Nous Research bündelt 18 Hermes-Plugins – Abo-Plugin für Claude wirft Fragen auf
Ein experimentelles Plugin lässt den Agenten über ein Claude-Pro- oder Max-Abo laufen. Ob das mit den Anthropic-Bedingungen vereinbar ist, bleibt offen.
Mit KI erstelltInhalt
◆ Fakten auf einen Blick
- Hermes-Plugins liegen als Verzeichnis mit plugin.yaml und Python-Code unter ~/.hermes/plugins/.
- Der kuratierte Hermes-Plugin-Katalog enthält Plugins der Stufen Official, Verified und Community.
- Katalogeinträge nennen einen gepinnten Commit; Installation erfolgt per hermes plugins install.
- Nous Research veröffentlichte hermes-official-plugins: 18 First-Party-Plugins unter MIT-Lizenz.
- Das Plugin „Claude Subscription DirectSDK“ lässt Hermes-Turns über die Claude-Code-CLI mit Claude-Pro- oder Max-Plan ohne API-Key laufen.
Nous Research bündelt 18 Hermes-Plugins in einem MIT-Repository
Laut dem Newsletter AlphaSignal hat Nous Research das Repository hermes-official-plugins veröffentlicht. Es fasst 18 First-Party-Plugins für den Agenten Hermes unter MIT-Lizenz zusammen. Genannt werden unter anderem Home Assistant, Spotify, Blender, TouchDesigner, Meshy, Snyk, Langfuse, Memory Wiki und Camofox. Die Installation erfolgt mit `hermes plugins install` aus einem geprüften, gepinnten Commit des Katalogs. Ein Blobless-Sparse-Clone sorgt dafür, dass ein installiertes Plugin die übrigen nicht mitlädt. Experimentelle Plugins liegen getrennt im Repository hermes-labs-plugins auf der Community-Stufe.
Neu ist vor allem die Bündelung. Das Plugin-System und der Katalog mit gepinnten Commits gibt es laut Hermes-Dokumentation schon. Dort heißt es, der Katalog ergänze das Plugin-System und ersetze es nicht. Katalog-Plugins seien normale Plugins mit zusätzlicher Prüfebene. Jeder Eintrag nennt den gepinnten Commit. Änderungen an den Katalogseiten laufen nur über gemergte Pull Requests. Das ist relevant: Gebündelte Agenten-Plugins vergrößern generell die Angriffsfläche der KI-Lieferkette. Pinning und menschliche Prüfung setzen genau dort an.
Eine Einschränkung vorab. Das Repository selbst konnten wir nicht einsehen. Die Angaben stützen sich auf eine einzige Quelle, deren Text hinter einer Paywall endet. Ob die Zahl 18 und die Plugin-Liste vollständig stimmen, ist deshalb nicht unabhängig geprüft.
Experimentelles Plugin lässt Hermes über Claude Code mit Pro/Max-Abo laufen
Brisanter als die Bündelung ist ein Eintrag darin. „Claude Subscription DirectSDK“ führt Hermes-Turns über die Claude-Code-CLI auf einem Claude-Pro- oder Max-Plan aus, ohne API-Key. Laut einem Reddit-Beitrag ist es als experimentell gekennzeichnet. Hermes behält demnach die Kontrolle über Agent-Loop, Tools und Freigaben. Die Claude-Anbindung ersetzt nur die Modellseite.
Brandneu ist das Plugin nicht. Reddit-Beiträge sprechen von einer Vorstellung um den 21./22. September. Ein Nutzer berichtet von Tests mit Kontexten bis 837.000 Token. Das sind Community-Angaben ohne unabhängige Prüfung. Hermes unterstützt außerdem weitere Inferenz-Provider, darunter OpenRouter, Anthropic, Ollama, vLLM und OpenCode. Mindestens einer muss konfiguriert sein.
Anthropic-Bedingungen lassen die Abo-Nutzung über Dritt-Software offen
Ob das Plugin mit Anthropics Regeln zusammenpasst, ist unklar. Laut Nutzungsbedingungen ist die OAuth-Anmeldung für Abo-Käufer für die gewöhnliche Nutzung von Claude Code und nativen Anthropic-Apps gedacht. Entwickler von Produkten, auch auf Basis des Agent SDK, sollen API-Keys verwenden. Anthropic erlaubt es Dritten nicht, Anfragen über Free-, Pro- oder Max-Zugangsdaten ihrer Nutzer zu leiten.
Dagegen steht der Support-Stand. Am 15. Juni pausierte Anthropic angekündigte Änderungen an der Agent-SDK-Nutzung. Agent SDK, `claude -p` und Drittanbieter-Apps zählen weiter auf die Abo-Limits. Das Update vom 7. Oktober ergänzt monatliche API-Credits für Max und Team. Die Nutzung mit Abo-Limits bleibt möglich.
Offen ist, ob ein Plugin, das die CLI des Nutzers aufruft, als gewöhnliche Nutzung oder als Routing durch Dritte gilt. Eine ausdrückliche Aussage von Anthropic zu Hermes haben wir nicht gefunden. Eine rechtliche Bewertung ist das nicht. Aussagen zur Lage in Deutschland oder der EU lassen sich aus der Quellenlage nicht treffen.



