Meta gibt Muse Spark Open frei – lokal nur mit mehreren Mac Studios und weit über 10.000 Dollar
Die von Meta genannte Zwei-Geräte-Konfiguration braucht die noch nicht ausgelieferte 512-GB-Variante des Mac Studio. Eine Vier-Geräte-Alternative mit je 256 GB ist laut AppleInsider bereits bestellbar.
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◆ Fakten auf einen Blick
- Muse Spark Open ist ein MoE-Modell mit 816 Mrd. Gesamtparametern und 42 Mrd. aktiven.
- Das Modell hat ein Kontextfenster von 1 Mio. Token und ist auf Coding ausgelegt.
- Laut Meta-Blogpost arbeitete Meta mit Apple zusammen und optimierte das Modell für den Mac Studio mit M5 Ultra.
- Laut Meta gilt als Konfiguration: zwei M5-Ultra-Mac-Studios mit je 512 GB Unified Memory.
- Die 4-Bit-Variante belegt rund 493 GB und wird per MLX auf mehrere Macs verteilt.
Meta gibt Muse Spark Open frei und optimiert es mit Apple für den Mac Studio
Am 15. Oktober hat Meta die Gewichte von Muse Spark Open veröffentlicht. Das nativ multimodale Mixture-of-Experts-Modell umfasst 816 Milliarden Parameter, von denen pro Token 42 Milliarden aktiv sind. Das Kontextfenster fasst 1 Million Token. Ziel sind Coding, Software-Engineering, Agenten-Workflows und mehrstufiges Schlussfolgern. Die Gewichte liegen auf Hugging Face. Daneben ist das Modell über API-Anbieter nutzbar, darunter Baseten, Fireworks AI, Groq, Modal, Nebius, OpenRouter und Together AI.
Nach Angaben von Meta entstand das Modell in Zusammenarbeit mit Apple. Optimiert wurde es für den Mac Studio mit M5 Ultra und die aktuelle Version des Frameworks MLX. Meta-Chef Mark Zuckerberg dankte Apple-CEO John Ternus für die Kooperation.
Zur Quellenlage: Alle Angaben stammen aus Sekundärberichten über die Blogposts von Meta und Apple. Primärquellen liegen der Redaktion nicht vor. Meta bezeichnet Muse Spark Open als „most capable US open-weight model to date“. Das ist eine Eigenaussage. Unabhängige Evaluierungen stehen laut Alphasignal noch aus.
Zwei Mac Studios mit je 512 GB: Warum das Modell nicht auf ein einzelnes Gerät passt
Allein die 4-Bit-Variante belegt rund 493 GB. Mit dem Speicher für die Verarbeitung passt sie nicht auf einen einzelnen Mac Studio mit 512 GB. MLX verteilt das Modell daher auf mehrere Macs. Diese sind per Thunderbolt 5 und RDMA verbunden, einem direkten Speicherzugriff über das Netzwerk. Im Apple-Benchmark waren je zwei Macs über zwei Thunderbolt-5-Kabel gekoppelt.
Meta nennt als optimierte Konfiguration zwei Geräte mit je 512 GB und 1,2 TB/s Speicherbandbreite. AppleInsider beschreibt alternativ vier Geräte mit je 256 GB. Das ist kein echter Widerspruch. Es hängt von der Speicherkonfiguration ab: Weniger Speicher pro Gerät bedeutet mehr Geräte.
Die Benchmarks von Apple, wie sie berichtet werden: Die Zeit bis zum ersten Token ist beim M5 Ultra 4,6-mal kürzer als beim M3 Ultra. Die Token-Generierung ist 1,6-mal schneller als beim M4 Ultra. Bei sehr langen Kontexten verkürzt sich die Zeit bis zum ersten Token im Verbund um bis zu das 1,8-Fache. Das sind Herstellerwerte. Absolute Angaben in Token pro Sekunde liegen nicht vor. MacStories rundet auf „über 800 Milliarden“ und „rund 40 Milliarden“ Parameter. Maßgeblich bleibt die Herstellerangabe von 42 Milliarden.
Über 10.000 Dollar und eine 512-GB-Variante, die noch nicht lieferbar ist
„Läuft lokal auf dem Mac Studio“ gilt also nur mit Einschränkungen. Schon der Mac Studio mit 256 GB kostet über 10.000 US-Dollar. Als Einstiegspreis werden 10.799 Dollar genannt. Die 512-GB-Variante ist noch nicht ausgeliefert. Beim Termin widersprechen sich die Quellen. Mehrere nennen Oktober beziehungsweise „late October“, eine spricht vom Jahresende. Eine Angabe von Apple dazu fehlt.
Die von Meta genannte Zwei-Geräte-Lösung hängt somit von dieser Variante ab. Die Vier-Geräte-Lösung mit je 256 GB ist laut AppleInsider bereits bestellbar und damit nicht ausgeschlossen.
Meta und Apple stellen die lokale Ausführung als Alternative zu Cloud-Servern dar. Gleichzeitig ist das Modell bei gehosteten Anbietern verfügbar. Aussagen wie „best way to run a powerful model on your own desktop“, der Vergleich mit einem Supercomputer mit einem Terabyte Unified Memory oder „leading agentic capabilities to your desktop for the first time“ sind unbelegte Eigenaussagen. Prüfen lassen sie sich erst mit eigenen Messungen und Praxistests.



