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Ternus: Apple will KI nutzen, aber nicht „um ihrer selbst willen“ ausliefern

Im WIRED-Interview nennt Apples neuer CEO Nutzerliebe als Maßstab. Neue Strategien, Produkte oder Termine nennt das Gespräch nicht.

· Veröffentlicht: 01.11.2026 ·2 Min Lesezeit
Ternus: Apple will KI nutzen, aber nicht „um ihrer selbst willen“ ausliefernMit KI erstellt
Inhalt
◆ Fakten auf einen Blick
  • John Ternus gab Steven Levy für WIRED ein Interview, erschienen am 30. Oktober 2026.
  • Ternus sagte, Apple werde KI in seinen Produkten nutzen.
  • Apple gab am 19. April 2026 bekannt, dass John Ternus zum 1. September 2026 CEO wird.
  • Tim Cook wird Aufsichtsratsvorsitzender und blieb über den Sommer CEO.
  • Ternus ist 25 Jahre bei Apple und war zum Interview weniger als zwei Monate CEO.

Ternus: Apple will KI nutzen, aber nicht „for AI's sake“ ausliefern

Apple-CEO John Ternus hat Steven Levy für WIRED erklärt, wie er KI bei Apple einordnet. „We don't want to ship AI for AI's sake“, sagte er. Das Gespräch erschien am Freitag, 30. Oktober 2026. Apple werde KI „absolutely“ nutzen. Wenn Apple es richtig macht, müssen Menschen nicht überlegen, ob KI oder klassische Software etwas ermöglicht. Entscheidend ist für Ternus eine andere Frage: Hat Apple etwas gebaut, das die Leute wirklich lieben?

Levy traf Ternus am Rande des Launches des ersten MacBook Pro mit Touchscreen in Los Angeles. Ternus arbeitet seit 25 Jahren bei Apple und ist seit dem 1. September 2026 CEO. Zum Zeitpunkt des Interviews war er damit weniger als zwei Monate im Amt.

Auf die Frage, ob KI-Agenten Apps überflüssig machen könnten, antwortete Ternus, das könne das Leben leicht machen. Produktentwicklung sei jedoch etwas zutiefst Menschliches und Persönliches, und genau das tue Apple gern. Zur Kritik an Apples Stand in der KI sagte er: „everyone has an opinion“. Er selbst sagte: „I really like where we're at.“ Das ist seine Einschätzung, keine belegte Tatsache.

Siri AI: seit 14. September als Beta draußen, in der EU auf iPhone und iPad nicht

Apple stellte Siri AI am 8. Juni 2026 vor. Entwickler konnten sie ab dann testen. Seit dem 14. September rollt Apple sie als Beta auf Englisch aus, mit iOS 27, iPadOS 27, macOS 27 und weiteren Plattformen. Französisch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch und Spanisch sollen im Oktober folgen. Laut Apple ist Siri AI ein „deutlich leistungsfähigerer“ und „persönlicherer“ Assistent. Unabhängige Belege dafür liegen im Material nicht vor.

In der EU erscheint Siri AI wegen des Digital Markets Act nicht zusammen mit iOS 27 und iPadOS 27. Einen Zeitplan nennt Apple nicht. In macOS 27 und visionOS 27 soll sie dort verfügbar sein. Apple erklärt, die EU-Regulierer hätten in den vergangenen Monaten keine der vorgelegten Lösungen akzeptiert und sich geweigert, konstruktiv zu arbeiten. Das ist Apples Darstellung. Eine Stellungnahme der EU-Kommission liegt nicht vor.

Was das Interview nicht enthält: keine Ankündigung, keine klare Linie zur Regulierung

Das Interview bringt weder eine neue Produktankündigung noch einen Zeitplan, eine Investitionszusage oder eine neue Strategie. Es zeigt, woran Ternus Apples Arbeit gemessen sehen will. Wie gut diese Arbeit ist, sagt es nicht.

Zur Regulierung äußerte sich Ternus dem Bericht zufolge nicht klar. Die Berichte über KI-Modelle betrachte er „from a cybersecurity standpoint“. Apples Fokus liege auf sicheren Produkten und dem Schutz der Nutzerdaten. Ob seine Aussage zur Qualität der Siri-AI-Beta passt, lässt sich nicht beurteilen, weil unabhängige Tests im Material fehlen.

A
Andreas Rüdiger
Herausgeber & Redaktionsleitung · KI-Modelle, Technik & Business

Andreas Rüdiger ist Gründer der Agentur INREMA und verantwortet KI Spotlight redaktionell. Sein Schwerpunkt liegt auf KI-Modellen, Recheninfrastruktur, technischen Entwicklungen und der wirtschaftlichen Einordnung. Er sorgt dafür, dass komplexe KI-Themen verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden. Mehr zu ihm auf inrema.de und andiger.de.

Quellen

  1. mezha.net ↗

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