REA koppelt Ghidra, Hopper und IDA per MCP an KI-Agenten
Das Open-Source-Projekt verbindet bestehende Analysewerkzeuge mit KI-Coding-Agenten. Erste Tests zeigen schnelle JS-Analyse, native Ziele sind kaum geprüft.
Mit KI erstelltInhalt
◆ Fakten auf einen Blick
- REA koppelt Agenten per MCP an native Binaries, JavaScript-Apps, .NET-Assemblies und Websites.
- Native Analyse nutzt vorhandene Hopper-, Ghidra- oder IDA-Installation; Hopper optional installierbar.
- Offizielle Bezugsquellen sind morluto/rea, rea.tools und das npm-Paket rea-agents.
- Setup unterstützt Claude Code, Codex, Cursor, Gemini CLI und Grok Build.
- REA behauptet nicht, Originalquellcode wiederherzustellen oder Anwendungen automatisch zu klonen.
REA bindet Ghidra, Hopper und IDA per MCP an KI-Agenten
REA (Reverse Engineer Anything) ist ein Open-Source-Projekt. Es verbindet bestehende Analysewerkzeuge über das Model Context Protocol (MCP) mit KI-Coding-Agenten. Laut README deckt es native Binaries, JavaScript- und Electron-Apps, .NET-Assemblies und Websites ab.
Für die native Analyse greift REA auf eine vorhandene Installation von Hopper, Ghidra oder IDA zurück. Die README-Fassungen widersprechen sich dabei. Eine nennt nur Hopper und Ghidra, andere ergänzen IDA. Welche Fassung aktuell gilt, lassen die undatierten Texte offen. Die Analyse läuft laut README lokal. Installiert wird per `npx rea-agents setup`.
REA entwickelt keine neue Dekompilierungstechnik. Der Agent fragt die vorhandenen Werkzeuge ab, deutet die Ergebnisse und schreibt darauf aufbauend Ersatzcode. Entwickler müssen so nicht mehr jede disassemblierte Funktion von Hand durchgehen.
Zur Popularität gibt es nur Sekundärangaben. Hackernoon nennt für den 11. Oktober 76.998 Stars, nach einem Tagesgewinn von 25.793. Hyper.ai meldet über 290.000 Stars bis zum 17. Oktober. Beide Werte lassen sich nicht direkt gegenprüfen.
Erste Praxistests: schnelle JS-Analyse, Keygen in zwei Minuten, native Ziele kaum geprüft
Zwei unabhängige Tests liegen vor. Hackernoon setzte REA auf einem Debian-13-Rechner mit 8 vCPUs ein, ohne Agenten, über die Kommandozeile und rohes MCP. Geprüft wurde die statische Analyse einer rund 100 MB großen Electron-App. Laut Autor arbeitete sie gut und schnell, übersah aber etwas, das sich per grep finden ließ.
Native Ziele blieben ungetestet. Auf dem Rechner war weder Hopper, Ghidra noch IDA installiert. Die Hopper-Funktionen laufen nur auf dem Mac.
Korben ließ Claude Code mit Opus 5.5 arbeiten. Als einzigen MCP-Server nutzte er REA 6.4.0, als Engine Ghidra 12.1.4. Vier Aufgaben standen an: Keygen, Patch, Nachbau einer Funktion und Cheat-Codes. Für die Fake-App „PixelNote Pro“ (Apple Silicon) lieferte der Agent nach rund zwei Minuten einen Python-Keygen. Die API-Kosten lagen laut Korben bei 50 Cent.
Beide Tests haben Grenzen. Korben nutzte selbst kompilierte Programme, Hackernoon prüfte keine nativen Binaries. Eine dokumentierte Erfolgsquote an realen Binaries fehlt. Der Herstellerslogan „Understand how it works, down to the binary level“ ist damit nicht unabhängig belegt.
Was die README nicht verspricht, und eine Warnung vor Fälschungen
Die README stellt klar, dass REA nicht behauptet, Originalquellcode wiederherzustellen oder Anwendungen automatisch zu klonen. Das Setup unterstützt unter anderem Claude Code, Codex, Cursor, Gemini CLI und Grok Build. Es legt Backups bestehender Konfigurationen an. Anbieter geschlossener Software könnten potenziell betroffen sein.
Als offizielle Bezugsquellen nennt die README das Repository morluto/rea, die Website rea.tools und das npm-Paket rea-agents. Sie warnt: Ein ähnlicher Repository-Name oder eine kopierte README belegt nicht, dass ein Download offiziell ist. Bei der aktuellen Aufmerksamkeit gilt das umso mehr für alles, was REA im Namen trägt, aber nicht über diese Wege kommt.



