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Block stellt Dessa vor, ein Sprachmodell, das nur aus Gesprächen lernte

Dessa ist eine Research Preview ohne allgemeinen Zugang. Benchmarks fehlen. Blocks Superlative und der Vergleich mit OpenAI sind unabhängig nicht bestätigt.

· Veröffentlicht: 24.10.2026 ·2 Min Lesezeit
Block stellt Dessa vor, ein Sprachmodell, das nur aus Gesprächen lernteMit KI erstellt
Inhalt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Block kündigte Dessa am 23. Oktober 2026 an; Projektleiter ist Ragavan Thurairatnam.
  • Dessa ist laut Block ein echtes Speech-to-Speech-Modell ohne Transkription als Zwischenschritt.
  • Dessa ist laut Block Full-Duplex: Es hört und spricht gleichzeitig.
  • Laut Block wurde Dessa nur mit aufgezeichneten menschlichen Gesprächen ohne Text und vortrainierte Modelle trainiert.
  • Laut Block läuft Dessa schneller als Echtzeit lokal auf einem MacBook Pro mit M4 Max oder besser.

Block stellt Dessa vor: Ein Sprachmodell, das aus Gesprächen lernte

Blocks KI-Forschungsgruppe hat nach Unternehmensangaben am 23. Oktober 2026 Dessa angekündigt. Projektleiter ist Ragavan Thurairatnam. Block, das Unternehmen von Jack Dorsey, nennt Dessa eine Research Preview.

Nach Blocks Darstellung handelt es sich um ein echtes Speech-to-Speech-Modell. Audio geht hinein, Audio kommt heraus, ein Zwischenschritt über Transkription entfällt. Das Modell ist außerdem Full-Duplex: Es hört und spricht gleichzeitig. Aus echten Gesprächen habe es gelernt, wann es sich einschalten soll und wann kurze Rückmeldungen wie „yeah“ oder „got it“ passen.

Trainiert wurde es laut Block von Grund auf, ausschließlich mit aufgezeichneten menschlichen Gesprächen, ohne Text und ohne vortrainierte Modelle. Es laufe schneller als Echtzeit und lokal auf einem MacBook Pro mit M4 Max oder besser.

Die Primärquelle – Blogpost, Model Card oder technischer Report – lag nicht im Wortlaut vor. Alle Angaben stammen aus Sekundärberichten, die Blocks Darstellung wiedergeben.

Demos und Warteliste: Wer Dessa heute testen kann

Dessa ist nicht allgemein zugänglich. Block lädt eine kleine Gruppe von KI-Sicherheitsforschenden zum Frühzugang ein. Daneben gibt es eine öffentliche Warteliste. Links zum Start sollen laut Block „bald“ folgen.

Bisher verfügbar sind Demo-Aufnahmen auf der Dessa-Seite. Block sagt, sie seien live aufgenommen und nicht gesteuert worden. Zu hören sind ein Gespräch über Christopher Nolans Filme mit einem Abstecher zu Bryan Singers Superman-Filmen, eine Überraschungsreise nach Paris und ein Ratespiel. In einem Clip hält das Modell den Sprecher zunächst für „Ronaldo“.

Als Motive nennt Block Neugier, ein besseres Verständnis zwischen Mensch und KI und KI-Sicherheit. Für Entwickler von Voice-Agents ändert sich vorerst nichts. Aussagen zu Endnutzern in Deutschland oder der EU liegen nicht vor.

Superlative ohne Messwerte: Was Block nicht belegt

Block beansprucht nach eigenem Wissen die weltweit erste KI, die nach reinem Sprachtraining ein realistisches Live-Gespräch führt. Dessa sei das „authentischste Full-Duplex-Sprachmodell, das je gebaut wurde“. Thurairatnam spricht von einem „GPT-3-Moment für Sprache“. Laut der Dessa-Seite klinge das Modell in einigen Beispielen natürlicher als OpenAIs GPT-Live-1. Dabei handelt es sich um einen Vergleich, den Block selbst anstellt, nicht um eine unabhängige Messung.

Dem stehen fehlende Daten gegenüber. Laut AI Chat Daily veröffentlichte Block weder Parameterzahl noch Datensatzgröße, Latenzwerte oder formale Benchmarks. The Verge und pookie-tech.com berichten von unbeholfenen, unheimlichen Momenten und Fehlern wie der Verwechslung mit „Ronaldo“. Die Beispiele wählte Block selbst aus.

Auch die Trainingshardware wird uneinheitlich wiedergegeben. AI Chat Daily nennt ein einzelnes Nvidia-GB200-NVL72-System, Phemex eine einzelne GPU. Letzteres ist wahrscheinlich ungenau wiedergegeben, lässt sich aber nur anhand von Blocks Originaltext klären.

Eine Prüfung bräuchte den technischen Report und unabhängige Hörtests.

A
Andreas Rüdiger
Herausgeber & Redaktionsleitung · KI-Modelle, Technik & Business

Andreas Rüdiger ist Gründer der Agentur INREMA und verantwortet KI Spotlight redaktionell. Sein Schwerpunkt liegt auf KI-Modellen, Recheninfrastruktur, technischen Entwicklungen und der wirtschaftlichen Einordnung. Er sorgt dafür, dass komplexe KI-Themen verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden. Mehr zu ihm auf inrema.de und andiger.de.

Quellen

  1. hyper.ai ↗

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