Live In 40 von 41 lokalen Abstimmungen stimmen Wähler gegen den Ausbau von Rechenzentren
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Midterms: 38 von 39 ausgezählten Rechenzentrums-Abstimmungen gehen gegen die Branche aus

Die Zählung ist vorläufig, zwei Ergebnisse fehlen noch. In Texas verlieren die von Elon Musk unterstützten Republikaner, und Aktien von KI-Rechenzentren geben nach.

· Veröffentlicht: 05.11.2026 ·2 Min Lesezeit
Midterms: 38 von 39 ausgezählten Rechenzentrums-Abstimmungen gehen gegen die Branche ausMit KI erstellt
Inhalt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Am 3. November waren bis Mittwochabend 39 von 41 Rechenzentrums-Maßnahmen ausgezählt.
  • In 38 dieser 39 Maßnahmen entschieden sich die Wähler für eine Begrenzung der Entwicklung.
  • Bei 28 der 41 Maßnahmen bedeutete ein Ja eine Begrenzung oder Auflagen, bei 13 Erlaubnis oder Unterstützung.
  • Alle sechs früher im Jahr entschiedenen Maßnahmen richteten sich gegen Rechenzentren.
  • In Harwood, North Dakota, lehnten die Wähler etwa 3:1 eine zusätzliche Prüfung für Industrieprojekte ab.

38 von 39 ausgezählten Abstimmungen gehen gegen Rechenzentren aus

Bei den US-Midterms am 3. November stimmten Wählerinnen und Wähler in 10 Bundesstaaten über 41 lokale Maßnahmen zu Rechenzentren ab. Bis Mittwochabend waren 39 ausgezählt. In 38 Fällen votierten die Wähler für eine Begrenzung der Entwicklung, in einem Fall für Erlaubnis oder Unterstützung. Zwei Ergebnisse stehen noch aus. Die Zählung ist deshalb vorläufig und kann sich verschieben, sobald die letzten Maßnahmen entschieden sind.

Ein Ja hieß nicht überall dasselbe. Bei 28 der 41 Maßnahmen ging es um Begrenzung oder Auflagen, bei 13 um Erlaubnis oder Unterstützung.

Der einzige Erfolg für die Branche kam aus Harwood in North Dakota. Dort lehnten die Wähler mit etwa drei zu eins einen Vorschlag ab, der zusätzliche Prüfungen für Industrieprojekte vorsah, darunter Rechenzentren. Nahe der Stadt entsteht bereits das 3-Milliarden-Dollar-Rechenzentrum Polaris Forge 2. Das Gegenbeispiel liefert Wells in Maine. Dort stimmten mehr als 80 Prozent für ein rückwirkendes Moratorium mit 180 Tagen Laufzeit.

Andere Medien nennen abweichende Zahlen. CNET spricht von etwa 40 Maßnahmen für Restriktionen, Mashable von rund 30 Jurisdiktionen, die Rechenzentren fernhalten, und mindestens sechs weiteren mit Bauverbot. Die Abweichungen dürften auf Zeitpunkt, Zählweise und Kategorien wie Moratorium, Verbot oder Beratungsabstimmung zurückgehen. Dieser Text folgt der nach unserer Einschätzung präziseren Zählung auf Basis von Ballotpedia-Daten.

Musk-gestützte Republikaner verlieren in Texas, Aktien von KI-Rechenzentren fallen

Die Demokraten gewannen die Midterms deutlich. In Texas unterlagen die von Elon Musk favorisierten Republikaner Ken Paxton (Senat) und Gouverneur Greg Abbott. James Talarico ist Senator-elect. Die gewählten Gouverneurinnen und Gouverneure Gina Hinojosa (Texas), Keisha Lance Bottoms (Georgia) und Amy Acton (Ohio) sind Demokraten. Alle drei hatten Rechenzentrums-Regulierung zu einem Kernthema ihrer Kampagnen gemacht.

Aktien von KI-Rechenzentren fielen am Mittwoch. Anleger reagierten demnach nervös auf die Ergebnisse. Weitere Ursachen nennen die Quellen nicht.

Zu Musks Ausgaben liegen unterschiedliche Angaben vor. CNBC bezifferte sie vor der Wahl auf etwa 366 Millionen Dollar in mindestens 40 Rennen. Eine Analyse nach der Wahl nennt mindestens 474 Millionen Dollar, davon 224 Millionen in Texas. Der Stichtag erklärt die Differenz vermutlich. Belegt ist das nicht.

Auch Musks Motiv wird unterschiedlich dargestellt. Nach CNET steckte er Geld in Texas-Kampagnen, um die Branche zu stützen. CNBC beschreibt dagegen eine allgemeine Finanzierung republikanischer Gruppen und seiner eigenen America PAC, mit dem Ziel, Einfluss und ein günstiges Umfeld für seine Firmen zu sichern. Eine gezielte Rechenzentrums-Kampagne Musks ist im vorliegenden Material nicht belegt.

Drei Abstimmungen im Dezember, Ohio-Initiative frühestens 2027

Offen sind die zwei noch nicht gemeldeten Ergebnisse vom 3. November. Im Dezember folgen drei weitere lokale Abstimmungen. Eine landesweite Rechenzentrums-Abstimmung gab es nicht. Eine Verfassungsinitiative in Ohio für ein Verbot von Rechenzentren über 25 Megawatt verfehlte bis 1. Juli die nötigen 413.487 Unterschriften. Die Initiatoren zielen nun auf November 2027. Eine Initiative in Massachusetts käme frühestens im November 2028 auf den Stimmzettel.

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Andreas Rüdiger
Herausgeber & Redaktionsleitung · KI-Modelle, Technik & Business

Andreas Rüdiger ist Gründer der Agentur INREMA und verantwortet KI Spotlight redaktionell. Sein Schwerpunkt liegt auf KI-Modellen, Recheninfrastruktur, technischen Entwicklungen und der wirtschaftlichen Einordnung. Er sorgt dafür, dass komplexe KI-Themen verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden. Mehr zu ihm auf inrema.de und andiger.de.

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