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Qualcomm: Handset-Umsatz sinkt um 26 Prozent, Rechenzentrum soll Ausgleich bringen

Im vierten Geschäftsquartal bricht das Smartphone-Chipgeschäft ein, der Ausblick setzt auf das Rechenzentrum. Automotive wächst um 89 Prozent.

· Veröffentlicht: 05.11.2026 ·2 Min Lesezeit
Qualcomm: Handset-Umsatz sinkt um 26 Prozent, Rechenzentrum soll Ausgleich bringenMit KI erstellt
Inhalt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Qualcomm meldete für Q4 FY2026 einen Non-GAAP-Umsatz von 10,44 Mrd. USD (-7 %).
  • Das Non-GAAP-EPS fiel um 28 % auf 2,17 USD.
  • Der Handset-Umsatz im Chipgeschäft fiel um 26 % auf 5,14 Mrd. USD.
  • Automotive wuchs um 89 % auf 1,99 Mrd. USD; IoT stieg um 4 % auf 1,89 Mrd. USD.
  • Für Q1 FY2027 erwartet Qualcomm Umsatz von 10,4-11,2 Mrd. USD.

Handset-Umsatz fällt um 26 Prozent auf 5,14 Milliarden Dollar

Im vierten Geschäftsquartal 2026 (Ende: 27. September) hat Qualcomm deutlich weniger Smartphone-Chips verkauft. Der Handset-Umsatz sank um 26 Prozent auf 5,14 Milliarden US-Dollar, im Vorjahresquartal waren es 6,96 Milliarden. Laut den Quellen hatte man rund 5,2 Milliarden Dollar erwartet.

Der Non-GAAP-Gesamtumsatz lag bei 10,44 Milliarden Dollar, ein Minus von 7 Prozent. Der GAAP-Umsatz betrug 10,32 Milliarden Dollar (minus 8 Prozent). Das Non-GAAP-Ergebnis je Aktie fiel um 28 Prozent auf 2,17 Dollar. Gegenüber dem Konsens ist die Abweichung klein: LSEG nennt 2,16 Dollar. Eine andere Quelle spricht von einem Wert „in Erwartung“.

Das Chipgeschäft QCT setzte 9,02 Milliarden Dollar um. Seine Marge vor Steuern sank von 29 auf 24 Prozent. Das Lizenzgeschäft QTL erlöste 1,30 Milliarden Dollar.

Als Gründe nennen die Quellen hohe Speicherpreise, schwache Smartphone-Nachfrage und den schrittweisen Wegfall des Apple-Geschäfts. Apple wechselt auf eigene Modems. Eine Aufteilung der Anteile an diesen Ursachen liegt nicht vor.

Im regulären Handel hatte die Aktie um 3,6 Prozent auf 170,31 Dollar zugelegt. Nach Börsenschluss gab sie um etwa 7 Prozent nach.

Rechenzentrum soll ab dem ersten Quartal über 650 Millionen Dollar beitragen

Für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 stellt Qualcomm 10,4 bis 11,2 Milliarden Dollar Umsatz in Aussicht. Das Non-GAAP-EPS soll zwischen 2,15 und 2,35 Dollar liegen. Die Mitte liegt leicht unter dem Konsens. Der schwankt je nach Quelle zwischen 10,48 und 10,55 Milliarden Dollar Umsatz sowie 2,27 und 2,30 Dollar EPS. Vermutlich liegt das an unterschiedlichen Datenanbietern und Stichtagen.

Erstmals enthält QCT das Rechenzentrumsgeschäft. Die Prognose für QCT liegt bei 9,0 bis 9,6 Milliarden Dollar. Der Rechenzentrumsumsatz soll über 650 Millionen Dollar liegen. Laut Dolphin Research lag der Konsens bei rund 430 Millionen.

Das Ziel von rund 5 Milliarden Dollar Rechenzentrumsumsatz im Geschäftsjahr 2027 ist nicht neu. Qualcomm hatte es im Juni gesetzt und nun bekräftigt. Es handelt sich um ein Umsatz-, nicht um ein Auftragsziel. Für das Geschäftsjahr 2029 gilt ein Ziel von 15 Milliarden Dollar.

Zum Geschäft gehören die Inferenzbeschleuniger AI200 und AI250, Dragonfly-Server-CPUs und kundenspezifisches Silizium. Bekannte Kunden sind AWS und Humain. Laut 8-K-Meldung erhielt Amazon Warrants auf bis zu 25 Millionen Qualcomm-Aktien zu 161,26 Dollar, gebunden an Kaufmeilensteine. Humain aus Saudi-Arabien hat den Einsatz von 200 Megawatt zugesagt.

Amon erwartet Wachstum außerhalb des Handset-Geschäfts, Automotive legt um 89 Prozent zu

Konzernchef Cristiano Amon sagte, das Geschäftsjahr 2027 markiere den Beginn der Umsatzwende außerhalb des Handset-Geschäfts. Der Nicht-Handset-Umsatz soll um mehr als 60 Prozent wachsen. Das ist eine Herstellerangabe.

Der Automotive-Umsatz stieg um 89 Prozent auf 1,99 Milliarden Dollar und federt damit die Schwäche im Handset-Geschäft teilweise ab. IoT legte um 4 Prozent auf 1,89 Milliarden Dollar zu.

Offen ist, ob der Hochlauf im Rechenzentrum den Rückgang bei Smartphone-Chips ausgleichen kann. Qualcomm muss das in den kommenden Quartalen belegen.

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Andreas Rüdiger
Herausgeber & Redaktionsleitung · KI-Modelle, Technik & Business

Andreas Rüdiger ist Gründer der Agentur INREMA und verantwortet KI Spotlight redaktionell. Sein Schwerpunkt liegt auf KI-Modellen, Recheninfrastruktur, technischen Entwicklungen und der wirtschaftlichen Einordnung. Er sorgt dafür, dass komplexe KI-Themen verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden. Mehr zu ihm auf inrema.de und andiger.de.

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