Laut The Decoder steuert die ChatGPT-Erweiterung für Chrome Tabs per Computer Use
Work-Modus, @chrome und Chat-Historie in der Seitenleiste: Der Launch ist bislang nur durch eine Quelle belegt. OpenAIs Dokumentation warnt vor den Rechten eingeloggter Konten.
Mit KI erstelltInhalt
◆ Fakten auf einen Blick
- Eine Browser-Erweiterung für Chrome, Edge, Brave, Opera und Vivaldi arbeitet mit der ChatGPT-Desktop-App.
- Seitenchat ist in Chrome, Edge, Brave und Vivaldi verfügbar, nicht in Opera.
- ChatGPT kann auf Seiten lesen und handeln, bei denen der Nutzer eingeloggt ist, etwa Gmail oder Salesforce.
- Im Work-Modus steuert ChatGPT Tabs per Computer Use: Formulare ausfüllen, Dateien herunterladen, Tabs gruppieren.
- Dateizugriff, Computer Use, Browser und verbundene Apps haben getrennte Berechtigungen.
Chrome-Erweiterung steuert Tabs und füllt Formulare aus
Nach Angaben von The Decoder hat OpenAI die ChatGPT-Erweiterung für Chrome erweitert. Im Chat-Modus sammelt ChatGPT Informationen aus mehreren offenen Tabs. Der neue Work-Modus geht weiter: Er steuert Tabs per Computer Use. Demnach sendet ChatGPT Nachrichten, füllt Formulare aus, lädt Dateien herunter und gruppiert Tabs. Mit dem Befehl @chrome lassen sich einzelne offene Tabs gezielt ansprechen. Die Seitenleiste zeigt außerdem die Chat-Historie neben der besuchten Webseite.
Als Beispiele nennt der Bericht den Produktvergleich über mehrere Tabs hinweg, etwa nach Abmessungen, Material, Lieferzeit und Rückgaberichtlinien. Die Erweiterung soll zudem Artikel in einfacher Sprache zusammenfassen und Preisseiten verschiedener Anbieter gegenüberstellen.
Einordnen lässt sich das so: Belegt ist der Launch bislang nur durch The Decoder. Die OpenAI-Ankündigung, die Hilfeseite zur Erweiterung und der Eintrag im Chrome Web Store lagen nicht vor. Der Bericht behauptet außerdem, ein Modell namens GPT-6 Astra sei das mit Abstand beste Computer-Use-Modell am Markt. Wer das sagt, bleibt offen. Eine Benchmark-Zahl fehlt, und der Modellname taucht nur in dieser Quelle auf. Die Redaktion lässt die Aussage deshalb unberücksichtigt.
OpenAI-Dokumentation: fünf Browser, eingeloggte Sitzungen, Kontorechte
OpenAIs eigene Dokumentation beschreibt eine Browser-Erweiterung für Chrome, Edge, Brave, Opera und Vivaldi. Sie arbeitet mit der ChatGPT-Desktop-App zusammen. Alle fünf Browser unterstützen laut Dokumentation Tab-Erwähnungen und Browser-Steuerung aus der Desktop-App. Seitenchat gibt es in Chrome, Edge, Brave und Vivaldi. In Opera fehlt er; dort sollen Aufgaben in der Desktop-App gestartet werden.
ChatGPT kann laut Dokumentation auf Seiten lesen und handeln, auf denen der Nutzer bereits eingeloggt ist. Genannt werden LinkedIn, Salesforce, Gmail und interne Tools. Offene Tabs dienen dabei als Kontext. Alternativ steuert ChatGPT per @Browser einen eingebauten Browser. Dieser unterstützt die Anmeldung und nutzt das normale Browserprofil nicht.
Die Kehrseite benennt OpenAI selbst. Ein Browser oder eine Anwendung, die bereits bei einem Firmensystem eingeloggt ist, kann die Berechtigungen des bestehenden Kontos offenlegen. Der Zugriff hängt von Workspace-Berechtigungen, bestehendem Kontozugriff, Betriebssystem-Berechtigungen, App-Freigaben und Geräterichtlinien ab. Dateizugriff, Computer Use, Browser und verbundene Apps haben getrennte Berechtigungen und Freigaben.
Eine Einschränkung gilt. Die Dokumentation beschreibt die Desktop-App und ChatGPT Work, nicht ausdrücklich den Work-Modus der Erweiterung. Ob die Angaben darauf eins zu eins zutreffen, ist nicht belegt.
Tarifzugang ungeklärt, unabhängige Tests fehlen
The Decoder schreibt, die aktualisierte Erweiterung stehe ab sofort allen ChatGPT-Tarifen offen. OpenAIs Dokumentation hält dagegen fest, die Verfügbarkeit im Browser könne vom Rollout und von den Workspace-Einstellungen abhängen. Ob das ein echter Widerspruch ist, bleibt offen. „Alle Tarife“ kann den Tarifzugang meinen, während die Dokumentation Beschränkungen durch Admins und gestaffelte Rollouts beschreibt. Welche Tarife den Work-Modus mit Computer Use tatsächlich nutzen können, ist nicht geklärt.
Unabhängige Tests der Steuerung gibt es nicht. Ein undatierter Drittbeitrag bestreitet, dass ChatGPT den Browser tatsächlich steuern kann. Er bezieht sich aber offenbar auf eine ältere Sucherweiterung. Das Material belegt diese Erklärung nicht.
Zu Prompt Injection äußert sich OpenAI allgemein. Agenten sollen vor wichtigen Aktionen wie Mailversand oder Kauf um Bestätigung bitten. Nicht jeder Angriff lasse sich jedoch verhindern. Diese Aussagen beziehen sich auf Atlas beziehungsweise Agenten allgemein, nicht ausdrücklich auf die Chrome-Erweiterung.



