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OpenAI lotet neue Milliardenrunde mit Bewertung über 1,2 Billionen Dollar aus

Erste Gespräche über eine Finanzierungsrunde mit über 1,2 Billionen Dollar Bewertung – doch der Börsengang ist verschoben.

· Veröffentlicht: 17.09.2026 ·3 Min Lesezeit
OpenAI lotet neue Milliardenrunde mit Bewertung über 1,2 Billionen Dollar ausMit KI erstellt
Inhalt
◆ Fakten auf einen Blick
  • OpenAI führt erste Gespräche mit Investoren über eine neue Finanzierungsrunde, die das Unternehmen mit über 1,2 Billionen Dollar bewerten könnte.
  • Die Gespräche wurden von Investoren initiiert, nicht von OpenAI.
  • Die Bewertung von 1,2 Billionen Dollar wäre etwa 41% höher als die 852 Milliarden Dollar nach der letzten Finanzierungsrunde im März 2026.
  • Die letzte Finanzierungsrunde im März 2026 brachte 122 Milliarden Dollar ein und bewertete OpenAI mit 852 Milliarden Dollar post-money.
  • OpenAI hat im Juni vertraulich einen S-1-Entwurf bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht.
  • CEO Sam Altman hat eine Börsennotierung für 2026 ausgeschlossen, mit Verweis auf noch zu erledigende Sicherheitsarbeit.

OpenAI lotet neue Milliardenrunde mit Bewertung über 1,2 Billionen Dollar aus

OpenAI führt erste Gespräche mit Investoren über eine neue Finanzierungsrunde, die das Unternehmen mit über 1,2 Billionen Dollar bewerten könnte. Die Gespräche wurden nach Angaben der Financial Times von Investoren initiiert, nicht von OpenAI selbst. Sie befinden sich in einem frühen Stadium, ein Volumen steht noch nicht fest. Die Bewertung wäre etwa 41 Prozent höher als nach der letzten Finanzierungsrunde im März dieses Jahres. Die Initiative der Investoren zeigt, dass privates Kapital weiterhin in großem Umfang in KI-Unternehmen fließt, obwohl CEO Sam Altman einen Börsengang für 2026 ausgeschlossen hat. Die Gespräche hängen vom Zeitplan des Börsengangs ab: Investoren wollen Klarheit über den Ausstiegszeitpunkt, bevor sie eine so hohe Bewertung akzeptieren. Ob die Runde tatsächlich zustande kommt, ist offen.

Bewertungssprung: Von 852 Milliarden auf über 1,2 Billionen Dollar

Ende März 2026 schloss OpenAI eine Finanzierungsrunde über 122 Milliarden Dollar ab, die das Unternehmen mit 852 Milliarden Dollar post-money bewertete. Zu den Investoren gehörten Amazon, Nvidia und Softbank. Eine neue Runde könnte die Bewertung auf über 1,2 Billionen Dollar steigern – ein Anstieg von etwa 41 Prozent. Dieser Sprung wäre bemerkenswert, weil er die Bewertung aus der letzten Runde deutlich übertrifft und nahe an die Marke von einer Billion Dollar heranreicht, die ursprünglich für den Börsengang angepeilt war. Die neue Runde hängt jedoch vom Zeitplan des Börsengangs ab: Solange nicht klar ist, wann OpenAI an die Börse geht, bleibt die Bereitschaft der Investoren zu einer privaten Finanzierung mit dieser Bewertung ungewiss. Die Gespräche sind früh, und die Höhe der Bewertung kann sich noch ändern.

Börsengang verschoben: Altman verweist auf Sicherheitsarbeit

OpenAI hat im Juni vertraulich einen S-1-Entwurf bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht und damit offiziell den Vorbereitungsprozess für einen Börsengang gestartet. CEO Sam Altman schloss jedoch einen Börsengang für 2026 aus. Als Grund nannte er, dass das Unternehmen noch Sicherheitsarbeit zu erledigen habe. Diese Verschiebung wirkt sich direkt auf die neue Finanzierungsrunde aus: Da der Börsengang für Investoren die zentrale Ausstiegsoption darstellt, hängt die Bereitschaft zu einer privaten Runde mit einer Bewertung von über 1,2 Billionen Dollar davon ab, wann OpenAI tatsächlich an die Börse geht. Ohne einen klaren Zeitplan für den Börsengang könnten Investoren zögern, eine so hohe Bewertung zu akzeptieren. Die Gespräche über die Finanzierungsrunde sind daher eng mit dem weiteren Vorgehen beim Börsengang verknüpft.

Sicherheitsbedenken als Bremsklotz: Kontext aus früheren Berichten

Die von Altman genannte Sicherheitsarbeit hat konkrete Hintergründe. OpenAI drängt den US-Kongress zu verbindlichen KI-Sicherheitsregeln und hat Sicherheitsgespräche mit Anthropic und DeepMind bestätigt. Diese Aktivitäten zeigen, dass das Unternehmen Sicherheitsfragen priorisiert, bevor es an die Börse geht. Ein Börsengang würde zusätzliche regulatorische und öffentliche Aufmerksamkeit bringen, daher will OpenAI zunächst Sicherheitsstandards etablieren und offene Fragen klären. Die Verschiebung des Börsengangs ist damit keine reine Verzögerung, sondern eine bewusste Entscheidung, Sicherheitsarbeit vor den Kapitalmarkt zu stellen. Dieser Kontext erklärt, warum Altman einen Börsengang für 2026 als unklug bezeichnete und stattdessen eine private Finanzierungsrunde in Betracht gezogen wird.

Widersprüchliche Bewertungen: Veraltete Daten kursieren

Einige Quellen nennen für OpenAI eine aktuelle Bewertung von 157 Milliarden Dollar. Diese Zahl basiert auf veralteten Daten und erfasst die jüngsten Finanzierungsrunden nicht. Nach der Runde im März 2026 gilt eine Bewertung von 852 Milliarden Dollar. Eine neue Runde könnte diese auf über 1,2 Billionen Dollar steigern. Die Diskrepanz erklärt sich durch unterschiedliche Aktualisierungsstände der Datenbanken: Während einige Analysen den Stand von etwa 2024 oder 2025 abbilden, spiegeln die jüngsten Berichte den aktuellen Stand nach der März-Runde wider. Für die Einordnung der neuen Gespräche ist daher die Bewertung von 852 Milliarden Dollar maßgeblich, nicht die veraltete Zahl von 157 Milliarden Dollar.

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Andreas Rüdiger
Herausgeber & Redaktionsleitung · KI-Modelle, Technik & Business

Andreas Rüdiger ist Gründer der Agentur INREMA und verantwortet KI Spotlight redaktionell. Sein Schwerpunkt liegt auf KI-Modellen, Recheninfrastruktur, technischen Entwicklungen und der wirtschaftlichen Einordnung. Er sorgt dafür, dass komplexe KI-Themen verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden. Mehr zu ihm auf inrema.de und andiger.de.

Quellen

  1. techi.com ↗

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