Mehr als zwei Dutzend Verletzte bei Robotaxi-Testfahrern
OSHA-Daten zeigen arbeitsbedingte Verletzungen bei Waymo- und Zoox-Testfahrern durch plötzliche Bremsmanöver – genaue Gesamtzahl umstritten
Mit KI erstelltInhalt
◆ Fakten auf einen Blick
- Testfahrer von Waymo und Zoox erlitten 2024 und 2025 mehr als zwei Dutzend Verletzungen durch hartes Bremsen oder andere plötzliche Bewegungen der autonomen Fahrzeuge.
- Transdev, das Waymos Testfahrer beschäftigt und verwaltet, meldete 16 Verletzungen an Waymo-Depotstandorten in drei Städten, verursacht durch hartes Bremsen oder plötzliches Ausweichen der autonomen Software.
- Zoox meldete bis zu acht arbeitsbedingte Verletzungen im Zusammenhang mit hartem Bremsen.
- Die Verletzungen umfassen Verstauchungen, Zerrungen, Schleudertrauma und weitere; einige Betroffene fielen wochen- oder monatelang aus.
- Laut whalesbook.com gab es auch Handgelenksbrüche; in einem dokumentierten Fall setzte ein Fahrzeug beim Einparken plötzlich zurück, wodurch die Hand eines Fahrers am Lenkrad eingeklemmt und ein Knochen gebrochen wurde.
- Die Verletzungen erscheinen in OSHA-Daten, weil Waymo und Zoox sich als Taxi-, Limousinen- oder Transitdienste einstufen, die als Hochrisikobranchen einer strengeren Offenlegungspflicht unterliegen.
Mehr als zwei Dutzend Verletzte bei Robotaxi-Testfahrern
Bei Testfahrern von Waymo und Zoox sind in den Jahren 2024 und 2025 mehr als zwei Dutzend arbeitsbedingte Verletzungen dokumentiert. Das geht aus Daten der US-Arbeitsschutzbehörde OSHA sowie aus Interviews mit ehemaligen und aktuellen Beschäftigten hervor. Auslöser waren demnach harte Bremsmanöver oder andere plötzliche Bewegungen der autonomen Fahrzeuge. Die Betroffenen erlitten Verstauchungen, Zerrungen und Schleudertraumata; einige fielen wochen- oder monatelang aus. Bislang war das Verletzungsrisiko für menschliche Testfahrer beim Hochskalieren der Robotaxi-Flotten nicht in dieser Form öffentlich dokumentiert.
Aufschlüsselung nach Unternehmen und Verletzungsarten
Die Meldungen verteilen sich auf zwei Unternehmen. Transdev, das die Testfahrer von Waymo beschäftigt und verwaltet, meldete 16 Verletzungen an Waymo-Depotstandorten in drei Städten. Ursache waren nach Angaben der Daten harte Bremsungen oder plötzliche Ausweichmanöver der autonomen Software. Zoox meldete bis zu acht arbeitsbedingte Verletzungen im Zusammenhang mit hartem Bremsen. Zu den dokumentierten Verletzungen zählen Verstauchungen, Zerrungen und Schleudertraumata. In einem Fall setzte ein Fahrzeug beim Einparken plötzlich zurück, wodurch die Hand eines Fahrers am Lenkrad eingeklemmt und ein Knochen gebrochen wurde.
Warum die Fälle in OSHA-Daten auftauchen
Dass die Fälle in den OSHA-Daten auftauchen, liegt an der Brancheneinstufung. Waymo und Zoox ordnen sich als Taxi-, Limousinen- oder Transitdienste ein, die als Hochrisikobranchen strengeren Offenlegungspflichten unterliegen. Die Behörde verlangt die Veröffentlichung allerdings nur von Betrieben mit mindestens 100 Beschäftigten in diesen Branchen. Verletzungen in neueren Städten mit kleineren Teams könnten daher in dem Datensatz fehlen. Andere Unternehmen mit autonomen Fahrzeugen tauchen nicht auf, möglicherweise weil sie ausgenommen sind.
Unklare Gesamtzahl: Zwei Dutzend oder mehr?
Die genaue Gesamtzahl bleibt unklar. Eine Auswertung spricht von mehr als zwei Dutzend Verletzungen, nennt aber gleichzeitig 16 Fälle bei Transdev/Waymo und bis zu acht bei Zoox – zusammen exakt 24. Ein weiterer Bericht spricht von mehr als 24 Verletzungen. Die Diskrepanz könnte auf unvollständige Aufschlüsselung oder zusätzliche, nicht einzeln aufgeführte Fälle zurückgehen.



