NVIDIA liefert erste Vera-CPU-Server an AWS aus
Die erste speziell für KI-Agenten entwickelte CPU erreicht den Cloud-Markt – unabhängige Tests bestätigen die Leistungsdaten
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◆ Fakten auf einen Blick
- AWS hat den ersten NVIDIA Vera CPU Server und eine Vera Rubin GPU erhalten, übergeben von NVIDIA Vice President Ian Buck.
- Zuvor wurden Vera-CPU-Systeme an Oracle Cloud Infrastructure sowie die KI-Labore Anthropic, OpenAI und SpaceXAI geliefert.
- Vera ist NVIDIAs erste CPU, die speziell für KI-Agenten entwickelt wurde.
- Vera verfügt über 88 speziell entwickelte Olympus-Kerne und kann insgesamt 176 Threads verarbeiten.
- Vera befindet sich in Massenproduktion und soll ab Herbst 2026 über Systemhersteller und Cloud-Anbieter verfügbar sein.
- DeepInfra hat Vera unabhängig mit einem eigenen Agenten-Workload getestet und gibt an, dass die Leistungsansprüche von NVIDIA bestätigt und sogar übertroffen wurden.
Erste Vera-CPU-Server an AWS übergeben
AWS hat den ersten Server mit NVIDIAs neuer Vera-CPU sowie eine Vera-Rubin-GPU erhalten. Übergeben wurde das System in Seattle von Ian Buck, Vice President of Hyperscale and HPC bei NVIDIA. AWS ist die jüngste Station auf dem Weg der Vera-CPU durch das KI-Ökosystem: Zuvor hatte Buck bereits Systeme an Oracle Cloud Infrastructure sowie an die drei KI-Labore Anthropic, OpenAI und SpaceXAI geliefert. „Agentic AI schafft einen neuen CPU-Moment in der AI Factory – während Modelle vom Antworten zum Handeln übergehen, ist Vera speziell dafür gebaut, diese Arbeit in großem Maßstab am Laufen zu halten“, sagte Buck bei der Übergabe. Die Lieferung markiert den Beginn der Vera-basierten Infrastruktur bei AWS und folgt auf eine Ankündigung beider Unternehmen, ihre Zusammenarbeit auszuweiten.
Vera: NVIDIAs erste CPU für agentische KI
Vera ist NVIDIAs erste CPU, die gezielt für KI-Agenten entwickelt wurde – nicht als Begleiter für GPUs, sondern als eigenständiger Prozessor für agentische Workloads. Die CPU verfügt über 88 eigens entwickelte Olympus-Kerne und kann insgesamt 176 Threads verarbeiten. Der Hintergrund: KI-Agenten laufen nicht allein auf GPUs. Jede Orchestrierungsschicht, jeder Tool-Aufruf, jede Sandbox-Ausführung und jeder Abruf aus Langzeitkontexten ist CPU-Arbeit. Herkömmliche Designs, die auf reine Kernzahl optimiert sind, wurden für diese gleichzeitigen Echtzeit-Aufgaben nicht gebaut. Vera befindet sich nach Angaben von NVIDIA bereits in Massenproduktion und soll ab Herbst 2026 über Systemhersteller und Cloud-Anbieter verfügbar sein.
Unabhängige Tests bestätigen Leistung
Unabhängige Tests stützen die Leistungsansprüche. DeepInfra hat Vera mit einem eigenen Agenten-Workload aus der Produktion getestet und gibt an, dass die Angaben von NVIDIA bestätigt und sogar deutlich übertroffen wurden. Der SemiAnalysis-Benchmark AgentX zeigt für Vera Rubin NVL72 einen bis zu 30-mal höheren Durchsatz pro Megawatt als für GB300 NVL72. Von NVIDIA zitierte Phoronix-Benchmarks weisen für die Vera-CPU die 1,5-fache Gesamtleistung gegenüber führenden x86-Prozessoren, eine doppelt so schnelle Linux-Kernel-Kompilierung und die vierfache STREAM-TRIAD-Speicherbandbreite aus.



