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Seagate hat Nearline-Kapazität mehrheitlich bis 2028 vergeben

Einige Cloud-Verträge reichen bis 2030. Trotz Rekordzahlen gibt die Aktie nachbörslich nach.

· Veröffentlicht: 28.10.2026 ·2 Min Lesezeit
Seagate hat Nearline-Kapazität mehrheitlich bis 2028 vergebenMit KI erstellt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Seagate-CEO Dave Mosley sagte am 27.10.2026, die große Mehrheit der Nearline-Exabyte-Lieferungen sei bis 2028 zugeteilt.
  • Der Quartalsumsatz betrug 4,23 Mrd. USD, ein Plus von 61 % gegenüber dem Vorjahr.
  • Der Free Cashflow lag bei knapp 1,5 Mrd. USD, mehr als dreimal so hoch wie im Vorjahr.
  • Seagate hält die Investitionsausgaben bei 4–6 % und setzt auf HAMR.
  • Die Aktie schloss am 27.10. bei 667,85 USD und fiel nachbörslich auf 630,96 USD.

Seagate hat die Nearline-Kapazität mehrheitlich bis 2028 vergeben, einige Cloud-Verträge reichen bis 2030

Seagate hat den Großteil seiner Nearline-Festplattenkapazität langfristig verkauft. Laut CEO Dave Mosley im Earnings Call vom 27. Oktober 2026 sind die meisten Nearline-Exabyte-Lieferungen über langfristige Verträge bis 2028 zugeteilt. Bei einigen Cloud-Kunden laufen die Vereinbarungen bis 2030. Die Aussage liegt nur als Wiedergabe durch 247wallst und Futunn vor. Beide Berichte stimmen jedoch überein.

Die Schlagzeile „bis 2030“ nennt also den Maximalwert. Wie groß der Anteil der Verträge bis 2030 ist, geht aus den Quellen nicht hervor. Die Zuteilung bis 2028 hatte Seagate laut 247wallst bereits im Juli 2026 angekündigt. Neu ist die Reichweite bis 2030. Beim Call zum vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 war nur von Verhandlungen über Verträge bis 2029 die Rede.

Auf eine Preisfrage von Morgan-Stanley-Analyst Erik Woodring sagte Mosley: „Absolutely everything we can make above and beyond our plans is being spoken for.“ Wer ohne Langfristvertrag kaufen will, findet also nur Kapazität jenseits der Pläne. Auch diese ist laut Mosley bereits vergeben. Finanzchef Gianluca Romano ergänzte: „The supply-demand gap is probably growing at this point.“ Mosley erwartet außerdem, dass das Angebot „fairly tight“ bleibt. Zu Deutschland oder der EU enthalten die Quellen keine Aussagen.

Rekordzahlen und 75 % des Free Cashflows für Aktionäre, doch die Aktie fällt nachbörslich um 5,52 %

Seagate legte am 27. Oktober nach Börsenschluss Quartalszahlen vor, die laut Futunn über den Erwartungen lagen. Der Umsatz stieg um 61 % auf 4,23 Milliarden US-Dollar. Die Bruttomarge übertraf 57 %. Der Free Cashflow erreichte knapp 1,5 Milliarden US-Dollar. Das ist ein Rekord und mehr als das Dreifache des Vorjahres. Auch die Prognose für das Folgequartal übertraf laut Futunn die Erwartungen.

Die Investitionsausgaben hält Seagate bei 4 bis 6 %. Statt die Kapazität breit auszubauen, setzt das Unternehmen auf eine höhere Flächendichte per HAMR. Die Nettoverschuldungsquote sinkt auf 0,2x. Ab dem März-Quartal des kommenden Jahres will Seagate 75 % des Free Cashflows für Aktienrückkäufe und Dividenden einsetzen.

Die Aktie schloss am 27. Oktober bei 667,85 US-Dollar (+3,67 %). Nachbörslich fiel sie bis 19:59 Uhr ET um 5,52 % auf 630,96 US-Dollar. Seit Jahresbeginn steht sie 143,32 % im Plus. Im Monat vor den Zahlen hatte sie 27,16 % verloren.

Warum der Kurs nachgab, erklärt keine Quelle. 247wallst schreibt, dass der Call den Rückgang nicht eindeutig erklärt. Die starke Kursentwicklung seit Jahresbeginn als Grund zu nennen, wäre eine Vermutung ohne Beleg.

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Andreas Rüdiger
Herausgeber & Redaktionsleitung · KI-Modelle, Technik & Business

Andreas Rüdiger ist Gründer der Agentur INREMA und verantwortet KI Spotlight redaktionell. Sein Schwerpunkt liegt auf KI-Modellen, Recheninfrastruktur, technischen Entwicklungen und der wirtschaftlichen Einordnung. Er sorgt dafür, dass komplexe KI-Themen verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden. Mehr zu ihm auf inrema.de und andiger.de.

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