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Ungenehmigte Gasgeneratoren: DataOne in Vineland unter Verdacht

Eine gemeinsame Untersuchung von Floodlight und The Guardian dokumentiert den Betrieb Dutzender Gasgeneratoren ohne Genehmigung. Die New Jersey Department of Environmental Protection ermittelt.

· Veröffentlicht: 28.08.2026 ·2 Min Lesezeit
Ungenehmigte Gasgeneratoren: DataOne in Vineland unter VerdachtMit KI erstellt
Inhalt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Das betroffene Rechenzentrum ist die DataOne-Anlage in Vineland, New Jersey, etwa 40 Meilen außerhalb von Philadelphia.
  • Eine Wärmebild-Drohnenaufnahme von Floodlight zeigte, dass die teilweise fertiggestellte Anlage mindestens 45 von 62 Generatoren gleichzeitig betrieb.
  • Laut der Untersuchung von Floodlight und The Guardian verfügt die Anlage über keine Genehmigungen für die betriebenen Gasgeneratoren.
  • Die Generatoren stehen etwa eine Meile von zwei Schulen entfernt und stoßen nach Angaben der Untersuchung gesundheitsschädliche Luftschadstoffe aus, die mit Asthma, Herzinfarkten und vorzeitigem Tod in Verbindung gebracht werden.
  • DataOne soll im Rahmen eines 17-Milliarden-Dollar-Deals mit dem niederländischen KI-Infrastrukturunternehmen Nebius KI-Rechenleistung für Microsoft bereitstellen.
  • Das Rechenzentrum ist seit dem Baubeginn 2025 umstritten: Es gab anhaltende Lärmbeschwerden, nicht genehmigte Bauarbeiten und ein umstrittenes Zonierungsverfahren.

Ungenehmigte Gasgeneratoren: DataOne in Vineland unter Verdacht

Die DataOne-Anlage in Vineland, New Jersey, wird beschuldigt, ohne Genehmigung Dutzende gasbetriebene Generatoren zu betreiben. Eine gemeinsame Untersuchung der Non-Profit-Nachrichtenredaktion Floodlight und des Guardian dokumentierte den Betrieb der Anlage, die etwa 40 Meilen außerhalb von Philadelphia liegt. Die New Jersey Department of Environmental Protection (DEP) bestätigte auf Anfrage, dass sie die Nutzung der Gasgeneratoren durch DataOne untersucht; ein Ergebnis liegt bislang nicht vor. Der frühere Leiter der Luftreinhaltung der US-Umweltbehörde EPA, Bruce Buckheit, sagte Floodlight zufolge, DataOne verstoße mit den nicht genehmigten Generatoren wahrscheinlich gegen Bundesrecht. Bundes- und Landesrecht verlangten eine endgültige Genehmigung, bevor die Generatoren auf das Gelände gebracht und erst recht in Betrieb genommen würden. Die Vorwürfe beziehen sich auf eine Anlage, die als das größte geplante KI-Rechenzentrum in New Jersey gilt. Die Untersuchung stützt sich auf Wärmebildaufnahmen einer Drohne, die den gleichzeitigen Betrieb zahlreicher Generatoren zeigen.

Wärmebilddrohne belegt 45 gleichzeitig laufende Generatoren

Eine Wärmebild-Drohnenaufnahme der Non-Profit-Redaktion Floodlight belegt nach deren Angaben, dass die teilweise fertiggestellte DataOne-Anlage mindestens 45 von 62 installierten Gasgeneratoren gleichzeitig in Betrieb hatte. Die Aufnahmen entstanden in der vergangenen Woche und zeigen die Wärmeabstrahlung der laufenden Generatoren. Laut der gemeinsamen Untersuchung von Floodlight und The Guardian verfügt die Anlage über keine Genehmigungen für diese Generatoren. Die Generatoren sind nach Angaben der Untersuchung so groß wie Sattelschlepper. Die fehlenden Genehmigungen betreffen sowohl die Aufstellung als auch den Betrieb der Anlagen.

Gesundheitsrisiken: Zwei Schulen nur eine Meile entfernt

Die gasbetriebenen Generatoren der DataOne-Anlage stehen nach Angaben der Untersuchung etwa eine Meile von zwei Schulen entfernt. Sie stoßen demnach erhebliche Mengen gesundheitsschädlicher Luftschadstoffe aus, die mit Asthma, Herzinfarkten und vorzeitigem Tod in Verbindung gebracht werden.

17-Milliarden-Dollar-Deal: Microsoft und Nebius als Abnehmer

DataOne soll im Rahmen eines 17-Milliarden-Dollar-Deals mit dem niederländischen KI-Infrastrukturunternehmen Nebius KI-Rechenleistung für Microsoft bereitstellen. Das Rechenzentrum ist seit dem Baubeginn im Jahr 2025 umstritten. Anwohner berichten von anhaltenden Lärmbeschwerden. Zudem gab es nicht genehmigte Bauarbeiten. Das Zonierungsverfahren war umstritten.

New Jersey DEP ermittelt: Noch kein Ergebnis

Ein Sprecher der New Jersey Department of Environmental Protection bestätigte gegenüber Floodlight, dass die Behörde die Nutzung der Gasgeneratoren durch DataOne untersucht. Ein Ergebnis der Ermittlungen liegt bislang nicht vor. Die Untersuchung von Floodlight und The Guardian hatte die Vorwürfe am Donnerstag öffentlich gemacht.

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Manuel Peter
Redaktion · KI-Regulierung & Recht

Manuel Peter verfolgt für KI Spotlight die rechtlichen und regulatorischen Entwicklungen rund um künstliche Intelligenz: den EU AI Act, Datenschutz, Haftungsfragen und Governance. Er ordnet ein, was neue Vorgaben konkret bedeuten – ersetzt aber keine individuelle Rechtsberatung.

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