OpenAI nennt den 11. Dezember 2026 als Stichtag für das Aus der Custom GPTs
Laut FAQ sollen Creator zu Plugins wechseln; migrierte Originale bleiben bis zum Stichtag nutzbar, sind aber schreibgeschützt. Ob Wissensdateien mitwandern, ist offen.
Mit KI erstelltInhalt
◆ Fakten auf einen Blick
- OpenAI plant, Custom GPTs zu retiren und Creator zu Plugins zu migrieren.
- Als Retirement-Termin nennt die FAQ den 11. Dezember 2026, der Geltungsbereich ist unvollständig belegt.
- Bestehende GPTs bleiben bis zum Retirement-Datum nutzbar; migrierte Originale werden schreibgeschützt.
- Am 26.10.2026 wurde die Neuerstellung von Custom GPTs für betroffene Enterprise-Workspaces deaktiviert.
- OpenAI empfiehlt für neue wiederverwendbare Workflows den „Plugin Creator“.
OpenAI nennt den 11. Dezember 2026 als Ende der Custom GPTs
OpenAI will Custom GPTs abschaffen. Laut einer Hilfe-FAQ des Unternehmens sollen die Assistenten zu „retiren“ sein, also außer Betrieb gehen. Creator sollen dabei auf Plugins umsteigen. Plugins bündeln laut OpenAI wiederverwendbare Instructions, Referenzdateien und verbundene Apps, sodass Anleitung, Werkzeuge und Informationen für eine Aufgabe zusammenarbeiten. Das ist die Darstellung des Unternehmens. Einen Nachweis, dass Plugins die Funktionen von Custom GPTs gleichwertig ersetzen, gibt es bislang nicht.
Als Retirement-Datum nennt die FAQ den 11. Dezember 2026. Betroffen seien laut FAQ alle ChatGPT-Pläne. Migration und Plugin-Zugang können je nach Konto oder Workspace abweichen. Ein Release-Note-Eintrag vom 26. Oktober 2026 belegt: In betroffenen Enterprise-Workspaces ist die Neuerstellung von Custom GPTs bereits deaktiviert. FedRAMP-Workspaces sind davon ausgenommen. Der vorliegende FAQ-Auszug bricht allerdings beim Hinweis auf FedRAMP-Workspaces ab. Der genaue Geltungsbereich des Datums ist daher nicht vollständig belegt.
Bis zum Stichtag bleiben GPTs nutzbar, migrierte Originale werden schreibgeschützt
Kein GPT wird laut OpenAI sofort abgeschaltet. Bestehende GPTs bleiben bis zum Stichtag nutzbar. Nicht migrierte GPTs sind laut Release Note außerdem noch editierbar. Wer ein GPT migriert, kann das Original bis zum Stichtag weiterverwenden, es ist aber ab der Migration schreibgeschützt (read-only). OpenAI rät daher, wesentliche Änderungen vor der Migration abzuschließen und das Ersatz-Plugin anschließend selbst zu pflegen.
Creator sollen die Migration vorbereiten und testen, sobald sie für ihr Konto verfügbar ist. Wer GPTs anderer nutzt, sollte den Hinweis des GPTs und die Empfehlung des Creators zu einem Ersatz beachten. Für neue wiederverwendbare Workflows empfiehlt OpenAI den „Plugin Creator“. Wer mehrere Konten oder Workspaces nutzt, sollte prüfen, wo ein GPT erstellt wurde. Laut FAQ gelten dessen Zeitplan und Berechtigungen auch dann, wenn das GPT aus einem anderen Konto heraus genutzt wird.
Wandern Wissensdateien mit? Ein Nutzerbericht und offene Forderungen
Ungeklärt bleibt, was bei der Migration tatsächlich übertragen wird. Ein Reddit-Nutzer berichtet, das installierte Paket seines migrierten GPTs enthalte nur Name, Bild und Rollenbeschreibung. Wissensdateien und frühere Gespräche fehlten. OpenAI beschreibt Plugins zwar als Bündel aus Referenzdateien. In den vorliegenden Texten sagt das Unternehmen aber nicht ausdrücklich, dass Wissensdateien automatisch mitwandern. Der Bericht ist ein nicht verifizierbarer Einzelfall. Einen erwiesenen Widerspruch gibt es nicht. Die Frage bleibt jedoch klärungsbedürftig.
In einem Forumsbeitrag fordert der unabhängige Builder KAIROSEED vor dem Retirement eine Gegenüberstellung der Funktionen von Custom GPTs und Plugins. Außerdem verlangt er einen dokumentierten Export- und Migrationsprozess, einen transparenten Zeitplan und gegebenenfalls eine Koexistenz beider Formate. Die Community sieht diese Punkte also als offen. Dass OpenAI sie nicht erfüllt, ist damit allerdings nicht belegt.
Unabhängige Fachberichte, eine technische Beschreibung des Plugin-Systems und eine Stellungnahme von OpenAI zu der Kritik liegen bislang nicht vor.



