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H200-Miete 160 Prozent über Januarniveau, 600.000 Chips in Hongkong

Zwei Meldungen betreffen denselben Chip. Einen Zusammenhang belegt das Material nicht, und die Angaben zum China-Bestand gehen auseinander.

· Veröffentlicht: 07.11.2026 ·2 Min Lesezeit
H200-Miete 160 Prozent über Januarniveau, 600.000 Chips in HongkongMit KI erstellt
Inhalt
◆ Fakten auf einen Blick
  • AIMultiple nennt für November 2026 einen H200-On-Demand-Median von 4,61 US-Dollar pro GPU-Stunde.
  • Der Index nennt außerdem 3,92 US-Dollar für H100 und 7,99 US-Dollar für B200.
  • IONOS bietet H100 und H200 monatlich für 3.990 US-Dollar pro dediziertem Server mit EU-Datenhaltung an.
  • Reuters berichtet von rund 600.000 Nvidia-H200-Chips, die in Hongkong auf Versand nach Festlandchina warten.

Reuters: 600.000 H200 warten in Hongkong auf Festlandchina

Rund 600.000 Nvidia-H200-Chips lagern in Hongkong und warten auf den Versand nach Festlandchina. Das meldet Reuters in einer Exklusivmeldung vom 5. November. Die Agentur stützt sich auf zwei Personen, die mit der Sache vertraut sind und anonym bleiben. Bislang hatte Reuters die Größe des Bestands nicht berichtet. Peking genehmigt nach Angaben der Agentur keine Importe in großem Umfang, obwohl chinesische Technikkonzerne die Chips wollen. Als Grund nennt Reuters Pekings Zurückhaltung, die Abhängigkeit von US-Technik nicht weiter wachsen zu lassen.

Ganz abgeriegelt ist der Markt dem Bericht zufolge allerdings nicht. Drei Quellen berichten, dass in den vergangenen Monaten einige Chips nach China gelangt sind. Eine Quelle nennt etwa 10.000 H200 pro großem Internetkonzern. Drei Quellen sprechen von kleinen Mengen, die über Zwischenhändler und indirekte Wege laufen. Zahlen nennen sie dafür nicht.

Nvidia, das chinesische Industrieministerium, die Planungsbehörde NDRC, Alibaba, ByteDance, DeepSeek, Tencent und die Hongkonger Regierung haben laut Reuters nicht auf Anfragen reagiert. Die Angaben stammen von anonymen Quellen. Bestätigte Tatsachen sind sie nicht.

H200-Miete liegt laut Cryptobriefing 160 Prozent über Januarniveau

Laut Cryptobriefing kostet die Miete einer H200 rund 160 Prozent mehr als am 1. Januar 2026. Der Bericht erfasst den Zeitraum bis Mitte Oktober. Zum Vergleich nennt er für die B200 etwa 120 Prozent, für die RTX PRO 6000 etwa 65 Prozent und für die H100 etwa 35 Prozent Aufschlag. Auch die A100 ist teurer als im Januar. Als On-Demand-Median für die H200 gibt Cryptobriefing etwa 4,27 bis 4,94 US-Dollar pro GPU-Stunde an.

Der vorliegende Auszug nennt keine Datenquelle für die 160 Prozent. Der Cloud GPU Rental Price Index von AIMultiple weist für November einen H200-Median von 4,61 US-Dollar pro GPU-Stunde aus. Das liegt innerhalb der genannten Spanne. Der Index umfasst 17 Modelle bei 75 Anbietern. Einen Januarwert für die H200 enthält der Auszug jedoch nicht. Die Steigerung lässt sich daher nicht gegenprüfen.

Wer keine Stundenmiete will, findet bei IONOS eine Alternative: H100 und H200 gibt es dort monatlich pauschal für 3.990 US-Dollar pro dediziertem Server, mit Datenhaltung in der EU.

Zwischen 250.000 und 600.000 Chips: Die Zahlen widersprechen sich, ein Kausalzusammenhang ist nicht belegt

Zum China-Bestand stehen drei Zahlen nebeneinander. Ein Sekundärbericht nennt rund 250.000 H200, die Nvidia für China gebaut habe und auf Lager halte. Demnach soll Handelsminister Lutnick gesagt haben, Nvidia habe noch keinen einzigen verkauft. Auch das liegt nur sekundär vor. Reuters spricht von 600.000 Chips in Hongkong. Im Januar soll Peking zudem rund 400.000 H200 bedingt zugesagt haben.

Ob jeweils dieselben Chips gemeint sind, geht aus dem Material nicht hervor. Die Unterschiede in Zählweise und Zeitpunkt lassen sich daraus ebenfalls nicht erklären.

Keine der Quellen belegt einen Zusammenhang zwischen der Hongkonger Blockade und den Mietpreisen.

A
Andreas Rüdiger
Herausgeber & Redaktionsleitung · KI-Modelle, Technik & Business

Andreas Rüdiger ist Gründer der Agentur INREMA und verantwortet KI Spotlight redaktionell. Sein Schwerpunkt liegt auf KI-Modellen, Recheninfrastruktur, technischen Entwicklungen und der wirtschaftlichen Einordnung. Er sorgt dafür, dass komplexe KI-Themen verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden. Mehr zu ihm auf inrema.de und andiger.de.

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