Live Anthropic-Beschäftigte rechnen mit weit mehr KI-Übernahme als US-Arbeitnehmende
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Replit-CEO: Zusammenarbeit mit Anthropic beendet, ein Insider widerspricht

Amjad Masad nennt Kosten, Partnerschaft und Leistung als Gründe und stuft OpenAI derzeit als den besseren Partner ein. Ein anonymer Insider und Replits eigene Dokumentation sprechen dagegen. Geklärt ist die Lage nicht.

· Veröffentlicht: 17.10.2026 ·2 Min Lesezeit
Replit-CEO: Zusammenarbeit mit Anthropic beendet, ein Insider widersprichtMit KI erstellt
Inhalt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Masad sagte auf der TechCrunch Disrupt, Replit arbeite nicht mehr mit Anthropic zusammen.
  • Die Entscheidung beruhe auf Kosten, Partnerschaft und Leistung; OpenAI sei vorerst der bessere Partner.
  • Replit kündigte im August eine Partnerschaft mit OpenAI an.
  • Replits Blogbeitrag vom 29. September dokumentiert Claude Fable 5.1 und GPT-6 Astra im Replit Agent.

Masad: Replit arbeitet nicht mehr mit Anthropic zusammen

Replit-CEO Amjad Masad hat auf der TechCrunch Disrupt erklärt, seine Plattform arbeite nicht mehr mit Anthropic zusammen. Die Entscheidung sei „based on both cost, partnership, and performance“ gefallen, sagte er. Aus diesen Gründen sei OpenAI „for now“ der bessere Partner. „I think ChatGPT is better now“, so Masad.

Auf die Frage, ob die OpenAI-Partnerschaft vom August das Ende der Anthropic-Zusammenarbeit bedeute, antwortete er laut Unite.ai: „Yes. I mean, yes.“ Zu Berichten über Anthropics Umsatzwachstum sagte er, Replit sei einer der fünf größten Anthropic-Kunden gewesen.

Zur Leistung verwies Masad auf einen internen und einen öffentlichen Benchmark. Darin hätten OpenAIs Modelle Sol und Astra beim Bau von Vibe-Coding-Apps von Grund auf „consistently“ besser abgeschnitten. Das ist eine Angabe des Replit-CEO. Unabhängig geprüft ist sie nicht. Neu ist die Aussage, weil TechCrunch zufolge bislang kein Hinweis auf ein Ende der Anthropic-Beziehung vorlag, obwohl Replit im August die OpenAI-Partnerschaft angekündigt hatte.

Anonymer Insider und Replits Dokumentation sprechen gegen ein klares Ende

Dem widerspricht eine mit der Beziehung vertraute Person, die sich TechCrunch gegenüber nur anonym äußerte: Die Partnerschaft bestehe weiter. Überprüfen lässt sich diese Angabe nicht.

Replits eigene Unterlagen zeichnen ein uneinheitliches Bild. Laut Unite.ai führt die Modellauswahl weiterhin Claude-Modelle, darunter Fable 5.1, Opus 5.5 und Sonnet 5. AI Integrations nennt Anthropic als unterstützten Anbieter. Ein Blogbeitrag vom 29. September dokumentiert Claude Fable 5 und Fable 5.1 im Produktivbetrieb des Replit Agent. Im Juni startete Replit zudem eine Integration innerhalb von Claude.

Diese Belege sagen allerdings wenig über die aktuelle Lage. Sie stammen aus früheren Zeitpunkten oder beschreiben technische Nutzung. Das Ende einer kommerziellen Partnerschaft muss jedoch nicht das Ende der technischen Modellnutzung bedeuten. Ob die Trennung formal vollzogen oder nur angekündigt ist, bleibt offen. Weder Replit noch Anthropic haben sich bislang geäußert.

Benchmark, Kosten und Verträge bleiben unbelegt

Replit hat die Benchmark-Ergebnisse im zitierten Material nicht veröffentlicht. Testaufbau und Vergleichsbedingungen sind unklar, ebenso welche Modellversionen verglichen wurden. Zu Kosten und Vertragsbedingungen liegen keine Zahlen vor. Offen bleibt damit auch, ob Replit-Nutzer und Enterprise-Kunden betroffen sein könnten, falls sich Standardmodelle oder Preise ändern.

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Andreas Rüdiger
Herausgeber & Redaktionsleitung · KI-Modelle, Technik & Business

Andreas Rüdiger ist Gründer der Agentur INREMA und verantwortet KI Spotlight redaktionell. Sein Schwerpunkt liegt auf KI-Modellen, Recheninfrastruktur, technischen Entwicklungen und der wirtschaftlichen Einordnung. Er sorgt dafür, dass komplexe KI-Themen verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden. Mehr zu ihm auf inrema.de und andiger.de.

Quellen

  1. hyper.ai ↗

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