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S&P setzt Metas AA-Rating auf negativen Ausblick

Die Ratingagentur senkt den Ausblick von stabil auf negativ, das Rating bleibt unverändert. Meta widerspricht der Einschätzung zur KI-Monetarisierung.

· Veröffentlicht: 31.10.2026 ·2 Min Lesezeit
S&P setzt Metas AA-Rating auf negativen AusblickMit KI erstellt
Inhalt
◆ Fakten auf einen Blick
  • S&P senkte den Ausblick für Metas AA-Rating am 30. Oktober 2026 auf negativ.
  • S&P erwartet, dass Metas Leverage 2027 über 1,0x steigt, nach etwa 0,1x im Vorjahr.
  • S&P schätzt Investitionsausgaben auf rund 140 Mrd. US-Dollar für 2026 und über 225 Mrd. Dollar für 2027.
  • Metas offengelegte Verpflichtungen liegen bei über 800 Mrd. Dollar, fast die Hälfte für noch nicht begonnene Leasingverträge.
  • Als Unterschied zu Amazon, Microsoft und Google nennt S&P, dass Meta kein Cloud-Geschäft hat.

S&P stellt Metas AA-Rating auf negativen Ausblick, ohne es zu senken

S&P Global Ratings hat am Freitag, dem 30. Oktober 2026, den Ausblick für Metas AA-Rating von stabil auf negativ gesetzt. Das Rating selbst blieb unverändert. Ein negativer Ausblick ist ein formaler Hinweis: Eine Herabstufung wird möglich, falls sich die Prognose der Agentur bestätigt. Eine CreditWatch-Listung ist das nicht.

Zur Begründung schreibt S&P: "Meta's ability to monetize its AI investments is more limited than that of its peers." Unklar sei außerdem, wann die KI-Umsätze die steigenden Kosten übersteigen. Die S&P-Originalmitteilung lag der Redaktion nicht vor. Die Angaben beruhen auf Berichten.

Kein Cloud-Geschäft, Investitionen von über 225 Milliarden Dollar, Leverage über 1,0x

Anders als Amazon, Microsoft und Google betreibt Meta kein Cloud-Geschäft, das Rechenleistung vermietet. Meta kann Rechenleistung also nicht vermieten und muss die Rendite deshalb über die eigenen Apps, Werbung, Engagement und noch im Aufbau befindliche Produkte erzielen.

S&P schätzt Metas Investitionsausgaben auf rund 140 Milliarden Dollar für 2026 und auf über 225 Milliarden Dollar für 2027. Der Ausblick berücksichtigt auch, wie lange die Investitionen hoch bleiben und der Free Operating Cash Flow negativ bleibt. Die Leverage, also das Verhältnis von Verschuldung zu Ergebnis, soll 2027 über 1,0x steigen. Im Vorjahr lag sie bei etwa 0,1x. Laut The Next Web wäre dies die Grenze für das aktuelle Rating.

Hinzu kommen Verpflichtungen, die Meta Anfang Oktober offengelegt hat: über 800 Milliarden Dollar. The Next Web nennt 825 Milliarden. Fast die Hälfte entfällt auf Leasingverträge, die noch nicht begonnen haben, vor allem für Rechenzentren und Energieinfrastruktur. S&P hat zudem Oracle wegen der Rechenzentrumskosten bereits herabgestuft.

Meta widerspricht. Die Aktie liegt unter dem Ausgabepreis des 35-Milliarden-Verkaufs

Meta-Sprecher Kamran Mumtaz erklärte: "We respectfully disagree with S&P's assertion about Meta's AI monetization capabilities." Der Konzern sehe erhebliche Chancen bei Produkten und Geschäft, die sein "very strong credit profile" stützten. Das ist eine Selbsteinschätzung ohne belegte Zahlen. Finanzchefin Susan Li sagte Analysten, Meta erwarte, "to continue investing aggressively".

Anfang der Woche begann Meta einen Aktienverkauf über 35 Milliarden Dollar, um den Ausbau zu finanzieren. Der Ausgabepreis lag laut 247wallst bei 625 Dollar. Die Aktie schloss am 30. Oktober bei 614,99 Dollar. Das ist ein Minus von 1,53 Prozent und rund 1,6 Prozent unter diesem Preis. Der Oktober war mit minus 15,2 Prozent der schwächste Monat seit vier Jahren.

Offen bleibt, wie S&P seine Einschätzung im Detail begründet. Einschätzungen anderer Ratingagenturen liegen ebenfalls nicht vor.

A
Andreas Rüdiger
Herausgeber & Redaktionsleitung · KI-Modelle, Technik & Business

Andreas Rüdiger ist Gründer der Agentur INREMA und verantwortet KI Spotlight redaktionell. Sein Schwerpunkt liegt auf KI-Modellen, Recheninfrastruktur, technischen Entwicklungen und der wirtschaftlichen Einordnung. Er sorgt dafür, dass komplexe KI-Themen verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden. Mehr zu ihm auf inrema.de und andiger.de.

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