Blackstone erwartet für Anthropic nach dem Börsengang laut FT-Bericht ein Junk-Rating
Laut einem Bericht der Financial Times (über TechCrunch u. a. wiedergegeben) hat Blackstone, Ankerinvestor des 63-Milliarden-Dollar-Chipfinanzierungsdeals für Anthropic, Investoren mitgeteilt, dass es nach dem Börsengang ein Rating im Double-B-Bereich erwartet, also die oberste Stufe des spekulative
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◆ Fakten auf einen Blick
- Anthropic hat bei der SEC ein S-1-Registrierungsdokument für einen geplanten Börsengang eingereicht.
- Die Notierung soll an der Nasdaq Global Select Market unter dem Kürzel "ANT" erfolgen.
- Der S-1 weist für das erste Halbjahr 2026 einen Umsatz von rund 16,3 Mrd. US-Dollar aus.
- Der Nettoverlust betrug 80,7 Mrd. US-Dollar, größtenteils durch Fair-Value-Änderungen verursacht.
- Blackstone erwartet für Anthropic nach dem IPO ein "hohes" Junk-Rating im Double-B-Bereich.
Blackstone rechnet nach dem Anthropic-IPO nur noch mit Junk-Rating
Blackstone erwartet für Anthropic nach dem Börsengang ein Rating im Double-B-Bereich. Das ist die oberste Stufe des spekulativen Bereichs. So berichtet es die Financial Times, unter anderem von TechCrunch wiedergegeben. Der Finanzinvestor habe diese Einschätzung Investoren des 63-Milliarden-Dollar-Deals zur Chipfinanzierung mitgeteilt. Blackstone ist Ankerinvestor dieses Deals. Zusammen mit den finanzierenden Banken hilft es, die Schulden an weitere Investoren weiterzureichen.
Damit rückt Blackstone von einer früheren Aussage ab. Zuvor hatte der Konzern Investoren gesagt, Anthropic erhalte vor 2027 ein Investment-Grade-Rating. Das hätte geringes Risiko aus Sicht der Kreditgeber signalisiert. Laut Bericht erwartet Blackstone nun das Gegenteil.
Den Deal kündigten nach Angaben von Silicon Report Bank of America, Blackstone, Citi und Morgan Stanley an. Er nutzt Broadcom-Hardware.
Prognose des Kreditgebers, keine Entscheidung der Ratingagenturen
Bei der Meldung handelt es sich um eine Prognose. Eine Ratingentscheidung liegt nicht vor. Laut dev.to haben Fitch, Moody's und S&P keine formellen Ratings veröffentlicht. Anthropic und Blackstone lehnten gegenüber TechCrunch eine Stellungnahme ab.
Die Wiedergaben des FT-Berichts gehen auseinander. Eine Quelle schreibt, Blackstone halte ein Rating im BB-Bereich „oder darüber“ für wahrscheinlicher. Eine andere spricht allgemein von einem hohen Junk-Rating. Eine dritte schreibt, der Chipfinanzierungsplan selbst erhalte ein Junk-Rating. Der FT-Originaltext liegt hier nicht vor. Offen bleibt daher, ob sich die Erwartung auf Anthropic als Emittenten bezieht oder auf die Tranchen des Deals.
Ein Rating unterhalb von Investment Grade verteuert die Kreditaufnahme tendenziell oder erschwert sie. Wie stark, hängt jedoch von Marktlage, Laufzeit und Ausgestaltung ab. Laut FT hatten Banker, die für Anthropic und OpenAI arbeiten, bei den großen Agenturen bereits für Investment-Grade-Ratings nach dem Börsengang geworben.
S-1 öffentlich, Termin und Preisspanne offen
Anthropic hat den S-1 am 26. Oktober 2026 öffentlich bei der SEC eingereicht. Den vertraulichen Entwurf hatte das Unternehmen am 1. Juni 2026 angekündigt. Geplant ist die Notierung der Class-A-Aktien an der Nasdaq unter „ANT“. Aktienzahl und Preisspanne stehen noch nicht fest. Das Registration Statement ist nicht wirksam.
Für das erste Halbjahr 2026 weist der S-1 einen Umsatz von rund 16,3 Milliarden Dollar aus. Der operative Verlust beträgt 693 Millionen Dollar, der Nettoverlust 80,7 Milliarden Dollar. Letzterer geht größtenteils auf Fair-Value-Änderungen von Wandelanleihen und anderen Instrumenten zurück.
Berichtete Termine bleiben unbestätigt, darunter eine Roadshow in der Woche des 9. November und ein Debüt Mitte bis Ende November. Der S-1 nennt keinen Termin.



