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SEC verklagt Fondsbetreiber wegen nie gekaufter OpenAI- und SpaceX-Anteile

Laut Fortune sollen Anlegergelder in Verlusthandel, Shopping und einen Stripclub geflossen sein. Die genannten Unternehmen werden nicht beschuldigt.

· Veröffentlicht: 26.10.2026 ·2 Min Lesezeit
SEC verklagt Fondsbetreiber wegen nie gekaufter OpenAI- und SpaceX-AnteileMit KI erstellt
Inhalt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Die SEC hat zwei getrennte Fälle gegen Fondsberater angeklagt, die vorbörsliche Anteile versprachen.
  • Owen Meyer und Meyer Global Management sollen mindestens 18,5 Mio. USD von knapp 100 Anlegern eingesammelt haben.
  • Beyond Alpha Ventures-Verantwortliche sollen 35 Anleger um mehr als 8,7 Mio. USD betrogen haben.
  • Die Berater sollen die Anteile nie gekauft oder besessen haben, laut SEC.
  • Unter den Geschädigten sind laut SEC auch Navy-Veteranen.

SEC verklagt Fondsbetreiber wegen nie gekaufter OpenAI- und SpaceX-Anteile

Die US-Börsenaufsicht SEC hat in zwei getrennten Fällen Betreiber privater Fonds angeklagt. Sie hatten Anlegern Zugang zu vorbörslichen Anteilen versprochen. Laut SEC haben sie diese Anteile nie gekauft oder besessen. Die Fälle wurden nach Angaben des Magazins Fortune am Mittwoch bekanntgegeben.

Alle Angaben in diesem Text stützen sich auf Fortune und davon abgeleitete Berichte. Die Klageschriften und eine SEC-Pressemitteilung liegen uns nicht vor. Es handelt sich um Vorwürfe, die im Verfahren geklärt werden müssen.

Im ersten Fall verklagte die SEC Owen Meyer (35) und dessen Firma Meyer Global Management vor einem Bundesgericht in Manhattan. Meyer soll mindestens 18,5 Millionen US-Dollar von knapp 100 Anlegern eingesammelt haben. Diese wollten in Fonds mit OpenAI- und SpaceX-Anteilen investieren. Mindestens 1,27 Millionen Dollar Kundengeld soll er zweckentfremdet haben.

Im zweiten Fall richten sich die Vorwürfe gegen Christopher Dinelli und Jacob Frankel von Beyond Alpha Ventures. Sie sollen 35 Anleger um mehr als 8,7 Millionen Dollar betrogen haben. Beworben wurden laut SEC Beteiligungen an SandboxAQ und Kraken. Fälschlich behauptet worden seien Anteile an SpaceX und xAI. Die Behörde nennt außerdem gefälschte Anlegerauszüge, nicht offengelegte Mittelumleitungen und hohe Handelsverluste. Dazu zählen 2,8 Millionen Dollar aus Margin-Trading.

Verlusthandel, Bloomingdale's und 18.000 Dollar im Stripclub

Das Anlegergeld soll laut SEC unter anderem in verlustreiche Optionsgeschäfte geflossen sein. Ebenso landete es offenbar bei Bloomingdale's und Amazon. Besonders hebt die Behörde den Fall Meyer hervor. Er soll 18.000 Dollar Fondskapital für „persönliche Unterhaltung“ in einem Stripclub ausgegeben haben.

Den Schilderungen zufolge scheiterte morgens um 4:41 Uhr eine Debitkartenzahlung über 4.400 Dollar zweimal. Wenige Minuten später soll Meyer 10.000 Dollar von einem Fondskonto auf das Konto seiner Firma überwiesen haben. Auf dem Fondskonto lag ausschließlich Anlegergeld. Das sind Behauptungen der SEC, die sich im Verfahren erst bestätigen müssen. Unter den Geschädigten sind laut SEC auch Veteranen der US-Marine.

Betroffene Unternehmen nicht beschuldigt, weitere SEC-Verfahren seit SpaceX-Börsengang

Weder OpenAI, SpaceX, xAI, Kraken oder SandboxAQ noch deren Führungskräfte werden einer Verfehlung beschuldigt. Nach Darstellung der SEC dienten ihre Namen lediglich als Köder für Anleger.

Die Fälle stehen laut Fortune nicht allein. Seit dem SpaceX-Börsengang im Juni hat die SEC mehrere weitere Verfahren eingeleitet. Sie betreffen Pre-IPO-Beteiligungen, veruntreute Anlegergelder und versteckte Gebühren. Andere Verfahren drehen sich um Zugangsversprechen zu Anduril, Anthropic und Perplexity. Die Kanzlei Sadis berichtet, die SEC habe im August 2026 aufeinanderfolgende Klagen eingereicht. Eine Kanzleianalyse beziffert das Wachstum des Sekundärmarkts für Pre-IPO-Aktien: von rund 17 Milliarden Dollar (2020) auf über 45 Milliarden Dollar (2024).

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Andreas Rüdiger
Herausgeber & Redaktionsleitung · KI-Modelle, Technik & Business

Andreas Rüdiger ist Gründer der Agentur INREMA und verantwortet KI Spotlight redaktionell. Sein Schwerpunkt liegt auf KI-Modellen, Recheninfrastruktur, technischen Entwicklungen und der wirtschaftlichen Einordnung. Er sorgt dafür, dass komplexe KI-Themen verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden. Mehr zu ihm auf inrema.de und andiger.de.

Quellen

  1. fortune.com ↗

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