Chipindex SOX bricht um 12,25 Prozent ein
Der größte Tagesverlust seit März 2020 reißt Nasdaq, S&P 500 und Dow tief ins Minus. Als Auslöser nennen Quellen Regulierungs- und Renditesorgen. Eine Engpassthese stützt sich nur auf eine Quelle.
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◆ Fakten auf einen Blick
- Der SOX fiel am 5. November 2026 um 12,25 %, größter Tagesverlust seit dem 16. März 2020.
- Nasdaq (-5,52 %), S&P 500 (-4,36 %) und Dow (-3,44 %) schlossen am 5. November im Minus.
- Nvidia verlor am 5. November rund 9,3 %.
- Rund 3 Billionen US-Dollar Börsenwert verschwanden laut Reuters aus dem S&P 500.
- SK hynix meldete im dritten Quartal 104,6 Billionen Won Umsatz und 83,3 Billionen Won Betriebsgewinn.
Chipindex SOX verliert 12,25 Prozent an einem Tag
Der Philadelphia Semiconductor Index (SOX) brach am 5. November um 12,25 Prozent ein. Es war sein größter Tagesverlust seit dem 16. März 2020. Damals fiel der Index laut Mirae Asset Securities um 15,9 Prozent.
Auch die großen US-Indizes schlossen deutlich im Minus. Der Nasdaq gab 5,52 Prozent ab und beendete den Handel bei 24.315 Punkten, ein Minus von 1.421,52 Punkten. Der S&P 500 verlor 4,36 Prozent auf 7.353,73 Punkte. Der Dow Jones fiel um 3,44 Prozent auf 51.523,06 Punkte, also 1.833,06 Punkte weniger. Der Nasdaq liegt nun rund 12 Prozent unter seinem Rekord vom Oktober. Damit befindet er sich in einer Korrektur, einem Rückgang von mindestens 10 Prozent vom jüngsten Hoch. Prozentual war es sein größter Tagesverlust seit dem Zollschock im April 2025.
Reuters, zitiert von IBTimes, beziffert den Verlust an Börsenwert im S&P 500 auf rund 3 Billionen US-Dollar. Dabei handelt es sich um Veränderungen der Marktkapitalisierung, nicht um abgezogene Barmittel. Alle 11 Sektoren des Index schlossen im Minus. Der Nasdaq rutschte zudem erstmals seit April unter seinen 200-Tage-Durchschnitt.
Nvidia, AMD und Micron unter Druck, Koreas Börse zieht nach
Bei den Einzelwerten traf es Nvidia mit rund 9,3 Prozent. AMD und Micron verloren jeweils rund 17 Prozent. Die beiden Quellen weichen leicht voneinander ab: AMD minus 17,4 beziehungsweise minus 17,26 Prozent, Micron minus 17,3 beziehungsweise minus 17,46 Prozent. Bei Nvidia stimmen die Angaben bis auf die Rundung überein (9,26 Prozent). Die Abweichungen bei AMD und Micron gehen über Rundung hinaus, eine Erklärung fehlt. Die Größenordnung ist in beiden Quellen gleich.
Am 6. November setzte sich der Abverkauf in Korea fort. Der KOSPI löste zeitweise den Circuit Breaker aus, nachdem er im frühen Handel um mehr als 8 Prozent gefallen war. Um 14:30 Uhr stand er bei 5.111 Punkten, minus 5,05 Prozent. SK hynix gab zeitweise 8,9 Prozent nach, Samsung Electronics 5,5 Prozent.
Der Rückgang kam trotz Rekordzahlen. SK hynix hatte für das dritte Quartal 104,6 Billionen Won Umsatz und 83,3 Billionen Won Betriebsgewinn gemeldet. Das entspricht einer Marge von 80 Prozent und einem Plus von 632 Prozent im Jahresvergleich. Die Branche wurde also unabhängig von ihren Ergebnissen verkauft.
Regulierungsängste und KI-Renditezweifel als genannte Auslöser
Als Auslöser nennen die Quellen Regulierungsängste nach der US-Zwischenwahl, Zweifel an der Rendite der KI-Investitionen und eine Verlangsamung der Rechenzentrumsinvestitionen. Bereits am 4. November gerieten Halbleiterwerte unter Druck, wegen Sorgen über Verzögerungen beim Bau von KI-Rechenzentren. Am 5. November beschleunigte sich der Verkauf nach einer Meldung. Deren Inhalt fehlt im vorliegenden Material, da der Textauszug abbricht.
Eine einzelne Quelle, startupfortune.com, sieht die Lage anders. Sie spricht von einer Panik vor Überinvestition, während Bauteile für KI-Server tatsächlich knapp seien. Dabei verweist sie auf Lieferzeiten laut TrendForce. Die Engpassthese ist nicht unabhängig bestätigt, die TrendForce-Primärquelle wurde nicht eingesehen. Konkrete Lieferzeiten sind daher nicht als gesichert zu betrachten. Beide Lesarten schließen einander nicht zwingend aus: Bauverzögerungen bei Rechenzentren könnten ebenfalls mit Knappheit zusammenhängen.
Offen bleibt, ob der 5. November Teil des früher berichteten Rückgangs der Nvidia-Aktie um fast 25 Prozent seit dem Rekordschluss ist oder ein eigener Bruch. Das Material entscheidet diese Frage nicht. Folgen für Deutschland oder die EU lassen sich daraus nicht ableiten.



