SUSE streicht rund 10 % der Stellen und beruft sich auf KI
CEO Dirk-Peter van Leeuwen kündigt in einem Memo den Abbau von etwa 10 % der Belegschaft an und verweist auf Automatisierung
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◆ Fakten auf einen Blick
- Van Leeuwen kündigte in einem Memo den Abbau von etwa 10 % der Stellen an.
- Das Memo ist auf Montag, 2. November 2026 datiert.
- Laut Memo verändern Automatisierung und KI grundlegend, wie Softwareunternehmen arbeiten.
- Laut Memo trägt die aktuelle Struktur und Kostenbasis das Unternehmen nicht in die Zukunft.
- Die Strategie für das Geschäftsjahr 2027 wird am 16. November vorgestellt.
SUSE streicht rund 10 % der Stellen und beruft sich auf KI
SUSE-CEO Dirk-Peter van Leeuwen hat in einem Memo vom Montag, 2. November 2026, den Abbau von etwa 10 % der Belegschaft angekündigt. Nach Angaben des Eigentümers EQT beschäftigt der Linux-Anbieter mehr als 1.900 Menschen. Daraus ergeben sich rechnerisch rund 190 Stellen. Diese Zahl stammt von thenextweb.com und steht nicht im Memo.
Das Memo hat The Register eingesehen. Das Dokument selbst liegt also nicht vor, alle Berichte stützen sich auf Sekundärquellen. Im September bot SUSE laut The Register langjährigen Beschäftigten freiwillige Aufhebungsverträge an.
Wie der CEO den Abbau mit Automatisierung begründet
Van Leeuwen führt den Schritt auf den Wandel der Branche zurück. Automatisierung und KI verändern laut seinem Schreiben grundlegend, wie Softwareunternehmen arbeiten. Der Bedarf an einigen bestehenden Rollen sei „greatly diminished“. Die aktuelle Struktur und Kostenbasis trügen das Unternehmen nicht in die Zukunft. Moderne Werkzeuge erlaubten schnelleres Arbeiten mit weniger Overhead und flacheren Berichtslinien.
Vor dem Beschluss habe eine Prüfung von „future strategy, required capabilities, and team structures“ stattgefunden, so das Memo. Der CEO schreibt, KI-Fähigkeiten entwickelten sich „exponentiell“ weiter und erzwängen eine radikale Neuausrichtung der Arbeit.
Das ist die Darstellung der Unternehmensführung. Unabhängig prüfen lässt sie sich bislang nicht. Unklar bleibt, welche Aufgaben entfallen und welche Werkzeuge sie ersetzen sollen.
Einzelgespräche ab November, Strategie am 16. November
Der Zeitplan im Memo ist eng. Betroffene sollen bis zum 4. November informiert werden. Am Folgetag benennt das Unternehmen Mitarbeitervertreter, in der Woche danach beginnen die Einzelgespräche. Am 16. November folgt die Strategie für das Geschäftsjahr 2027.
Die Entscheidungen seien schmerzhaft für die Mitarbeitenden, die Kultur und die Open-Source-Community, räumt van Leeuwen ein. Sie spiegelten veränderte Anforderungen wider, nicht Talent oder Einsatz der Beschäftigten.
Vieles bleibt offen. Das Memo nennt weder die wegfallenden Rollen noch eine Aufteilung nach Standorten oder Funktionen. Im SUSE-Newsroom lag bis zum Berichtszeitpunkt keine Mitteilung zu den Kürzungen vor. Ob das Unternehmen den Abbau bestätigt, ist damit ungeklärt.



