Spotify will ab 2027 KI-Remixes anbieten, 4 bis 5 Dollar Aufpreis im Gespräch
Laut Financial Times soll der Dienst im ersten Quartal 2027 starten. Lizenzlage und Auszahlungsquote an Künstler sind teils offen. Neu sind Preis und Termin, nicht das Vorhaben.
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◆ Fakten auf einen Blick
- Spotify plant laut Financial Times einen KI-Remix- und Cover-Dienst für das erste Quartal 2027.
- Spotify erwägt einen Aufpreis von 4 bis 5 US-Dollar pro Monat; Preis und Zeitplan sind nicht final.
- Zahlende Abonnenten sollen per KI eigene Versionen von Songs erstellen können.
- Tantiemen aus Fan-Remixes fließen an die Urheber der Originalsongs.
- Lizenzabkommen bestehen mit Universal Music Group, Merlin und Believe; Verhandlungen mit Sony Music und Warner Music laufen.
Spotify will KI-Remixes ab 2027 für 4 bis 5 Dollar Aufpreis anbieten
Spotify will im ersten Quartal 2027 einen kostenpflichtigen KI-Dienst für Remixes und Covers starten. Das berichtete die Financial Times (FT) am 30. Oktober 2026 unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Personen. Demnach könnte der Dienst rund um die Grammy-Verleihung im Februar vorgestellt werden. Im Gespräch ist ein Aufpreis von 4 bis 5 US-Dollar im Monat auf das Premium-Abo.
Zahlende Abonnenten sollen mit KI eigene Versionen von Songs erstellen können. Die FT nennt zwei Beispiele: ein Folk-Lied, das als Dance-Track neu entsteht, und einen Song, der klingt, als würde ein anderer Künstler ihn covern.
Preis und Zeitplan sind laut Berichten nicht final. Gestartet ist der Dienst nicht. Spotify äußerte sich gegenüber der FT nicht. Auf eine Reuters-Anfrage antwortete das Unternehmen zunächst nicht.
Die Börse reagierte deutlich. Laut 24/7 Wall St. stieg die Spotify-Aktie am Nachmittag um rund 6 Prozent auf 587,91 US-Dollar. Der Invesco QQQ Trust, der den Nasdaq 100 abbildet, gab im selben Zeitraum um 3 Prozent nach.
Universal, Merlin und Believe lizenzieren, Sony und Warner verhandeln noch
Bei den Lizenzen zeigt sich ein Gefälle bei der Bestätigung. Laut FT hat Spotify Abkommen mit Universal Music Group, Merlin und Believe geschlossen. Mit Sony Music und Warner Music laufen noch Verhandlungen. Offiziell belegt ist bislang nur die Vereinbarung mit Believe. Sie steht im Spotify-Newsroom, und Believe und TuneCore gaben sie laut aimusicpreneur am 20. Oktober bekannt. Die Angaben zu Universal und Merlin stützen sich bisher auf anonyme FT-Quellen. Einige Zweitquellen geben lediglich wieder, die Beteiligten hätten „reportedly“ zugestimmt. Spotify hat die FT-Angaben nicht bestätigt.
Spotify zufolge ist das Werkzeug für Remixes und Covers gedacht, nicht für völlig neue Werke. Die Teilnahme ist freiwillig. Bei Believe und TuneCore gibt es ein zweistufiges Zustimmungsverfahren. Künstler entscheiden zunächst, ob sie sich grundsätzlich für KI-Programme vormerken lassen. Laut FT können Künstler außerdem ablehnen, selbst wenn ihr Label lizenziert hat. Die Entscheidung fällt künstlerweise.
Tantiemen für Originalurheber: Auszahlungsquote bleibt offen
Laut FT fließen Tantiemen aus Fan-Remixes an die Urheber der Originale. Plays sollen den Originalsongs in den Charts gutgeschrieben werden. Außerdem arbeitet Spotify daran, Remixes in Playlists einzubinden. Wie viel davon bei den Künstlern ankommt, ist offen. Keine der Quellen nennt eine Auszahlungsquote.
Spotify beschreibt das Tool als lizenzierte Umgebung, die Hörer zum Originaltrack und zum Originalkünstler zurückführe. Zugleich grenzt sich das Unternehmen von schädlichen KI-Inhalten wie Spam und Imitationen ab. Dabei handelt es sich um eine Herstellerdarstellung. Prüfbar wird sie erst nach dem Start, anhand der Auszahlungsdaten.
Neu ist an der Meldung nicht das Vorhaben. Laut Hits Daily Double kündigte Spotify die Funktion bereits im Mai an. Neu sind das angepeilte Startfenster und der im FT-Bericht erwogene Preis. Die Aktienberichte heben diesen Unterschied nicht hervor.



