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Schmidt Sciences benennt 28 AI2050-Fellows für die fünfte Kohorte

Bis zu 16 Millionen Dollar über drei Jahre. Die Projekte reichen von selbstverbessernder KI über Extremwetter bis zu Immunzellen, fünf MIT-Fakultätsmitglieder sind dabei.

· Veröffentlicht: 31.10.2026 ·3 Min Lesezeit
Schmidt Sciences benennt 28 AI2050-Fellows für die fünfte KohorteMit KI erstellt
Inhalt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Schmidt Sciences hat am 1. Oktober 2026 die fünfte AI2050-Kohorte mit 28 Fellows angekündigt.
  • Die Kohorte umfasst 22 Early-Career-Fellows und sechs Senior Fellows, gefördert mit bis zu 16 Mio. USD.
  • Die AI2050-Community zählt 127 Fellows an 50 Institutionen in 11 Ländern, bisher bis zu 80 Mio. USD zugesagt.
  • Zu den Projekten zählt das Benchmarking von Fähigkeiten und Risiken selbstverbessernder KI-Systemen.
  • AI2050 ist eine philanthropische Initiative von Schmidt Sciences, gemeinsam geleitet von Eric Schmidt und James Manyika.

Fünfte AI2050-Kohorte mit 28 Fellows

Schmidt Sciences hat am 1. Oktober 2026 die fünfte Kohorte seines Programms AI2050 bekanntgegeben. Sie umfasst 28 Fellows: 22 im Early-Career-Programm und sechs Senior Fellows. Laut Stiftung beträgt die Förderung bis zu 16 Millionen US-Dollar über drei Jahre. Die AI2050-Community wächst damit auf 127 Fellows an 50 Institutionen in 11 Ländern. Die Stiftung gibt außerdem an, dass bislang bis zu 80 Millionen Dollar zugesagt sind.

AI2050 startete 2022. Eric Schmidt und James Manyika konzipieren und leiten die philanthropische Initiative gemeinsam. Die Fellows sollen, so die Stiftung, Probleme lösen, die nötig sind, damit KI bis 2050 "truly beneficial to society" wird, und die "defining AI challenges of our time" angehen. Das ist Programmrhetorik des Stifters. Ob die Projekte dieses Ziel erreichen, zeigen erst spätere Ergebnisse.

Selbstverbessernde KI, Extremwetter, Immunzellen

Zu den Projekten zählt laut Schmidt Sciences das Benchmarking von Fähigkeiten und Risiken selbstverbessernder KI-Systeme. Ein anderes Vorhaben nutzt KI, um Extremwetter zu modellieren, die bisher nie aufgezeichnet wurden, physikalisch aber möglich sind. Ein drittes setzt KI-Systeme ein, die Experimente steuern, um Immunzellen gegen Krebs und Autoimmunerkrankungen zu entwickeln. Die Stiftung nennt diese Beispiele unter „many other projects“.

Die Leitfrage des Programms gibt den Rahmen vor: "It's 2050. AI has turned out to be hugely beneficial to society. What happened?" Jeder Fellow soll sich in seiner Arbeit damit auseinandersetzen.

Fünf MIT-Fakultätsmitglieder und zwei Alumni

Das MIT meldet fünf Fakultätsmitglieder in der Kohorte sowie zwei weitere Alumni. Ein Aggregator nennt dagegen Fakultät, Alumni und einen ehemaligen Postdoc. Die Quellen weichen hier also leicht voneinander ab. Die MIT-Meldung greift die bereits am 1. Oktober verkündete Kohorte auf und enthält keine neuen Angaben zum Programm.

Sendhil Mullainathan, Peter de Florez Professor für Economics und Elektrotechnik/Informatik (EECS) und Principal Investigator am Laboratory for Information and Decision Systems, wurde Senior Fellow. Sein Projekt soll von KI erkannte Muster in testbare Theorien übersetzen. Außerdem startet er The Bike Shop@MIT, eine Forschungseinrichtung für stärker menschenzentrierte KI.

Vier MIT-Fakultätsmitglieder sind Early-Career-Fellows. Alex Damian, Assistant Professor für Mathematik mit Anbindung an EECS, untersucht die mathematischen Grundlagen des Deep Learning und will ein effektiveres Training von KI-Modellen erforschen. Bailey Flanigan, Theodore T. Miller Career Development Assistant Professor, gehört ebenfalls zur Early-Career-Gruppe.

Gleiche Fellowzahl wie in der vierten Kohorte, niedrigere Summe, größere Reichweite

Die vierte Kohorte umfasste ebenfalls 28 Fellows, davon 21 Early-Career und sieben Senior, mit mehr als 18 Millionen Dollar. Damals gehörten 99 Fellows zur Community, verteilt auf 42 Institutionen in acht Ländern. Die Fellowzahl bleibt gleich, bei den Senior Fellows gibt es einen weniger, und die Reichweite ist gewachsen. Die genannte Summe fällt niedriger aus. "Bis zu 16 Millionen" und "mehr als 18 Millionen" sind allerdings nicht exakt vergleichbar formuliert. Gründe für den Unterschied nennt das vorliegende Material nicht.

Senior Fellows werden in einem geschlossenen Nominierungsverfahren ausgewählt, ohne dass sie sich bewerben. Ihre Förderung läuft drei Jahre. Early-Career-Fellows sind Postdocs und Forschende vor der Tenure; auch ihre Förderung dauert drei Jahre. Ein Sekundärtext nennt dagegen fünf Jahre für Early- und Mid-Career-Forschende und datiert die Ankündigung auf den 30. Oktober. Das widerspricht den Angaben von Schmidt Sciences und der Programmseite, die hier maßgeblich sind.

A
Andreas Rüdiger
Herausgeber & Redaktionsleitung · KI-Modelle, Technik & Business

Andreas Rüdiger ist Gründer der Agentur INREMA und verantwortet KI Spotlight redaktionell. Sein Schwerpunkt liegt auf KI-Modellen, Recheninfrastruktur, technischen Entwicklungen und der wirtschaftlichen Einordnung. Er sorgt dafür, dass komplexe KI-Themen verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden. Mehr zu ihm auf inrema.de und andiger.de.

Quellen

  1. hyper.ai ↗

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