Ondas gründet mit Palantir die KI-Firma Regna AI
Die Sovereign-AI-Plattform auf Basis von Palantirs AIP gehört zunächst vollständig Ondas. Die Ondas-Aktie steigt. Die zentralen Versprechen sind bislang Herstellerangaben ohne Beleg.
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◆ Fakten auf einen Blick
- Ondas und Palantir kündigten am 12. Oktober 2026 die Gründung von Regna AI an.
- Regna AI ist anfangs vollständig im Besitz von Ondas und baut auf Palantirs AIP auf.
- Ondas wird erster Kunde von Regna AI und will feinabgestimmte Modelle für autonome Missionsorchestrierung am Edge einsetzen.
- Zielkunden sind das U.S. Department of War, verbündete Regierungen sowie Verteidigungs- und Industrieunternehmen.
- Palantir gab am 12.03.2026 eine strategische Partnerschaft mit Ondas und World View bekannt.
Ondas gründet mit Palantir die KI-Firma Regna AI
Ondas und Palantir haben am 12. Oktober 2026 in einer Pressemitteilung die Gründung von Regna AI angekündigt. Nach Darstellung der Mitteilung ist das Unternehmen eigenständig und privat. Palantir treibt es an, Ondas baut es als Bootstrap-Finanzierer auf. Die technische Grundlage bildet Palantirs Artificial Intelligence Platform (AIP). Zunächst gehört Regna AI vollständig Ondas. Palantir erscheint als Mitherausgeber der Meldung und tritt damit selbst als ankündigende Partei auf. Ondas erwartet nach eigenen Angaben, mit der Zeit Finanzpartner zu gewinnen, die Regna AI als unabhängiges Unternehmen tragen.
Die Zusammenarbeit ist nicht neu. Am 12. März 2026 gaben Palantir, Ondas und World View eine strategische Partnerschaft bekannt. Ziel ist es, KI-gestützte Multi-Domain-ISR-Fähigkeiten aus Stratosphäre, Luft und Land mit einheitlicher Führung und Kontrolle bereitzustellen.
Feinabgestimmte Modelle für Edge-Hardware und gestörte Verbindungen
Regna AI soll Kunden dabei helfen, feinabgestimmte KI-Modelle für ihre Aufgaben zu entwickeln und in eigenen, souveränen Umgebungen zu betreiben. Laut Ondas sind die Modelle für Kundenumgebungen und Edge-Hardware gedacht, etwa für Drohnen, Stratosphärenballons, Boden- und Überwasserfahrzeuge sowie Command-and-Control-Knoten. Sie sollen auch bei eingeschränkter oder unterbrochener Konnektivität arbeiten, im Englischen DDIL genannt.
Bediener sollen mit den Fähigkeiten Evidenz bewerten und Optionen vergleichen können. Zudem erhalten sie Vorschläge für Updates an Missionsplänen, die ein Mensch prüft. Ondas will selbst der erste Kunde sein und die Modelle für die autonome Missionsorchestrierung am Edge einsetzen. Als Zielkunden nennt das Unternehmen das U.S. Department of War, verbündete Regierungen sowie Verteidigungs- und Industrieunternehmen. Weitere technische Details nennen die vorliegenden Unterlagen nicht.
Ondas-Aktie steigt um 4 %, Red Cat bleibt nahezu unverändert
Laut dem Portal 247wallst.com stieg die Ondas-Aktie im Morgenhandel um 4 % auf rund 7 US-Dollar. Red Cat (RCAT) notierte mit 5,79 US-Dollar nahezu unverändert, obwohl das Unternehmen zuvor seine Drohne TRICHON vorgestellt hatte. Seit Jahresbeginn liegen beide Papiere 27 % im Minus. Der Defiance Drone and Modern Warfare ETF (JEDI) verlor 1 %, der SPY blieb etwa unverändert. Zu TRICHON liegen keine weiteren Angaben vor. Über die Darstellung der Quelle hinaus ordnen wir die Kursbewegungen keiner Ursache zu.
Ondas-Versprechen sind bislang unbelegt
Die Erwartungen an Regna AI stammen bislang allein von Ondas. Das Unternehmen bezeichnet die Firma als mögliche grundlegende KI-Plattform und als wichtige nationale Sicherheitsfähigkeit. Sie könne Wert für Kunden, Technologiepartner und Ondas-Aktionäre schaffen. Organisationen sollen spezialisierte Modelle betreiben können, ohne Frontier-Modelle von Grund auf zu bauen. Dabei behalten sie nach dieser Darstellung die Kontrolle über Daten, Anwendungen, Modelle und Workflows.
Prüfbar wäre das anhand von Kundenverträgen, Umsätzen und Finanzierungsrunden, die Ondas in späteren Meldungen oder Quartalsberichten nennen müsste. Ebenso lassen sich Produktdemonstrationen, technische Dokumentation, Pilotkunden und Zertifizierungen heranziehen. Bislang trägt Ondas Regna AI allein. Daraus ergeben sich Umsetzungs- und Finanzierungsrisiken. Angaben zu Umsätzen, Kunden oder Analystenmeinungen liegen nicht vor.



