Dax fällt auf 25.371 Punkte: KI-Kosten, Bilanzen und Ölpreis belasten Europas Börsen
Laut FAZ setzte sich der Tech-Ausverkauf in den USA fort. Ein zweiter FAZ-Bericht schildert eine weitere Verkaufswelle nach Amazon und Intel; die zeitliche Einordnung zur ersten Meldung bleibt offen.
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◆ Fakten auf einen Blick
- Der Dax fiel am Donnerstag um 1,1 Prozent auf 25.371 Punkte.
- Der Euro Stoxx 50 verlor am Donnerstag fast zwei Prozent.
- Infineon verlor rund 6 Prozent, Aixtron rund 9,7 Prozent.
- SAP legte gegen den Trend um 3,2 Prozent zu.
- Der Dax schloss am Freitag 0,8 Prozent tiefer bei 25.818 Punkten.
Dax fällt auf 25.371 Punkte: KI-Kosten, Bilanzen und Ölpreis drücken die Börsen
Europas Börsen gerieten am Donnerstag unter Druck. Die FAZ führt das auf Sorgen um den Technologiesektor, auf Konzernbilanzen, die bei Anlegern schlecht ankamen, und auf einen steigenden Ölpreis zurück. Der Dax verlor laut Zeitung 1,1 Prozent auf 25.371 Punkte, der Euro Stoxx 50 gab fast zwei Prozent ab. Wann die Meldung erschien, geht aus dem vorliegenden Material nicht hervor.
Einen einzelnen Auslöser nennt die FAZ nicht. Sie beschreibt ein Zusammenspiel: hohe Kosten für Künstliche Intelligenz, Bilanzen mit schlechter Resonanz und ein teurer werdendes Öl. „Die Nervosität der Anleger steigt“, zitiert die Zeitung Andreas Lipkow, Stratege bei CMC Markets. „Gute Quartalszahlen reichen nicht mehr aus, um die Stimmung nachhaltig zu verbessern, während die Risiken für die kommenden Monate zunehmen.“
Infineon und Aixtron brechen ein, SAP legt gegen den Trend zu
In Frankfurt gaben vor allem Chipwerte nach. Laut FAZ verlor Infineon rund 6 Prozent, Aixtron rund 9,7 Prozent. Salah-Eddine Bouhmidi vom Broker IG sieht darin einen veränderten Blick der Anleger. Sie wollten zunehmend sehen, wie aus hohen Investitionen dauerhaft höhere Gewinne werden. Reine Wachstumsfantasie trage die Kurse nicht mehr selbstverständlich.
SAP ging dagegen nach soliden Quartalszahlen um 3,2 Prozent nach oben.
Weltweit suchten Anleger laut FAZ Schutz in sicheren Häfen. Gefragt waren Staatsanleihen, Schweizer Franken und japanischer Yen. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen sank dadurch um mehr als sechs Basispunkte auf 3,348 Prozent. Fallende Renditen gehen mit steigenden Anleihekursen einher, also mit höherer Nachfrage.
Nasdaq verliert mehr als zwei Prozent, Erleichterung nach Meta und SpaceX verpufft
An den US-Börsen setzte sich laut FAZ der Ausverkauf bei Tech-Aktien fort. Der Nasdaq-Index fiel um mehr als zwei Prozent. Starke Quartalszahlen von US-Technologiefirmen wie Meta und SpaceX hatten zunächst Erleichterung gebracht. Die verflog jedoch schnell, weil Anleger sich wieder auf die hohen Kosten für KI konzentrierten.
Die von der FAZ zitierten Marktbeobachter sehen darin eine veränderte Erwartung. Anleger müssten künftig genauer prüfen, ob sich KI-Investitionen in belegbaren Gewinnen niederschlagen.
Zweiter FAZ-Bericht: Amazon und Intel lösen neue Verkaufswelle aus, Zeitbezug offen
Ein zweiter FAZ-Bericht vom Freitag beschreibt nach den Bilanzen von Amazon und Intel eine neue Verkaufswelle im Technologiesektor. Überraschend hohe Kosten für neue KI-Rechenzentren drückten Amazon im US-Geschäft um 2,5 Prozent. Intel verlor nach einer schlecht aufgenommenen Prognose in der Spitze rund 30 Prozent. Erwartet wird ein Marktwertverlust von mehr als 137 Milliarden Dollar, der größte Tagesverlust der Firmengeschichte. AMD und Nvidia fielen um bis zu zehn Prozent.
Der Dax schloss 0,8 Prozent tiefer bei 25.818 Punkten. Der Euro Stoxx 50 gab 1,2 Prozent auf 6131 Zähler ab, und die wichtigsten Wall-Street-Indizes lagen etwa 1 bis 3 Prozent im Minus. Hinzu kamen robuste US-Konjunkturdaten, Inflationsanzeichen, geopolitische Risiken und die Nervosität vor den US-Zwischenwahlen in der kommenden Woche.
Die Dax-Stände der beiden Berichte passen nicht zu einem gemeinsamen Verlauf. Der zweite Bericht schreibt, der Dax habe am Donnerstag die 26.000-Punkte-Marke zurückerobert. Der erste nennt für einen Donnerstag 25.371 Punkte. Die Berichte betreffen vermutlich unterschiedliche Wochen, belegt ist das nicht. Ebenso offen bleibt, ob es sich um eine zusammenhängende Verkaufswelle handelt.



