KI-Navigation für Cyborg-Schaben findet direkten Weg
Forscher der Universität Osaka stellen ein System vor, das Cyborg-Kakerlaken per Echtzeit-Geländeerkennung zielgerichtet durch unwegsames Terrain steuert.
Mit KI erstellt◆ Fakten auf einen Blick
- Ferngesteuerte Schaben sind ein anerkanntes Forschungsgebiet, in dem Robotik auf Neurowissenschaft trifft.
- Cyborg-Schaben können am Fließband produziert werden und unter Wasser tauchen, wobei spezielle Anzüge dies ermöglichen.
- Bisherige Fernsteuerungssysteme für Cyborg-Schaben sind eher darauf ausgelegt, Hindernisse zu umlaufen, obwohl Schaben von Natur aus über unebenes Terrain krabbeln können.
- Forscher der Universität Osaka in Japan haben in einer neuen, von unabhängigen Experten geprüften Studie in der Fachzeitschrift Device ein KI-gestütztes System vorgestellt, das die Umwelt besser erkennt und die Schaben zielgerichtet durch unwegsames Terrain navigiert.
- Studienleiter Keisuke Morishima sagt, die größte Herausforderung bestand darin, ein System zu entwickeln, das das Gelände in Echtzeit erkennt, ohne die natürlichen Fortbewegungsfähigkeiten des Insekts zu beeinträchtigen.
- Bisherige Navigationssysteme für Cyborg-Insekten umgehen Hindernisse, weil sie aus der klassischen Robotik stammen und auf Ausweichmanöver programmiert sind.
KI-Navigation für Cyborg-Schaben findet direkten Weg
Forscher der Universität Osaka haben ein KI-gestütztes System vorgestellt, das Cyborg-Kakerlaken zielgerichtet durch unwegsames Terrain navigiert, statt Hindernisse zu umgehen. Das System erkennt das Gelände in Echtzeit und steuert die Schabe anhand dieser Analyse direkt über Hindernisse hinweg, statt Ausweichrouten zu wählen. Veröffentlicht wurde die Studie in der Fachzeitschrift Device. Bisherige Systeme umgingen Hindernisse, obwohl Schaben von Natur aus für unebenes Terrain gebaut sind.
Echtzeit-Erkennung ohne Beeinträchtigung der Fortbewegung
Die größte Herausforderung bestand laut Studienleiter Keisuke Morishima darin, das Gelände in Echtzeit zu erkennen, ohne die natürlichen Fortbewegungsfähigkeiten des Insekts zu beeinträchtigen. Echtzeit-Erkennung erfordert Rechenleistung und Sensorik, die das Insekt belasten oder seine Bewegungsfreiheit einschränken könnten. Das System nutzt einen am Insekt befestigten „Rucksack“, der die Analyse übernimmt; die Steuerung erfolgt über elektrische Impulse, die die Bewegung nur lenken, nicht blockieren. Bisherige Systeme umgehen Hindernisse, weil sie aus der klassischen Robotik stammen und auf Ausweichmanöver programmiert sind.



