MIRI-Präsident Nate Soares zahlt seit zehn Jahren nicht mehr in sein 401(k) ein
Er hält es für wahrscheinlicher als 50 Prozent, dass die Menschheit kein weiteres Jahrzehnt hat. Die Aussage beschreibt einen Dauerzustand, keine neue Entscheidung.
Mit KI erstelltInhalt
◆ Fakten auf einen Blick
- Soares ist Präsident des MIRI, einer gemeinnützigen Organisation in Berkeley.
- Soares verließ Google 2014 für das MIRI, zuvor war er Ingenieur bei Google und Microsoft.
- Soares ist gemeinsam mit Eliezer Yudkowsky Autor des Buchs „If Anyone Builds It, Everyone Dies“ (2025).
- Soares spart derzeit nicht für die Rente und zahlt seit zehn Jahren nicht ein.
- Thompson, CEO von The Atlantic, interviewte Soares; laut IBTimes erschien es am 21. Oktober 2026.
Soares zahlt seit zehn Jahren nicht mehr ins 401(k) ein
Nate Soares, Präsident des Machine Intelligence Research Institute (MIRI), spart nach eigener Aussage derzeit nicht für die Rente. In Nicholas Thompsons Reihe „The Most Interesting Thing in AI“ sagte er: „I do not save for retirement right now. I have a 401(k) from when I worked at Google, but I haven't contributed for a decade.“ Das 401(k) ist ein US-amerikanischer Betriebsrentenplan.
Thompson wollte wissen, ob Soares es für mehr als 50 Prozent wahrscheinlich hält, dass es in zehn Jahren keine Menschen mehr gibt. Soares antwortete: „More than 50% that we don't have a decade at this point is how it looks to me.“
Soares leitet das MIRI, eine gemeinnützige Organisation in Berkeley. Zuvor arbeitete er als Ingenieur bei Google und Microsoft, 2014 wechselte er von Google zum MIRI. Zusammen mit Eliezer Yudkowsky schrieb er das 2025 erschienene Buch „If Anyone Builds It, Everyone Dies“. Darin wird argumentiert, eine mit heutigen Methoden gebaute Superintelligenz entwickle nicht beabsichtigte Ziele und beende fast sicher das menschliche Leben. Thompson ist CEO von The Atlantic. Das Interview erschien laut IBTimes am 21. Oktober 2026.
Kein Kurswechsel: Was Soares sagt und was die Schlagzeilen daraus machen
Soares beschreibt einen Dauerzustand. Seit einem Jahrzehnt zahlt er nichts ein. Mehrere Medien schreiben dagegen, er habe „aufgehört zu sparen“ („stopped saving“), und legen damit eine aktuelle Entscheidung nahe. Das Material stützt diese Lesart nicht. Einen ausdrücklichen Zusammenhang zwischen dem Verzicht und der Sorge vor dem Aussterben nennen die vorliegenden Zitatauszüge ebenfalls nicht. Diese Verbindung stellen die Medien selbst her. Eine wörtliche Begründung von Soares findet sich in den Auszügen nicht.
Einschränkend gilt: Das Originalinterview liegt nicht vor. Die Auszüge brechen ab. Was Soares darüber hinaus sagte, lässt sich daher nicht prüfen.
Auch das Format ist unscharf. Viele Sekundärmedien sprechen von einem „Atlantic-Interview“ und übernehmen damit die Formulierung von Business Insider. Laut IBTimes und Fortune handelt es sich jedoch um eine Podcast- beziehungsweise Reihenproduktion. Laut IBTimes entsteht sie unabhängig von der Atlantic-Redaktion. Eine Aussage der Atlantic-Redaktion ist es also nicht. Von Business Insider aus verbreitete sich die Meldung unter anderem über Yahoo, AOL, Techspot und Fortune.
Gleichgültigkeit statt Hass: Soares’ Argument zur Gefahr durch KI
Als Grundlage seiner Einschätzung nennt Soares laut den Berichten: Eine ausreichend fähige KI könne Ziele entwickeln, die denen der Menschheit widersprechen. Sie könne sich der Aufsicht entziehen und sich selbst verbessern. Die Gefahr liege in der Gleichgültigkeit gegenüber Menschen, nicht in Hass. Zitiert wird er mit den Worten: „the real question is not how does it kill us? It's how does it become self-sufficient?“
Die 50-Prozent-Schätzung ist Soares’ persönliche Einzelmeinung und keine unabhängig überprüfte Prognose. Für Leser folgen daraus keine Handlungspflichten. In Reddit-Diskussionen wird die These zudem als Glaubenssystem kritisiert. Eine eigene Bewertung der Wahrscheinlichkeit nimmt diese Meldung nicht vor.



