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Anthropic schließt 35-Milliarden-Dollar-Cloud-Deal mit Lambda für 350-MW-Rechenzentrum in Texas

Der KI-Konzern baut seine Rechenkapazität massiv aus – mit Lambda, Nscale, Fluidstack und SpaceX.

· Veröffentlicht: 03.09.2026 ·2 Min Lesezeit
Anthropic schließt 35-Milliarden-Dollar-Cloud-Deal mit Lambda für 350-MW-Rechenzentrum in TexasMit KI erstellt
Inhalt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Anthropic hat einen Cloud-Computing-Deal mit Lambda über 35 Milliarden USD abgeschlossen.
  • Das Rechenzentrum entsteht in Nueces County, Texas, und wird von Hut 8 entwickelt.
  • Die Anlage hat eine Kapazität von rund 350 Megawatt.
  • Nvidia hält den Lease für das Rechenzentrum und liefert die Chips an Lambda.
  • Hut 8 hatte im Juli zwei 15-Jahres-Leases über 704 MW an seinem Texas-Campus mit einem nicht genannten Mieter hoher Bonität abgeschlossen; der kombinierte Basisvertragswert beträgt 19,6 Mrd. USD.
  • Anthropic hat zuvor einen 45-Milliarden-Dollar-Vertrag mit Nscale für ein Rechenzentrum in West Virginia angekündigt.

35-Milliarden-Dollar-Cloud-Deal für 350-Megawatt-Rechenzentrum in Texas

Anthropic hat einen Cloud-Computing-Deal mit Lambda über 35 Milliarden US-Dollar abgeschlossen, wie Reuters und das Wall Street Journal berichten. Demnach nutzt Anthropic ein von Hut 8 in Nueces County, Texas, entwickeltes Rechenzentrum mit rund 350 Megawatt, um Claude zu skalieren. Nvidia hält den Mietvertrag für die Anlage und liefert die Chips an Lambda, das die Kapazität an Anthropic weiterreicht.

Hut 8s Texas-Campus: 704 Megawatt und 19,6 Milliarden Dollar Basiswert

Hut 8, ein früheres Krypto-Mining-Unternehmen, entwickelt die Anlage in Texas. Bereits im Juli hatte das Unternehmen zwei 15-Jahres-Mietverträge über insgesamt 704 Megawatt an seinem Campus in Texas mit einem nicht genannten Mieter hoher Bonität abgeschlossen. Der kombinierte Basisvertragswert beläuft sich auf 19,6 Milliarden US-Dollar. Ob dieser Mieter mit dem Anthropic-Deal in Verbindung steht, ist nicht belegt; Hut 8 nannte den Namen nicht.

Anthropics Infrastruktur-Offensive: Nscale, Fluidstack, SpaceX

Der Lambda-Deal ist Teil einer breiteren Infrastruktur-Offensive von Anthropic. Zu den weiteren gemeldeten Zusagen gehören 45 Milliarden Dollar mit Nscale für ein Rechenzentrum in West Virginia sowie laut Bloomberg 50 Milliarden Dollar mit Fluidstack und 45 Milliarden Dollar mit SpaceX. Diese Offensive dient dem Ziel, mit der wachsenden Nachfrage nach dem KI-Modell Claude und dem Coding-Tool Claude Code Schritt zu halten, insbesondere vor dem geplanten Börsengang. Die Ausgaben spiegeln einen grundlegenden Engpass wider: Ein leistungsfähiges Modell allein reicht nicht, wenn nicht genügend Chips, Rechenzentren und Strom verfügbar sind, um es in großem Maßstab zu betreiben. Konkret sind Nvidia-GPUs begehrt, Rechenzentrumskapazitäten begrenzt und der Strombedarf von KI-Anlagen enorm. Die Vereinbarungen mit spezialisierten Cloud-Anbietern wie Lambda, Nscale und Fluidstack sowie mit SpaceX zeigen, dass Anthropic auf mehrere Partner setzt, um die benötigte Rechenleistung zu sichern.

Lambda: 'Superintelligence Cloud' mit Nvidia DGX-Systemen

Lambda bewirbt seine Plattform als 'The Superintelligence Cloud' und spricht von 'Supercomputers for training and inference'. Nach eigenen Angaben bietet das Unternehmen NVIDIA-DGX-Systeme mit Blackwell- (GB200, B200) und Hopper-GPUs (H100) sowie HGX-B200- und B300-Systeme an. Lambda bezeichnet sich zudem als Betreiber einer der größten NVIDIA-GPU-Flotten der Welt. Diese Angaben sind Eigenwerbung und nicht unabhängig geprüft.

350 Megawatt im Vergleich: Größte KI-Rechenzentren erreichen bis zu 946 Megawatt

Mit rund 350 Megawatt liegt das geplante Rechenzentrum in Texas im Mittelfeld der größten betriebenen KI-Rechenzentren. Epoch AI schätzt die Spitzenreiter auf 636 bis 946 Megawatt IT-Leistung: Microsoft Fairwater Atlanta kommt auf 636 Megawatt, Anthropic-Amazon New Carlisle auf 910 Megawatt und Colossus 2 auf 946 Megawatt. Zum Vergleich: Google Columbus in Ohio hat laut Brightlio 303 Megawatt IT-Leistung. Die 350 Megawatt des neuen Standorts liegen damit über Google Columbus, aber deutlich unter den größten Anlagen.

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Andreas Rüdiger
Herausgeber & Redaktionsleitung · KI-Modelle, Technik & Business

Andreas Rüdiger ist Gründer der Agentur INREMA und verantwortet KI Spotlight redaktionell. Sein Schwerpunkt liegt auf KI-Modellen, Recheninfrastruktur, technischen Entwicklungen und der wirtschaftlichen Einordnung. Er sorgt dafür, dass komplexe KI-Themen verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden. Mehr zu ihm auf inrema.de und andiger.de.

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