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Perplexity veröffentlicht Agenten-Sandbox SPACE als Open Source

Die Rust-Plattform führt Agenten-Code in Firecracker-microVMs aus und liefert einen E2B-Wrapper mit. Angaben zu Sicherheit und Reifegrad stammen bislang nur vom Hersteller.

· Veröffentlicht: 17.10.2026 ·2 Min Lesezeit
Perplexity veröffentlicht Agenten-Sandbox SPACE als Open SourceMit KI erstellt
Inhalt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Perplexity hat SPACE als Open-Source-Software unter Apache 2.0 veröffentlicht.
  • Perplexity ersetzte im Juli seinen kommerziellen Sandbox-Anbieter durch SPACE.
  • SPACE bietet laut Perplexity Isolation, Zustandswiederherstellung, Credential- und Netzwerkkontrollen.
  • SPACE ist in Rust geschrieben und erzeugt isolierte Linux-Umgebungen in Firecracker-microVMs.
  • SPACE ist als selbst gehosteter Ort für nicht vollständig vertrauenswürdigen Code gedacht.

Perplexity gibt Agenten-Sandbox SPACE als Open Source frei

Perplexity hat seine interne Sandbox-Plattform SPACE (Sandboxed Platform for Agentic Code Execution) unter der Apache-2.0-Lizenz veröffentlicht. Das Repository liegt in der verifizierten GitHub-Organisation „Open Source @ Perplexity“ (perplexityai). SPACE ist in Rust geschrieben. Die Plattform führt von Agenten erzeugten Code in Firecracker-microVMs aus. Nach eigenen Angaben ersetzte Perplexity im Juli damit einen kommerziell verfügbaren Sandbox-Anbieter.

Wie gut die Plattform arbeitet, belegt bislang nur der Hersteller. Perplexity beschreibt SPACE als „robuster und widerstandsfähiger“ als die frühere Lösung und als „production-tested“. Zudem schreibt das Unternehmen, es biete „hohe Sicherheit“. Zuletzt habe SPACE umfangreiche Sicherheitstests bestanden, auch gegen Netzwerk-Umgehungstechniken, wie sie im OpenAI/Hugging-Face-Vorfall eingesetzt wurden. Testumfang und Ergebnisse hat das Unternehmen nicht veröffentlicht. Betriebszahlen fehlen ebenfalls: Last, Zahl der Sandboxes und Startzeiten nennt Perplexity nicht. Von außen lassen sich diese Aussagen nicht überprüfen.

Firecracker, PostgreSQL und Warm Pools: So arbeitet SPACE technisch

Laut Projektbeschreibung nutzt Firecracker Linux-KVM, um leichtgewichtige virtuelle Maschinen mit hardwaregestützter Isolationsgrenze zu erzeugen. Clients sprechen SPACE über HTTP und Server-Sent Events an. Das Ressourcenmodell kennt fünf Konzepte: Template, Sandbox, Process, Command session und Operation. Ihre Lebensdauern sind voneinander unabhängig.

Die Control Plane schreibt den Soll-Zustand in PostgreSQL. Die Data Plane streamt Ausgaben per SSE und setzt dafür eingeschränkte Attachment-Tokens ein. Warm Pools und Basis-Snapshots verkürzen Kaltstarts, btrfs Copy-on-Write macht das Klonen von Sandboxes günstig. Standardmäßig suspendiert SPACE eine Sandbox nach sechs Stunden Leerlauf als vollständigen Snapshot. Per Wake lässt sich der Zustand wiederherstellen.

E2B-Wrapper und Selbsthosting: Was Betreiber mitbringen und selbst prüfen müssen

SPACE bringt einen Kompatibilitäts-Wrapper für E2B mit. Bestehende Anwendungen auf Basis des E2B-Python-SDK können damit migrieren. Technisch liegt das Projekt nah an E2B. Laut Qovery setzen E2B und Fly.io ebenfalls auf Firecracker-microVMs, Modal dagegen auf gVisor-isolierte Container.

Wer SPACE selbst betreibt, braucht KVM-fähige Infrastruktur und PostgreSQL. Sicherheitsprüfung, Betrieb und Updates liegen dann beim Betreiber. Zu Reifegrad, Version und unabhängigen Prüfungen liegen derzeit keine Informationen vor. Ob die Veröffentlichung den Markt für gehostete Sandbox-Dienste beeinflusst, lässt sich aus der Faktenlage nicht ableiten.

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Jasmin Freitag
Redaktion · KI-Anwendungen & Tools

Jasmin Freitag beobachtet für KI Spotlight die praktische Seite der künstlichen Intelligenz: neue Anwendungen, generative Werkzeuge, kreative KI und den Einsatz von Tools im Alltag und in Unternehmen. Sie erklärt praxisnah, was ein Werkzeug wirklich taugt.

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