Live In 40 von 41 lokalen Abstimmungen stimmen Wähler gegen den Ausbau von Rechenzentren
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37 von 38 ausgezählten Rechenzentrums-Abstimmungen gehen gegen den Ausbau

In den US-Zwischenwahlen beschließen Gemeinden Verbote, Moratorien und Grenzen von 25 Megawatt. Abbott und Husted verlieren. Ein Zusammenhang mit Rechenzentren ist nicht belegt.

· Veröffentlicht: 05.11.2026 ·2 Min Lesezeit
37 von 38 ausgezählten Rechenzentrums-Abstimmungen gehen gegen den AusbauMit KI erstellt
Inhalt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Am 3. November standen 41 lokale Rechenzentrums-Abstimmungen in 10 Bundesstaaten zur Wahl.
  • Bis Mittwochmorgen waren 38 der 41 Abstimmungen entschieden, 37 davon für Einschränkungen.
  • In Harwood (North Dakota) lehnten die Wähler eine Charta-Änderung ab, die Prüfungen für Industrieprojekte inklusive Rechenzentren verlangte.
  • Ohio hatte mit 21 Abstimmungen die meisten, darunter Verbote in Granville, Hubbard und Urbana.
  • Eine Ohio-Verfassungsinitiative verfehlte die Unterschriftenhürde von 413.487 und zielt auf November 2027.

37 von 38 ausgezählten Abstimmungen gehen gegen den Ausbau

Bei den US-Zwischenwahlen am 3. November standen laut Ballotpedia 41 lokale Abstimmungen über Rechenzentren in 10 Bundesstaaten auf dem Stimmzettel. Bis Mittwochmorgen waren 38 entschieden. In 37 Fällen stimmten die Wähler für Einschränkungen oder Auflagen, in einem für eine Zulassung oder Unterstützung.

Ein Beispiel liefert Harwood in North Dakota. Dort lehnten die Wähler eine Änderung der Stadtcharta ab, die zusätzliche Prüfungen für Industrieprojekte einschließlich Rechenzentren verlangt hätte. Drei Ergebnisse stehen noch aus.

Die Zahl von 13 Bundesstaaten, die teils zu lesen ist, bezieht sich auf die mindestens 50 Abstimmungen des gesamten Jahres, nicht auf den Wahltag. Eine landesweite Abstimmung zu Rechenzentren gab es nicht. Die Daten stammen von Ballotpedia. Hier werden sie über Medienberichte wiedergegeben, unter anderem von CNBC und der Beratungsfirma Venable.

Verbote, Moratorien und 25-Megawatt-Grenzen in Ohio und darüber hinaus

Mit 21 Abstimmungen liegt Ohio vorn. Granville, Hubbard und Urbana beschlossen Verbote von Rechenzentren, Pataskala und Trenton Verbote großer Anlagen. In Piqua und Upper Sandusky änderten die Wähler die Stadtcharta, um den Bau zu untersagen. Conneaut, Defiance, Oregon und Sunbury verbieten Anlagen über 25 Megawatt.

Außerhalb Ohios beschloss Alhambra in Kalifornien ein Verbot. Ottawa in Kansas untersagt Rechenzentren mit einem Leistungsbedarf von mehr als 25 Megawatt. Wells in Maine verhängte ein Moratorium über 180 Tage. In Janesville (Wisconsin) und Grove City (Ohio) braucht es künftig ein Referendum für große Projekte.

Wie viele Komplettverbote es gibt, ist offen. Medien sprechen von sechs. Venable führt allein in Ohio mehr Verbote und Charta-Verbote auf. Vermutlich liegen unterschiedliche Definitionen zugrunde. Eine einheitliche Methodik liegt nicht vor, deshalb nennt dieser Text keine Gesamtzahl. Eine Ohio-Verfassungsinitiative für ein Verbot über 25 Megawatt verfehlte die Unterschriftenhürde von 413.487. Sie zielt nun auf November 2027.

Abbott und Husted verlieren – der Zusammenhang mit Rechenzentren bleibt offen

Zeitgleich verlor in Texas Gouverneur Greg Abbott gegen die Demokratin Gina Hinojosa. Sie hatte einen Stopp neuer Rechenzentren gefordert, bis der Gesetzgeber stärkere Schutzregeln beschließt. In Ohio besiegte Sherrod Brown den Senator Jon Husted, den er als „Gesicht der Rechenzentren“ darstellte.

Abbott hatte im Sommer laut Texas Tribune Genehmigungen für Netzanschlüsse bis zu einem Landes-Audit ausgesetzt. 404 Media bezweifelt, dass die Pause real war. Regulierer hätten weiter Projekte genehmigt. Die Tribune beziffert Spenden mit Rechenzentrums-Bezug an Abbotts Kampagne seit Juli 2025 auf rund 9 Millionen Dollar.

Die Demokraten gewannen die Wahlen insgesamt deutlich. Die Berichterstattung konzentrierte sich laut Gizmodo und Venable auf die Kontrolle des Kongresses. Dass Rechenzentren die Niederlagen von Abbott und Husted verursachten, belegt das vorliegende Material nicht. Beide Ereignisse fielen zeitlich zusammen. Mehr lässt sich daraus nicht ableiten.

A
Andreas Rüdiger
Herausgeber & Redaktionsleitung · KI-Modelle, Technik & Business

Andreas Rüdiger ist Gründer der Agentur INREMA und verantwortet KI Spotlight redaktionell. Sein Schwerpunkt liegt auf KI-Modellen, Recheninfrastruktur, technischen Entwicklungen und der wirtschaftlichen Einordnung. Er sorgt dafür, dass komplexe KI-Themen verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden. Mehr zu ihm auf inrema.de und andiger.de.

Quellen

  1. 404media.co ↗

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