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Eisen bei Maher: USA sollen China bei KI nicht davonziehen lassen

Die CNBC-Moderatorin warb in Bill Mahers HBO-Sendung für den Bau von Rechenzentren. Über Renditen sprach Eisen nicht, und die Zahlen zur Investitionssumme gehen je nach Quelle auseinander.

· Veröffentlicht: 15.10.2026 ·3 Min Lesezeit
Eisen bei Maher: USA sollen China bei KI nicht davonziehen lassenMit KI erstellt
Inhalt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Eisen sagte bei Maher, die USA wollten die Technologie besitzen und ihre besten Leute daran arbeiten lassen.
  • Eisen nannte es "a little dangerous", dass KI unpopulär geworden sei und viele Rechenzentrums-Moratorien existierten.
  • Maher nannte Rechenzentren einen der wenigen Punkte, die rotes und blaues Amerika einen.
  • Die fünf größten Hyperscaler planen laut 247wallst knapp 800 Mrd. USD für 2026.
  • Amazon, Alphabet, Microsoft und Meta planen 2026 zusammen rund 725 Mrd. USD Investitionen.

Eisen bei Maher: China nicht davonziehen lassen

Die CNBC-Moderatorin Sara Eisen wirbt in Bill Mahers HBO-Sendung „Real Time“ dafür, dass die USA bei künstlicher Intelligenz nicht ins Hintertreffen geraten. Dazu gehört für Eisen der weitere Bau von Rechenzentren. Laut Transkript sagte Eisen: "…we do not want to — not be on the side of progress, and we do not want to let China get ahead of us on this dangerous technology. We want to own it, and we want our best people doing it." Der Kernsatz ist in zwei Quellen wortgleich wiedergegeben.

Eisen nannte es außerdem "a little dangerous", dass KI so unpopulär geworden sei und nun viele Moratorien für Rechenzentren gelten. Die USA müssten Rechenzentren bauen, "because… they're not slowing down in China". Bei großen technologischen Umbrüchen wie Internet, Auto und Atomwaffe habe es immer Ängste gegeben, verwies Eisen.

Auslöser war Mahers Bemerkung, Rechenzentren seien einer der wenigen Punkte, die das rote und das blaue Amerika einten. Maher räumte ein, China baue seine Rechenzentren weiter. Auf Eisens Argument antwortete er mit "Yeah". Neben Eisen saß laut dem Fachportal 247wallst Senator Thom Tillis.

Wann die Sendung lief, ist unklar. 247wallst spricht von "this fall", Breitbart von der Freitagssendung, ohne Datum.

Die Geldfrage blieb in der Sendung außen vor

Zu Renditen, Monetarisierung oder Bewertung macht das Transkript keine Aussage von Eisen. Eisen argumentiert mit Fortschritt, China und dem Bau von Rechenzentren. Die Investitionskritik stammt vom Autor von 247wallst. Er schreibt selbst, die Diskussion habe die Geldfrage „übergangen“. Die Überschrift des Portals, Eisen habe gesagt, was die Wall Street nicht sage, ist durch das Material nicht gedeckt. Sie spitzt zu und schreibt Eisen eine Position zu, für die es keinen Beleg gibt.

Die Zahlen stammen ebenfalls vom Autor. Demnach sollen die fünf größten Hyperscaler 2026 knapp 800 Milliarden US-Dollar und 2027 rund 1,3 Billionen US-Dollar in Investitionsprojekte stecken. Die Summe beider Werte, die der Autor mit knapp zwei Billionen US-Dollar angibt, ist eine eigene Rechnung auf Basis dieser beiden Zahlen. Sie ist kein Jahreswert, und ihre Herleitung bleibt unklar.

Quellen zählen unterschiedlich: 725 Milliarden für vier, über eine Billion mit Stargate

Andere Quellen ziehen die Grenzen anders. Capacity Global beziffert die Investitionen von Amazon, Alphabet, Microsoft und Meta für 2026 auf zusammen rund 725 Milliarden US-Dollar, 77 Prozent mehr als 2025. Rechnet man das 500 Milliarden US-Dollar schwere Stargate-Projekt von OpenAI, SoftBank und Oracle hinzu, liege die KI-Infrastrukturausgabe erstmals über einer Billion US-Dollar, ein Jahr früher als an der Wall Street erwartet. Metas Free Cashflow fiel laut Capacity Global von 26 Milliarden auf 1,2 Milliarden US-Dollar.

Epoch AI vergleicht den aggregierten operativen Cashflow von Microsoft, Amazon, Alphabet, Meta und Oracle mit deren Cash-Capex. Wächst Letzterer weiter im bisherigen Trend, würde der Free Cashflow null oder negativ.

Die Abweichungen lassen sich mit drei Stellschrauben erklären: dem Unternehmenskreis (vier, fünf oder fünf mit Oracle beziehungsweise Stargate), dem Zeitraum (ein Jahr gegenüber einer Mehrjahressumme) und dem jeweiligen Schätzstand.

A
Andreas Rüdiger
Herausgeber & Redaktionsleitung · KI-Modelle, Technik & Business

Andreas Rüdiger ist Gründer der Agentur INREMA und verantwortet KI Spotlight redaktionell. Sein Schwerpunkt liegt auf KI-Modellen, Recheninfrastruktur, technischen Entwicklungen und der wirtschaftlichen Einordnung. Er sorgt dafür, dass komplexe KI-Themen verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden. Mehr zu ihm auf inrema.de und andiger.de.

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