Microduck: Hugging Face und Pollen Robotics starten Vorbestellung für 399-Dollar-Roboter
Der 25 Zentimeter große Laufroboter soll vor Weihnachten 2026 ausgeliefert werden und richtet sich an Entwickler, die physische KI trainieren wollen.
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◆ Fakten auf einen Blick
- Microduck ist 25 cm groß, wiegt unter 800 g, hat 15 Motoren, eine Kamera, einen LiDAR-/Tiefensensor, zwei IMUs und einen beweglichen Schnabel zum Aufheben von Objekten.
- Microduck kann laufen, sitzen, kauern, aus vielen häufigen Fallpositionen aufstehen, Rollschuh fahren und Objekte mit dem Schnabel aufheben.
- Vorbestellungen starteten am 27. August 2026, der Einführungspreis beträgt 399 US-Dollar vor Steuern und Versand, erste Lieferungen sind vor Weihnachten 2026 geplant, Märkte sind Nordamerika und Europa (laut Mashable auch UK).
- Microduck wird mit sieben trainierten Bewegungen und einem Game-Controller ausgeliefert.
- Es gibt vier Farbvarianten: Cream, Graphite, Lavender und Sky.
- Microduck wurde von Pollen Robotics entwickelt, dem Bordeaux-basierten Robotik-Team von Hugging Face; Hugging Face hat Pollen Robotics 2025 übernommen (laut news9live im April 2025).
Vorbestellung für 399 US-Dollar vor Weihnachten 2026
Hugging Face und Pollen Robotics haben am 27. August 2026 die Vorbestellung für den Microduck geöffnet. Der zweibeinige Roboter wird zu einem Einführungspreis von 399 US-Dollar vor Steuern und Versand angeboten. Erste Lieferungen sind nach Angaben des Unternehmens vor Weihnachten 2026 geplant. Als Startmärkte nennt das Press Kit Nordamerika und Europa; die Nachrichtenseite Mashable führt zusätzlich das Vereinigte Königreich auf. Zur Markteinführung stehen vier Farbvarianten zur Wahl: Cream, Graphite, Lavender und Sky. Der Microduck wird mit sieben vortrainierten Bewegungen und einem Game-Controller ausgeliefert, sodass er sich ohne Programmierung steuern lässt. Laut Hersteller kann er einem Laserpunkt folgen, auf seine Umgebung reagieren und Bewegungen über NFC-Tags auslösen.
Technik: 15 Motoren, Kamera, Tiefensensor und Greifschnabel
Der Microduck ist 25 Zentimeter groß und wiegt unter 800 Gramm. Er verfügt über 15 Motoren, die Beine, Kopf und Hals antreiben, sowie eine Kamera, einen Tiefensensor beziehungsweise LiDAR und zwei Inertialsensoren (IMUs). Ein beweglicher Schnabel dient zum Aufheben kleiner Objekte. Nach Angaben von Pollen Robotics kann der Roboter laufen, sitzen, kauern, aus vielen häufigen Fallpositionen selbstständig aufstehen, Rollschuh fahren und Gegenstände greifen. Die Onboard-Policy-Schleife läuft mit 50 Hertz. Der Software-Stack – bestehend aus SDK, Simulation, Reinforcement-Learning-Training und Sim-to-Real-Übertragung – ist Open Source und auf GitHub verfügbar. Das mechanische und elektronische Design ist laut Press Kit ausdrücklich nicht Teil der Open-Source-Aussage. Entwickler können neue Verhaltensweisen in der Simulation trainieren und auf den Roboter übertragen.
Positionierung als actionorientierte Reachy-Alternative
Pollen Robotics positioniert den Microduck als actionorientierte Alternative zum Reachy Mini, dem ersten Consumer-Roboter des Unternehmens. Der Reachy Mini war auf Interaktion und Sprache ausgelegt; von ihm wurden nach Herstellerangaben über 10.000 Stück ausgeliefert. Der Microduck hingegen soll Mobilität und das Training physischer Verhaltensweisen in den Vordergrund stellen. Entwickelt wurde er von Pollen Robotics, dem in Bordeaux ansässigen Robotik-Team, das Hugging Face 2025 übernommen hat. Laut Press Kit setzt sich der Microduck zum Ziel, das Bauen von KI auf echter Hardware so zugänglich zu machen wie das Ausführen eines Modells. Diese Aussage ist eine Herstellerangabe und bislang nicht unabhängig überprüft.
Offene Fragen: Sensorbezeichnung und Marktliste
Zwei Punkte bleiben widersprüchlich. Der Blog von Pollen Robotics spricht von einem kleinen Tiefensensor, während das Press Kit und andere Quellen den Sensor als LiDAR bezeichnen. Möglicherweise ist LiDAR der konkrete Typ des Tiefensensors, die endgültige Spezifikation ist jedoch noch nicht final. Ebenso nennt Mashable das Vereinigte Königreich als Startmarkt, das Press Kit und news9live erwähnen UK nicht explizit. Unklar ist, ob UK als Teil Europas betrachtet wird oder ob Mashable zusätzliche Informationen vorliegen. Kameraauflösung, LiDAR-Reichweite, Funkversionen, SDK-Sprachen und eine Altersempfehlung sind laut Press Kit noch nicht final und werden als vorläufig behandelt. Als relevanter Regulierungsrahmen gilt der EU AI Act, der in Artikel 6 Klassifizierungsregeln für Hochrisiko-KI-Systeme definiert; eine Bewertung der Konformität des Microduck liegt nicht vor.



