Nutzer relevanter und persönlicher. Auch der von OpenAI beschriebene „measured approach“ ist nicht unabhängig geprüft. Das Zitat von Newegg, Werbetreibende sähen bereits Vorteile durch „AI-native Werbung“, stammt aus dem eigenen Marketing des Unternehmens.
Zur Prüfung wären technische Dokumentation zur Trennung von Anzeigen- und Antwortsystemen nötig, ein unabhängiges Audit oder ein Transparenzbericht sowie Stichproben von Antworten mit und ohne Anzeigen. Hinzu käme die Offenlegung der Targeting-Regeln, also welche Gesprächsdaten genutzt werden. Unklar bleibt außerdem, welche Tarife von Anzeigen betroffen sind.



