OpenAI veröffentlicht GPT-Image 2.5 API mit zwei Modellvarianten
Flare für schnelle Generierung, Sunburst für präzise Bearbeitung – Latenz laut Hersteller um bis zu 50 Prozent reduziert, Standardmodell in ChatGPT und Codex unklar.
Mit KI erstellt◆ Fakten auf einen Blick
- OpenAI bezeichnet GPT Image 2.5 als seine 'most advanced image generation platform to date'.
- OpenAI nennt Images 2.5 sein 'new state-of-the-art image model'.
- OpenAI positioniert Sunburst als 'most capable image model' für präzise Bearbeitung.
OpenAI veröffentlicht GPT-Image 2.5 API mit zwei Modellvarianten
OpenAI hat die GPT-Image-2.5-API veröffentlicht. Nach eigener Aussage handelt es sich um die fortschrittlichste Bildgenerierungsplattform des Unternehmens und um ein neues State-of-the-Art-Bildmodell. Die API führt zwei getrennte Modellvarianten ein: Flare, das auf schnelle Generierung ausgelegt ist, und Sunburst, das für präzise Bearbeitung optimiert sein soll. Die Aufteilung in zwei Modelle soll Entwicklern und Kreativen die Wahl zwischen Geschwindigkeit und Genauigkeit je nach Workflow ermöglichen. Flare ist für hochfrequente, latenzkritische Anwendungen gedacht, Sunburst für detailgenaue Bearbeitung. Laut Hersteller teilen sich beide Varianten dieselbe zugrunde liegende Architektur, denselben 20.000-Zeichen-Prompt-Kontext, dasselbe Limit von 16 Referenzbildern und dieselbe Unterstützung für 1K-, 2K- und 4K-Auflösung; sie optimieren lediglich unterschiedliche Punkte auf der Kurve zwischen Geschwindigkeit und Qualität. Die Modelle sind nach Angaben von OpenAI sofort über die API und in ChatGPT verfügbar. Damit löst die duale Architektur den Einzelmodell-Ansatz des Vorgängers ab.
Verbesserungen bei Latenz und Präzision – offene Frage zum Standardmodell
Zu den zentralen Neuerungen zählt nach Herstellerangaben eine Reduzierung der Latenz um bis zu 50 Prozent gegenüber dem Vorgänger GPT Image 2. Diese Reduktion wird durch die Einführung des auf niedrige Latenz und hohen Durchsatz abgestimmten Modells Flare erreicht. Statt eines einzigen Modells für alle Aufgaben setzt OpenAI nun auf eine gezielte Optimierung: Flare ist für schnelle, alltägliche Generierung ausgelegt und wird als Standard für die meisten Anwendungen positioniert. Die Trennung in zwei spezialisierte Varianten ist damit die wesentliche technische Änderung, die die Latenzverbesserung ermöglicht.
Zudem führt OpenAI neue Funktionen ein: ein Sketch-Werkzeug, mit dem Nutzer Zeichnungen als Referenz verwenden können, mehrstufiges Bearbeiten über mehrere Gesprächsrunden hinweg sowie eine Ausgabe mit bis zu 4K-Auflösung. Hinsichtlich der Präzision gibt OpenAI an, dass das Modell besser darin ist, nur die vom Nutzer angewiesenen Elemente zu ändern und den Rest des Bildes intakt zu lassen, selbst bei komplexen Motiven und Hintergründen. Unabhängige Tests führen diese Verbesserung auf besseres konversationelles Editieren und reduzierte Rausch-Artefakte zurück; das Modell befolgt Anweisungen wörtlich, was auf einen „Thinking“-Ansatz hindeutet.
OpenAI positioniert Sunburst als das leistungsfähigste Bildmodell für präzise Bearbeitung. Sunburst nimmt längere Generierungszeiten in Kauf, um eine höhere Detailtreue und genauere Bearbeitung zu liefern. Beide Modelle unterstützen dieselben Qualitätsstufen (low, medium, high, xhigh, max, auto), wobei xhigh und max neu sind.
Offen bleibt, welches der beiden Modelle in ChatGPT und Codex standardmäßig läuft. Eine Quelle bezeichnet Flare als Standard für die meisten Anwendungen, eine andere weist darauf hin, dass OpenAI dies nicht klar dokumentiert und praktische Tests auf Flare hindeuten. Eine eindeutige Festlegung durch OpenAI fehlt bislang.



