Nasdaq 100 rutscht auf Schlusskursbasis erstmals in die Korrektur
Der Index schloss am 2. November bei 27.989,82 Punkten, 10,4 % unter dem Rekord vom 6. Oktober. Welche Ursache dahintersteckt, ist offen: Bewertungsabbau oder Zweifel an den KI-Renditen.
Mit KI erstelltInhalt
◆ Fakten auf einen Blick
- Der Nasdaq 100 schloss am 2. November bei 27.989,82 Punkten, 10,4 % unter Rekordschluss.
- Es ist die dritte Korrektur des Nasdaq 100 in diesem Jahr; die erste war am 27. März.
- Der QQQ schloss bei 681,09 US-Dollar, 10,34 % unter dem Schluss vom 6. Oktober.
- Der Oktober war der schwächste Monat des Index seit März 2025.
- Der Schluss am 2. November lag erstmals unter der Korrekturschwelle von 28.102,02 Punkten.
Nasdaq 100 schließt erstmals unter der Korrekturschwelle
Der Nasdaq 100 hat am 2. November 2026 bei 27.989,82 Punkten geschlossen. Das entspricht einem Minus von rund 1,4 %. Gegenüber dem Rekordschluss vom 6. Oktober (31.224,47 Punkte) fehlen 10,4 %. Per Konvention beginnt eine Korrektur 10 % unter dem Rekordschluss; diese Schwelle lag bei 28.102,02 Punkten. Der Schluss liegt damit erstmals darunter und ist der tiefste seit dem 29. Juli.
Am 30. Oktober hatte der Index die Schwelle im laufenden Handel berührt, mit 28.093,24 Punkten. Der Schluss lag damals bei 28.384,85 Punkten.
Der Handel am 2. November begann freundlich. Die großen Indizes lagen zeitweise mehr als 1,1 % im Plus. Bis Handelsende verlor der Nasdaq 100 dann mehr als 750 Punkte gegenüber dem Tageshoch.
Der Invesco QQQ Trust, der den Index abbildet, schloss bei 681,09 US-Dollar (-1,36 %). Damit liegt er knapp über seinem 200-Tage-Durchschnitt von 679,82 US-Dollar. Das Tagestief lag bei 680,33 US-Dollar. Seit dem 28. Oktober hat der QQQ 6,14 % eingebüßt. Gegenüber dem Schluss vom 6. Oktober (759,66 US-Dollar) beträgt das Minus 10,34 %.
Dritte Korrektur des Jahres, schwächster Oktober seit März 2025
Nach vorliegenden Berichten ist es die dritte Korrektur des Nasdaq 100 in diesem Jahr; die erste datiert vom 27. März. Trotz des Rücksetzers liegt der Index im Jahresverlauf noch rund 11 % im Plus. Der Oktober war sein schwächster Monat seit März 2025.
Die Spreizung zwischen gleichgewichtetem und regulärem S&P 500 war im Oktober die größte seit April 2009. Das deutet auf eine Rotation hin: Anleger verkaufen Tech-Werte und schichten in andere Branchen um. Chipwerte gaben besonders nach. Morgan Stanley sieht mögliche Profiteure bei konjunktursensitiven und ölnahen Unternehmen außerhalb des Technologiesektors.
Betroffen sind vor allem Halter von Nasdaq-100-Produkten und Anleger mit hohem Anteil an US-Technologiewerten.
Zweifel an KI-Renditen oder Abbau überhöhter Bewertungen
Marktberichte nennen als Auslöser Zweifel an der Wirksamkeit der KI-Ausgaben, enttäuschende Quartalszahlen, die Erwartung eines demokratischen Siegs bei den Midterms und mangelnde Liquidität. Steve Sosnick von Interactive Brokers erinnert daran, dass lange als sicher galt, jeder in KI investierte Dollar sei gut angelegt. Nun stelle sich die Frage, ob die Kredite für Rechenzentren und Infrastruktur angemessen zurückgezahlt werden.
Eine Analyse auf Seeking Alpha liest die Vorsicht anders: als Abbau überhöhter Bewertungen, der den Zyklus verlängern könne. Ursache seien Konzentration und Infrastrukturrenditen, nicht technologische Rückschritte. Diese Analyse liegt nur über Cryptobriefing vor. Das Original war nicht auffindbar, ihr Inhalt ist daher nur aus zweiter Hand bekannt.
Bei den Fakten widersprechen sich die Lesarten nicht. Sie unterscheiden sich teils in Zeithorizont und Gewichtung. Damit verschiebt sich die Bewertungsfrage auf nachweisbare KI-Erträge und die Refinanzierung der Rechenzentrumsausgaben.



